Do

09

Okt

2014

Guatemala

Die Einreise nach Guatemala erliechterte zuerst einmal unseren Geldbeutel. Die Zöllner verlangten einen kleinen Obolus, mit dem sie angeblich sicherstellen, dass man problemlos einresen kann. Eine schöne Umschreibung fuer Schmiergeld.

Guatemalteken koennen von einer bewegten Geschichte berichten. Das Land ist bereits seit 1821 unabhaengig, wurde in der darauffolgenden Zeit von Militaerdiktaturen beherrscht und in den letzten Jahrzehnten von einem Buergerkrieg erschuettert, dem 160 000 Ureinwohner zum Opfer fielen. Seit 1996 herrscht einigermaszen Frieden. Die gröszte Gefahr geht momentan von den Drogenkartellen aus, die ihre Waren u.a. ueber Guatemala nach Amerika verschieben. Dies haben wir hautnah miterlebt, dazu spaeter mehr.

Die ersten Kilometer fuehrten ueber teilweise nicht existente Straszen, sprich Schotterpisten voller Loecher, die nur im Schritttempo befahren werden konnten, sowie Maennern mit ihren Kindern, die vollbeladene Maissaecke oder Holzbuenbel auf ihrem Ruecken die Berge hinabtrugen. Den ersten Stopp machten wir in der Stadt Flores. Dort schauten wir uns am naechsten Tag die Tempelruinen von Tikal an. Diese lagen fast 1000 Jahre versteckt im Urwald, bis sie 1848 zufaellig gefunden wurden.

Weiter gings nach Zentralguatemala in die Naehe des Ortes Lanquin, noch viel weiter im Urwald gelegen. Dort schliefen wir in einer Bretterhuette, die Bilder zeigen dies sicherlich ganz gut. Der Weg dorthin bedeutete eine 1,5 stuendige Holperpistenfahrt, welche aber letztendlich jedes Loch wert war. Es gab dort einen riesigen Abenteuerspielplatz fuer grosze Jungs. Wir wanderten, teilweise schwammen wir auch, durch eine Höhle und hielten eine Kerze in der Hand, die uns Licht spendete, kletterten an Seilen kleine Wasserfaelle hoch oder sprangen durch dunkle Löcher ins Wasser. Wieder drauszen gab es eine riesige Schaukel, von der man ins Wasser springen konnte. Desweiteren noch mit einem Reifen durch den Flusz treiben lassen und von einer Bruecke in diesen springen.

Die naechste Fahrt nach Antigua sollte es in sich haben. Zuerst verlief alles normal. Kurz vor Guatemala-Stadt (in der jeden Tag 16 Menschen im Zusammenhang mit den Drogenkartellen sterben) stand ploetzlich ein Lkw quer auf dem Highway. Wir dachten zuerst an einen Unfall. Als unser Kleinbus noch langsam in Richtung des Lkw´s rollte, kam ein Gelaendewagen an uns vorbeigeschossen und schehrte in abenteuerlicher Fahrweise vor uns ein. Er schien es eilig zu haben. Innerhalb der naechsten 4 Minuten sammelten sich ca. 10 Polizeiautos um den Gelaendewagen und zingelten ihn ein. Die Polizisten standen mit gezogenen Pistolen vor dem Fahrzeug und richteten sie auf den Fahrer. Dieser weigerte sich aber auszusteigen. Der Fahrer des Lkw hielt ebenfalls eine Pumpgun bereit, fuer den Fall der Faelle. Wir waren ca. 15 Meter entfernt und zu perplex, um ein Foto zu machen. Die naechsten Minuten passierte nichts, bis die Polizei schlieszlich den Verkehr an dem Gelaendewagen vorbeileitete, die Waffen weiterhin auf den Fahrer gerichtet. Er hatte die Unterschenkel aufs Lenkrad gelegt und sah weiterhin keine Notwendigkeit auszusteigen. Die gesamte Aktion war also offensichtlich von der Polizei inszeniert wurden. Der Rest der Fahrt verlief zum Glueck problemlos.

In Antigua wanderten wir auf einen noch aktiven Vulkan, von wo aus wir 3 weitere Vulkane sehen konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem shoppen von Souvenirs.

Da wir nun nur noch 1 Woche Restzeit hatten, fuhren wir schnellstmöglich zurueck auf die von uns liebgewonnene Insel Caye Caulker in Belize. Dort sitzen wir jetzt, vor uns die Haengematte und ein paar Meter weiter das Meer. Hier erholen wir uns von den Eindruecken, bevor es wieder nach Haus geht.

 

 

Rechtschreibung bitte ignorieren, die Tastatur hat sich teilweise verabschiedet. 

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Mi

01

Okt

2014

Mexiko & Belize

 

Martin und ich sind mal wieder unterwegs!

 

Dieses Mal sollte es nach Mexiko gehen. Viel geplant haben wir vorher nicht, eigentlich nur den Flug nach Cancun an der Karibikküste gebucht und uns etwas über die Gegend informiert. Zu unserer Überraschung durften wir buisness class fliegen, was aber bei Thomas Cook eher mit der economy class anderer Airlines vergleichbar ist. Aber wir wollen ja nicht meckern.

In Cancun angekommen mussten wir uns zuerst von den unzähligen „all inclusive“ Touristen befreien, die rund um Cancun in rauen Mengen anzutreffen sind. Wir fuhren also direkt weiter nach Tulum, südlich von Cancun, wo wir Freunde aus Hamburg trafen und uns zusammen die erste Maya-Ruine anschauten. Natürlich sprangen wir auch gleich in das ca. 28Grad warme Karibikwasser.

Bei der Ruine trafen wir zufällig noch eine weitere Freundin aus Hamburg, die Welt ist ein Dorf…

 

Kurz darauf ging die Reise weiter gen Süden nach Belize. Belize? Ich hatte von Belize vorher noch nichts gehört. Liegt vielleicht daran, dass hier lediglich 300 000 Leute wohnen und die deutlich größeren Länder Mexiko, Guatemala und Honduras angrenzen.

In Belize sind wir auf einer traumhaften Karibikinsel namens Caye Caulker gelandet. Vor 50 Jahren fegte ein Hurricane über die Insel und teilte sie in eine Nord- und eine Südhälfte.  

Das Motto hier lautet: „no shirt, no shoes, no problem“ und “go slow” was auch wirklich so zu verstehen ist. Die Einheimischen fahren so langsam mit ihrem Fahrrad, dass man ständig denkt, sie fallen gleich um. Die einzigen, die auf der Insel rennen, sind joggende Touristen.

Es gibt hier vielleicht eine Hand voll Autos, ansonsten bewegt man sich mit Golfautos fort.

Belizianer sind dunkelhäutig und viele von ihnen Rastafaris.

Sie hängen tagsüber an Straßenkreuzungen ab oder sind auf BMX-Rädern unterwegs, rufen uns einen coolen Spruch zu und fahren in Schrittgeschwindigkeit wieder in die Richtung, aus der sie kamen.

Bob Marley ist hier allgegenwärtig. Man hört ihn von Fährradern, Golfautos und aus Cafes. Die entspannte Atmosphäre hat uns angesteckt, wir haben seit 3 Tagen keine Schuhe mehr getragen und laufen mittlerweile extrem langsam.

 

Unsere Unterkunft gehört einem Amerikaner, der vorgestern in den Urlaub gefahren ist, da hier momentan Nebensaison ist. Ein Kumpel von ihm war bis gestern noch hier, scheint aber ebenfalls abgereist zu sein, d.h. wir haben die Unterkunft für uns allein. Auch nicht schlecht.

 

Gestern haben wir eine Schnorcheltour gemacht und haben u.a. Schildkröten, Rochen, eine Seekuh gesehen und sind in einem Schwarm von 15 Haien (teilweise über 3m lang) geschwommen.

 

Also wenn ihr noch nicht wisst, wos in den nächsten Urlaub hingeht, fahrt nach Caye Caulker in Belize, das ist der Hammer.

 

Das ist aber leider nur eine Seite des Landes. Als ich hier beim Friseur war, habe ich einen Blick in die Tageszeitung geworfen. Auf den ersten beiden Seiten waren fast ausschließlich Bilder von Personen, die am letzten Wochenende auf dem Festland erschossen wurden. Polizisten, Gangmitglieder, teilweise sogar Kinder.

Belize ist ein wichtiger Umschlagplatz für Drogen, die von Süd- nach Nordamerika gebracht werden. Dazu kommen rivalisierende Gangs und korrupte Polizisten, was dann zu dem oben beschriebenen führt.

 

Morgen begeben wir uns auf das Festland, steigen aber direkt in den Bus und fahren weiter nach Guatemala.

 

Ahoi und bis bald

Marco & Martin

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Do

18

Jul

2013

Bangkok & Chiang Mai

Hier kommt der finale Blogeintrag unseres 9monatigen Abenteuers.

 

Nach einer superschönen Zeit in Kambodscha ging es per Bus nach Thailand, genauer gesagt nach Bangkok. Unsere Reisepässe wurden wieder um 1 Stempel und Visum reicher. Bangkok war für uns zunächst jedoch nur ein Zwischenstopp. Wir waren ein bisschen in der Stadt und in ein paar der unzähligen Shoppincentern unterwegs. Darunter auch das beruehmte MBK, wo man auch locker einen ganzen Tag verbringen koennte.

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Di

09

Jul

2013

Phnom Penh (II) & Siem Reap

An den 2 weiteren Tagen in Phnom Penh haben wir uns noch einen Tempel angeschaut und uns ansonsten einfach durch die Stadt treiben lassen.

Um euch einen Eindruck davon zu ermitteln, haben wir ein Video einer TukTuk-Fahrt hochgeladen.

Nun stand uns die naechste Busfahrt bevor. Dieses ging mal ging es von Phnom Penh nach Siem Reap. Der Bus war ganz neu, hatte free WiFi, es gab kostenlose Snacks und Drinks. Die Fahrt dauerte 5 Stunden und kostete weniger als 10Euro pro Person. Kein schlechtes Preis - Leistungsverhaeltnis, oder? Die Bewohner am Strassenrand schauten oft recht unglaeubig auf den neuen silbernen Reisebus, der da an ihnen vorbeirauschte.

 

Wir trennen die Bilder ab sofort nach Staedten/Orten, um den Blog uebersichtlicher zu gestalten. Daher geht der Text nun unter der ersten Bildergalerie bzw. dem Videolink weiter.

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So

30

Jun

2013

Phnom Penh & Koh Rong

 

Nach knapp 3 Wochen hiess es also "Tschuess Vietnam" und "Hallo Kambodscha".

Das Koenigreich Kambodscha ist erst seit ca. 15 Jahren wieder von Touristen bereisbar. Vorher herrschten jahrzehntelange Buergerkriege und auch in den Vietnamkrieg war das Land verwickelt. Das schlimmste Trauma erlitt Kambodscha von 1975-1979, als die Roten Khmer an der Macht waren  und innerhalb von 4 Jahren 25% der gesamten Bevoelkerung toeteten. Mit Hilfe der UN wurden Mitte der 90er Jahre Wahlen durchgefuehrt und das Land stabilisierte sich bis Ende der 90er Jahre.

Von Ho Chi Minh City nach Phnom Penh reisten wir, in Ermangelung anderer Moeglichkeiten, per Ueberlandbus.

Es gibt in Kambodscha momentan keinen Zugverkehr. Das Schienennetz ist vorhanden, jedoch mangelt es an passenden Schienenfahrzeugen. Dresinen sieht man gelegentlich.

An der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze wurde, im Umtausch gegen 25 US-Dollar, eine weitere Seite unseres Reisepasses mit einem grossen Aufkleber versehen. Nun duerfen wir 30 Tage im Land bleiben.

Die Fahrt fuehrte vorbei an Reisfeldern und Holzhaeusern auf Stelzen, vermutlich als Hochwasserschutz. Ausserdem ueberquerten wir den Mekong, immerhin der 10. laengsten Fluss der Welt. Da es aber keine Bruecke ueber den Mekong gibt, werden alle Fahrzeuge auf Faehren geladen und somit uebergesetzt.

Der Verkehr ist in Kambodscha aehnlich chaotisch wie in Vietnam. Zusaetzlich werden Pkw, Busse und Motorraeder bis ins Unvorstellbare mit Fracht beladen. Da kommt es schonmal vor, dass Motortaxis 4 Meter hoch sind. Kleinbusse fahren grundsaetzlich mit geoeffneter Hecktuer, da dort zumeist ein Motorroller befestigt ist.

In Phnom Penh haben wir uns ein wenig der Geschichte zugewendet. Wir schauten uns ein ehemaliges Foltergefaengnis der Roten Khmer an und Choeung Ek, eines der sogenannten "Killing Fields".  Dies war eines von vielen Vernichtungslagern die einzig und allein dazu dienten , die eigene Bevoelkerung zo toeten. Heute ist es eine Gedenkstaette, durch die man per Audio-Tour gefuehrt wird.

Ausserdem haben wir uns den Praesidentenpalast und eine Pagoda angesehen. Am ersten Tag hatten wir bereits einen netten Tuktuk-Fahrer gefunden, der uns die ganze Zeit durch die Stadt fuhr und auch viel zur Geschichte erzaehlen konnte. Ausserdem sprach er ein wenig deutsch.

Von Phnom Penh fuhren wir in den Sueden auf die Insel Koh Rong. Die Insel wurde uns als Paradies versprochen und dies sollte sich auch bewahrheiten. Um dorthin zu gelangen, mussten wir jedoch zuerst eine 5-stuendige Busfahrt und eine 4-stuendige Bootsfahrt ueber uns ergehen lassen. Danach waren wir an einem der einsamsten Straende, den man sich vorstellen kann. Dort standen 3 Bungalows, ein Holzhaus und ein kleines Restaurant mitten im Urwald. Die meiste Zeit ueber waren wir die einzigen Gaeste und somit hatten wir den gesamten "Lonely Beach" fuer uns alleine. Der Besitzer, ein Franzose, hat das Gelaende gepachtet und alles selbst gebaut. Er lebt seit 20 Jahren in Kambodscha und seit 10 Jahren nur noch auf Inseln. Unseren rustikalen Bungalow teilten wir uns mit 30cm langen Geckos, ein paar Spinnen und wahrscheinlich noch weiteren Tieren. Die Dusche bestand aus einer Kelle und eiskaltem Brunnenwasser. Strom gab es nur fuer ein paar Stunden am Tag. Wir blieben fuer zweieinhalb Tage und konnten ziemlich gut entspannen. Leider bekam ich (Marco) am zweiten Tag Durchfall und verbrachte den ganzen Tag im Bett.

Von der Insel fuhren wir wieder zurueck nach Phnom Penh, wo wir nun 2 weitere Tage verbringen wollen.

 

Tschau, bis bald, Marco & Heidi

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Sa

22

Jun

2013

Nha Trang & Ho Chi Minh City

 

Uns stand also eine 12-stuendige Nachtbusfahrt von Hoi An nach Nha Trang bevor. Diese Busse sind so konzipiert, dass 40 Personen auf 2 Stockwerken darin Platz finden. Man liegt mit dem Kopf etwas erhoeht, damit der Hintermann seine Fuesse unter den Kopf des Vordermanns stecken kann. Heidi hatte leider einen der schlechteren Plaetze erwischt. Wenn sie sich nach links drehte, schaute sie einem ihr fremden Mann, der nur wenige Zentimeter entfernt lag, direkt in die Augen. Auf dem Bauch schlafen war auch nicht moeglich, was mir zum Verhaengnis wurde. Da die Strassen meist in recht schlechtem Zustand sind und teilweise serpentinenartig verlaufen, war an Schlaf kaum zu denken. Irgendwann gelang es mir aber doch.

Ploetzlich wurde ich von Heidi geweckt, sie war wiederum vom Busfahrer geweckt worden, da wir angekommen waren und bereits alle anderen Fahrgaeste den Bus verlassen hatten. Letztendlich haben wir also doch tief und fest geschlafen.

Reichlich erschoepft liessen wir uns zum Hotel fahren.

Nha Trang liegt direkt am Meer und hat einen kilometerlangen Strand, weswegen auch die vielen Touristen in die Stadt stroemen. Auf der anderen Seite der Stadt erhebt sich eine hohe Bergkette, die wir jeden Morgen beim Fruehstuecken sahen. Ansonsten besteht die Stadt aber aus vielen Betonklotzen und ist weder typisch vietnamesisch, noch schoen.

Als Westeuropaer waren wir in der Stadt eher eine Minderheit. Zu unserem Erstaunen sahen wir ueberall russische Pauschaltouristen. Es gab russische Reklamen, Speisekarten, Hotels usw.

Eine der Attraktionen rund um Nha Trang ist ein Vergnuegungspark namens Vinpearl, der auf einer 3km entfernten Insel liegt. Dorthin gelangt man mit einer Seilbahn, also nix fuer mich als anerkannter Seilbahnhasser. Wir wollten aber trotzdem hin und mir wurde versprochen, dass ich auch mit einer Faehre fahren koenne.

Am naechsten Morgen standen wir also an der Seilbahn/Faehrstation. Heidi stieg in die Seilbahn und ich ging in Richtung Faehre. Wie sollte es anders sein...es fuhr natuerlich keine Faehre. Heidi schwebte bereits in den Lueften und ich schaute ihr hinterher. Da wir keine Handys haben, konnte ich ihr nicht bescheid sagen. Letztendlich musste ich mir ein Schnellboot mit Fahrer mieten, das mich in Hoechstgeschwindigkeit auf die Insel brachte und mehr kostete als der Eintrittspreis. Ich sollte vielleicht mal etwas gegen meine Hoehenangst tun...

Der Vergnuegungspark bestand u.a. aus einem  Aquarium, in dem jedoch viel zu grosse und viel zu viele Fische auf viel zu kleinem Raum schwammen. Ausserdem noch ein Becken mit Schildkroeten. Da das Becken nach oben offen war, sahen sich viele Touristen dazu verpflichtet, die Schildkroeten anzufassen oder sogar Bilder davon mit ihren Smartphones zu schiessen.

Es gab aber auch jede Menge tolle, steile, rasante Wasserrutschen, die letztendlich unseren Tag retteten.

Am zweiten Tag mieteten wir einen Motorroller und schauten uns die lokalen Sehenswuerdigkeiten an, u.a. einen Tempel und eine Pagoda.

Fuer den Abend hatten wir uns bereits Zugtickets fuer den Nachtzug nach Ho Chi Minh City reserviert.

 

Die meisten Leute, die wir waehrend der bisherigen Reise trafen, waren von Ho Chi Minh City wenig angetan und blieben nur kurz in der Stadt.

Uns widerum hat es sehr gut gefallen. Der Baustil wurde von der franzoesischen Kolonialmacht beeinflusst, was sich an gross angelegten Parks und entsprechenden Haeusern zeigt. Die Strassen sind meist recht breit, wodurch wir leichter durch den chaotischen Verkehr kamen. Dazwischen gibt es viele kleine Gassen, in denen ganze Familien in einem Raum leben und an ihrer Eingangstuer Dinge des taeglichen Bedarfs verkaufen. 

In Ho Chi Minh City, wo der Vietnamkrieg mit dem Einmarsch der Vietcong entschieden wurde, gibt es natuerlich ein entsprechendes Museum.

Kurz zur Geschichte: Ho Chi Minh City hiess frueher Saigon und wurde, nachdem der kommunistische Norden den Krieg gewonnen hatte, nach Ihrem ehemaligen Praesidenten Ho Chi Minh benannt. Dieser starb bereits 1969. Hoffentlich habe ich mir alles richtig gemerkt und schreibe hier keinen Mist :-)

Das Museum haben wir uns natuerlich angeschaut und es ging ziemlich unter die Haut. Es war eigentlich eher eine Fotoausstellung, die den Schrecken des Krieges zeigt, ohne jedoch viele Hintergruende zu nennen.

Ein weiterer Punkt auf unserer to-do-Liste war der Besuch des Postamtes. Allein das Gebaeude ist schon den Besuch wert, was jedoch nicht der einzige Grund fuer uns war. Wir hatten mittlerweile einfach zu viele Souvenirs, Klamotten etc. gekauft, sodass wir ein weiteres Paket nach Deutschland schicken wollten. Dies klappte auch wunderbar. Die Postmitarbeiter packen alles fuer einen ein und umwickeln am Ende das komplette Paket mit Klebeband.

Nach zweieinhalb Tagen verliessen wir Ho Chi Minh City per Bus in Richtung Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha.  

 

 

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Fr

14

Jun

2013

Hue & Hoi An

 

So, heute bin mal wieder ich (Heidi) an der Reihe.

 

Marco ist gerade mit dem Roller unterwegs, da nutze ich die Zeit, um mal wieder ein paar Zeilen aufzuschreiben.

 

Nachdem wir (unfreiwilligerweise) mehr als eine Woche in Hanoi verbracht hatten (die letzten beiden Tage dort waren wir dank nicht naeher erwaehnenswerter Magenprobleme ziemlich ausgeknockt), ging es vergangenen Samstag per Nachtzug dann weiter nach Hué. Die Fahrt war besser als erwartet. Um 23.oo Uhr ging es im heissen, lauten, chaotischen Hanoi los. Wir teilten uns eine recht geraeumige 4Bett-Kabine mit einem belgischen Backpacker-Paerchen und haben uns noch eine ganze Weile sehr gut mit den beiden ueber unsere bisherigen Vietnam-Eindruecke und -Erfahrungen unterhalten. In den relativ grossen "Betten" konnten wir gut schlafen, nur manchmal wurden wir durch heftiges Ruckeln aufgeweckt. Als wir am Morgen aus dem Fenster sahen, hatten wir einen wunderbaren Ausblick: alles war gruen. Palmen, Reisfelder, kleine Waelder... herrlich im Vergleich zur Grossstadt Hanoi. Zwischendrin fuhren wir immer wieder durch kleine Doerfer. Gegen Mittag kamen wir in Hué an und waren begeistert: So wenig Verkehr!!! Es waren immer noch viele Roller unterwegs, aber das alles war nichts verglichen mit Hanoi. Hier konnten wir angstfrei die Strasse ueberqueren. Der Taxifahrer sprach verblueffend gut Englisch und Marco, mittlerweile wieder fit im Handeln, hat einen fairen Preis fuer uns klargemacht. Im Hotel wurden wir sehr nett begruesst: Erstmal gabs ein kuehles Handtuch zur Erfrischung, frisches Obst und frischgepressten Mangosaft. Ueberhaupt war das Jade Hotel in Hué das bisher tollste Hotel, in dem wir waren. Am Nachmittag sind wir in die Stadt und haben uns die Zitadelle angesehen. Hué war die fruehere Hauptstadt Vietnams und die Zitadelle war die "Kaiserstadt", ein riesiges Gelaende voller symmetrisch angelegter Gaerten und Gebaeude. Da es extrem heiss war, haben wir dorthin zum ersten Mal ein Cyclo als Transport genutzt. Der arme Fahrer tat mir zwar sehr leid, aber nachdem wir im Laufe der Tage auch Fahrer gesehen haben, die bis zu 5koepfige Familien in ihren Fahrradwaegelchen vor sich hergefahren haben, bin ich der Meinung dass es schon ok war. Auf jeden Fall ein lustiges Erlebnis, auf diese Art durch dir Strassen chauffiert zu werden. Da es uns in Hué so gut gefiel, haben wir unseren Aufenthalt etwas verlaengert. Am zweiten Tag haben wir hauptsaechlich relaxt. Auf dem Weg zur Bank (es war mal wieder ein Geldwechsel noetig) haben wir einen Amerikaner wieder getroffen, den wir schon in der Halong Bucht kennengelernt hatten. Da die Bank ueber Mittag geschlossen war, haben wir uns in Ninas Café ein paar leckere Erfrischungsdrinks gegoennt. War ein nettes Wiedersehen und vielleicht auch nicht das letzte (hier in Vietnam haben eigentlich alle die gleiche Route: entweder von Hanoi nach Saigon oder von Saigon nach Hanoi). Nachdem wir wieder Millionaere waren, gingen wir zum Friseur. Da wir seit gut 8 Monaten nicht mehr beim Friseur waren, wurde es nun langsam aber sicher hoechste Zeit. Und der Friseurbesuch war ein wirkliches Erlebnis!!! Fuer ca. 15Euro zusammen haben wir beide einen super neuen Haarschnitt bekommen, eine ausgiebige Haarwaesche und v.a. (und das war das Allerbeste) eine ca. 30minuetige Gesichtsmassage. Dazu angenehme Entspannungsmusik. Einfach herrlich. Das werden wir auf jeden Fall nochmal machen, also so eine Massage. Das Haareschneiden selbst war auch eine ganz interessante Erfahrung, am Ende standen um mich manchmal alle Mitarbeiter des Friseursalons herum und glaetteten mir abwechselnd von allen Seiten meine Haare und begutachteten interessiert, was da so vor sich ging. Ich kam mir ein bisschen wie ein Versuchskaninchen vor, aber es war ganz lustig und das Endergebnis ist auch gut :)

Am naechsten Tag haben wir uns einen Roller ausgeliehen und sind aus Hué rausgefahren und einfach ein bisschen quer durch die schoene Landschaft. Wir waren u.a. beim Grab bzw. Mausoleum von Khai Dinh. Dieser war von 1915 bis 1925 Kaiser. Von 1920 bis 1931 wurde das riesige Mausoleum fuer ihn errichtet (finanziert durch eine 30%ige Steuererhoehung, da werden sich die Buerger damals gefreut haben). Fuer uns war es auf jeden Fall ein sehr beeindruckendes Gelaende, und das Ganze mitten im Dschungel. Schon Wahnsinn,welch ein Riesenaufwand da fuer einen einzigen Menschen betrieben wurde (seht selbst auf den Fotos).

Nach einem leckeren Mittagessen in einem Restaurant mitten im Nirgendwo ging die Fahrt weiter an den Strand. Der stellte sich leider als nicht so schoen heraus (was vielleicht aber auch am Wetter lag, wolkig und windig). Ausserdem sind wir halt von den Straenden an der Australischen Westkueste auch sehr verwoehnt, da kommt so schnell erstmal nichts ran. Aber die Fahrt dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt, durch die Vororte Hués, vorbei an Tempeln, Friedhoefen, Obstmaerkten, Gefluegelmaerkten und vielem mehr. Wunderbare Eindruecke.

Per Zug ging es am naechsten Tag weiter gen Sueden. Die Strecke zwischen Hué und Da Nang war wunderschoen. Es ging die meiste Zeit direkt an Straenden und Klippen vorbei, auf der einen Seite immer Dschungel, auf der anderen Seite das Meer. Keine Ahnung, wie die Vietnamesen diese Zugstrecke bauen konnten so mitten im bergigen Dschungel, aber wir waren sehr froh, dass sie es getan haben. Von Da Nang ging es dann per Taxi hier her, naemlich nach Hoi An, unserem bisherigen Lieblingsort in Vietnam. Es ist eine wunderschoene Altstadt mit lauter kleinen alten Haeusern, verwinkelten Gassen und unzaehligen kleinen Laeden und Restaurants. Am schoensten ist es, Abends durch die Altstadt zu schlendern, da ist naemlich alles voller bunter Lampions und Laternen, aus Lautsprechern kommt klassische Musik, auf dem Fluss treiben lauter kleine Papier-Seerosen mit einer Kerzen in der Mitte, ueber den Fluss geht eine wunderschoen beleuchtete kleine Bruecke... Das muss man schon gesehen haben, wenn man mal hier ist. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass Hoi An total mit Touristen ueberlaufen ist. Das wollen die Leute hier natuerlich nutzen und sind so andauernd darauf bedacht, einen in ihren Laden oder ihr Restaurant zu locken. Dabei sind sie hier so aufdringlich, wie an keinem anderen Ort bisher in Vietnam. Aus dem Laden heraus, teilweise von der anderen Strassenseite herueber, rufen sieeinem laut "Hello! Come in! Buy something!" zu. Ist natuerlich verstaendlich alles, aber auf Dauer echt ganz schoen nervig. Mittlerweile sind wir schon vom dankenden Ablehnen zum Ignorieren oder bestimmten Nein-Sagen gewechselt, weil sie anders einfach nicht locker lassen. Das ist schon schade und irgendwie ein bitterer Beigeschmack in diesem ansonsten so malerischen Ort. In so manche Laeden und Restaurants haben wir uns aber durchaus locken lassen. Wir haben schon einige huebsche Souvenirs geshoppt und lecker gegessen sowieso (immer kann man ja nicht "Nein" sagen). Jetzt wo ich auch endlich weiss, was das Gewuerz in fast allen vietnamesischen Gerichten ist, das ich nicht mag (Koriander) und mir von unserem Hotelmanager "Ich mag keinen Koriander, bitte geben Sie keinen Koriander in mein Essen" oder so aehnlich aufschreiben hab lassen, zeig ich den Zettel jedes Mal brav vor und bin nun superhappy, immer korianderfrei schlemmen zu koennen. Muss ich mir auf jeden Fall auch fuer Kambodscha und Thailand aufschreiben lassen, wenn wir da sind ;)

Heute gabs mal wieder einen Rollerausflug an den Strand. Der war hier auch richtig schoen und wir haben seit Langem mal wieder am Strand gelegen und relaxt und gelesen und frischen Kokossaft aus Kokosnuessen geschluerft undundund.

Ihr seht, wir lassen es uns hier so richtig gut gehen. Morgen geht es weiter nach Nha Trang, einem weiteren Ort direkt am Meer. Diesmal waren wir aber leider zu spaet dran und es gab keine Zugtickets mehr (ausser "Hardseat", und das wollten wir uns ueber Nacht nicht unbedingt antun). So mussten wir diesmal den Nachtbus als Option waehlen, wovon uns bisher eigentlich immer abgeraten wurde. Aber irgendwie muessen wir ja weiter kommen. Mal sehen, wie die 12stuendige Busfahrt so wird (es sind uebrigens nicht mal 500km bis nach Nha Trang, aber meistens wird nur so 40km/h gefahren). Davon koennen wir euch ja dann beim nachsten Mal berichten.

 

Bis dahin schicken wir euch liebe Gruesse!

 

Heidi + Marco

 

 

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Di

11

Jun

2013

Hanoi (Vietnam)

 

Hallo aus Vietnam!

 

Nachdem wir in Hanoi gelandet waren, mussten wir zuerst einmal wieder ein Taxi organisieren. Zum Glueck hatten wir uns vorher ueber die Preise informiert. Die freundliche Dame am Info-Schalter im Flughafen wollte uns 30USD fuer die Fahrt abknoepfen, im Internet wird dazu geraten ca. 18 USD zu bezahlen. Nach relativen kurzen Verhandlungen wurden wir zu unserem Wunschpreis zum Hotel befoerdert.

Dort angekommen wurden wir herzlichst begruesst und bekamen einige Informationen, wovon wir jeder ca. 25% verstanden. Da vietnamesisch und englisch offensichtlich komplett verschiedene Sprachen sind, ist der Akzent fuer uns sehr schwer zu verstehen. Wir haben aber trotzdem genickt und freundlich gelaechelt.

Am naechsten Tag haben wir uns gleich daran gemacht, die Stadt zu erkunden. Zu allererst muss da der Verkehr erwaehnt werden, dieser ist fuer uns Westeuropaer einfach nur komplett chaotisch und im ersten Moment unfassbar. Wenn die Ampel auf Gruen schaltet, fahren dutzende Motorroller gleichzeitig los. Auf der Mitte der Kreuzung treffen sie dabei auf die verbliebenen Motorroller aus der anderen Fahrtrichtung, die trotz roter Ampel einfach weitergefahren sind. Nun beginnt ein wildes Hupkonzert und jeder bahnt sich seinen Weg durch die Massen. Und nun steht man als Fussgaenger da und fragt sich, wie man jemals diese Strasse ueberqueren soll.

Nach einer Weile wird einem aber klar, dass hinter dem Chaos System steckt. Die Leute geben einfach mehr Acht auf einander und jeder denkt ein bischen fuer den anderen mit. Das Hupen gilt als zusaetzliche Warnung des Neben-Vorder-Hintermannes und damit funktioniert es. Genasou ist es als Fussgaenger. Man laeuft einfach in den Verkehr hinein, schaut abundan nach links und rechts, weicht ein-zwei Motorrollern aus und kommt gesund und munter auf der anderen Seite an. Macht auch irgendwie Spass.

In Hanoi selbst haben wir 5 Tage verbracht und uns verschiedene Sehenswuerdigkeiten angesehen. Wir finden die Stadt "ganz OK". Wie ueberall in Asien gibt es auch hier unendlich viele Moeglichkeiten zu shoppen und gutes lokales Essen auszuprobieren. Die Luftfeuchtigkeit und Temperaturen sind immer sehr hoch, was jeden Spaziergang zu einer schweisstreibenden Angelegenheit macht. Aber das ist vielleicht auch ein bischen "Meckern auf hohem Niveau".

Man muss staendig verhandeln, selbst wenn man nur eine Flasche Wasser kaufen will. So langsam werd ich da aber wieder richtig gut drin. Heidi uebt noch. Die Waehrung macht es uns dabei nicht wirklich leicht. 1 Euro sind umgerechnet 27777.78 vietnamesische Dong. Einige Preise werden dazu noch in US Dollar angegeben. Ausserdem haben wir noch australische Dollar bei uns, die wir nicht mehr rechtzeitig auf unser australisches Konto einzahlen konnten. Da hilft nur Kopfrechnen oder sich manchmal einfach ueber den Tisch ziehen lassen, wenn man zu faul zum rechnen ist.

Mittlerweile verstehen wir den Akzent aber deutlich besser und koennen uns fast problemlos unterhalten.

Neben Hanoi haben wir uns auch noch die Halong Bucht angeschaut. In der gesamten Bucht ragen unzaehlige riesige Felsen aus dem Wasser, das macht sie so besonders. Wir haben eine Nacht auf einem Schiff verbracht und eine weitere in einer kleinen Bucht, die aus lediglich 12 Bungalows und einem Strand bastand. Dort konnten wir herrlich entspannen. Auf dem Weg dahin sind wir an sogenannten "floating villages" vorbeigefahren. Die Bewohner, vornehmlich Fischer, leben mit ihren Familien in kleinen Haeusern quasi auf dem Wasser.

 

Soviel zum ersten Teil der Reise

Bis bald

Marco & Heidi

 

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Mo

03

Jun

2013

Kuala Lumpur (Malaysia)

Hallo aus Kuala Lumpur.

Grad in Asien gelandet, schon wurden wir das erste Mal uebers Ohr gehauen. Wir hatten uns extra im Flughafen ein Prepaid-Taxiticket gekauft, da die Taxifahrer einem sonst hoehere Preise aufschwatzen. Als wir im Taxi sassen, fiel uns auf, dass die nette Dame am Schalter uns (absischtlich?) zu wenig Wechselgeld gegeben hatte.

Danach lief aber alles glatt. Wir waren in einem tollen Hostel untergebracht und freuten uns darueber, dass es endlich wieder ueber 30 Grad hatte. An den chaotischen asiatischen Verkehr gewoehnten wir uns wieder recht schnell. Wobei es in Kuala Lumpur auch noch relativ gesittet zugeht. Die meisten Leute halten sich an rote Ampeln und gehupt wird auch nicht allzuviel. Viele der Busse haben aber anscheinend keinen Endschalldaempfer mehr und dementsprechend hat man Angst um sein Trommelfell, wenn einer der Busse neben einem beschleunigt.

 

Waehrend den 3 Tagen haben wir uns u.a. die Petronas Towers bei Tag und Nacht angeschaut. Die beiden Tower sind 452 hoch und in der Mitte durch eine Bruecke miteinander verbunden. Wahrscheinlich jeder Toursit in KL hat ein Foto von sich vor den Towern, so auch wir. Sieht aber auch wirklich beeindruckend aus. Am Abend haben wir dann eine Tour gebucht, wodurch wir erst auf die Bruecke und anschliessend auf einen der Tower durften und eine herrliche Sicht ueber die Stadt hatten.

In Kuala Lumpur leben ca. 2 Millionen Menschen, auf einer Flaeche die kleiner ist als Dresden. Kein Wunder also, dass die Strassen und Fusswege immer voll sind.

Die Bevoelkerung ist sehr gemischt, besteht aber groesstenteils aus Chinesen und Malaien.

Neben den Towern haben wir uns noch verschiedene Temple angeschaut, wobei der chinesische Thean Hou Temple das absolute Highlight war. Die Bilder bringen es, glaube ich, ganz gut rueber.

Zwischendurch waren wir noch 3-4mal taeglich lecker essen und haben uns nebenbei noch den Bauch mit Suessigkeiten und bunten Getraenken vollgestopft, die ueberall am Strassenrand verkauft werden.

So laesst sichs aushalten.

 

Nach 3 Tagen in dieser faszinierenden Stadt ging es am Freitag weiter nach Vietnam, wo wir seitdem in Ha Noi sind. Bericht und Bilder folgen demnaechst.

Viele Gruesse

Heidi & Marco

 

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Mo

27

Mai

2013

Abschied von Fremantle

So, nun melden wir uns ein letztes Mal aus Fremantle bzw. Australien. In 3 Stunden (3.30Uhr morgens) werden wir zum Flughafen gebracht und in 6 Stunden heben wir ab.

Heute haben wir noch ein grosses Paket auf die Seereise nach Deutschland geschickt. Der Inhalt sind u.a. die vielen Klamotten, die wir hier in den letzten Monaten geshoppt haben. Und noch einige weitere Dinge, die wir nicht mit nach Asien nehmen moechten aber trotzdem behalten wollen. Das Paket braucht ca. 3 Monate bis nach Deutschland, mal sehen wer frueher ankommt.

 

In ein paar Stunden geht es fuer uns erst einmal nach Kuala Lumpur in Malaysia. Dort bleiben wir fuer 3 Tage. Danach fliegen wir nach Ha Noi im Norden Vietnams. Da bleiben wir voraussichtlich fuer ein paar Wochen und reisen mit dem Zug in den Sueden. Anschliessend stehen noch Kambodscha und Thailand auf dem Programm. bevor es im Spaetsommer wieder zurueck nach Deutschland geht.

 

Vor uns liegen also spannende Wochen, auf die wir uns sehr freuen!

 

Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Anbei noch ein paar Eindruecke aus Fremantle.

 

Viele Gruesse

Heidi & Marco

 

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Fr

17

Mai

2013

ch-ch-ch-ch-changes!!!

 

Hallo Leute!

 

 

Es gibt Neues zu berichten.

 

In den letzten Wochen habe wir uns mit dem Verkauf unseres Autos beschaeftigt. Leicht ist es uns nicht gefallen aber es war leider notwendig. Also haben wir es nochmal schick gemacht und inseriert.

Am Anfang waren unsere Preisvorstellungen wohl etwas hoch, aber nachdem wir den Preis ein wenig gesenkt haben, fand sich recht schnell ein neuer Besitzer. Das Auto bleibt sogar in deutscher Hand und faehrt demnaechst schon nach Darwin.

Etwas traurig waren wir schon, aber ein dickes Geldbuendel hat uns getroestet :-)

Ein Teil des Geldes haben wir gleich an AirAsia weitergereicht, die uns dafuer am 28. Mai nach Kuala Lumpur bringen sollen.

Damit neigt sich der Australienaufenthalt dem Ende zu. Insgesamt sind wir nun schon seit 7 Monaten hier und langsam wird es Zeit fuer eine Veraenderung.

Wir hatten eine wirklich schoene Zeit, haben zwei Roadtrips gemacht und damit alles gesehen, was wir sehen wollten.

So langsam schleicht sich bei uns beiden auch ein wenig Heimweh ein, das darf hier gern erwaehnt werden.

Ausserdem ist es hier in Fremantle mittlerweile kaelter geworden. Tagsueber sind es manchmal nur noch 20Grad und nachts sogar nur 10Grad. Koennt ihr euch das vorstellen? Ist furchtbar! :-)

 

Nun beginnt der naechste Teil der Reise, der uns vorrausichtlich durch Suedostasien fuehren wird.  

Mit der genaueren Planung sind wir momentan noch beschaeftigt.

 

Nebenbei arbeiten wir beide noch so viel wie moeglich, um uns damit einen moeglichst langen Asienaufenthalt zu ermoeglichen.

Als wir neulich mal beide am einem Tag frei hatten, was nicht so oft vorkommt, da Heidi immer am Wochenende arbeitet, haben wir uns den Zoo in Perth angeschaut.

Leider haben wir nicht an die momentanen Schulferien gedacht, wodurch der Zoo voller schreiender Kinder war. Naja, wir waren ja frueher auch nicht anders :-) .

Am besten haben uns die, laessig im Baum haengenden, Koalas gefallen. Einer der Koalas war sogar fuer einen kurzen Moment wach.

Zur Erklaerung: Koalas schlafen i.d.R. 20 Stunden am Tag. Den restlichen Tag verbringen sie damit, Eukalyptusblaetter zu essen. Was fuer ein Leben! :-)

 

Viele Gruesse und bis bald

Heidi & Marco

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Mi

17

Apr

2013

Zweiter Roadtrip

Hoppla, da haben wir uns diesmal aber ganz schoen Zeit gelassen mit dem Bericht (SORRY!)...

Doch nun wollen wir von unserem 2. Roadtrip erzaehlen.

Am 2.3. kam unser Besuch muede aber gluecklich in Perth an. Wir haben uns ein paar schoene Tage hier in Fremantle gemacht und am 5.3. ging's dann los Richtung Norden. Diesmal hatten wir uns einen Haenger gemietet, um mehr Platz fuers Gepaeck zu haben. Der Haenger hat sich als echt gute Idee herausgestellt, allerdings musste Marco nun die ganze Strecke alleine fahren, weil ich nicht mit Haenger fahren darf. Aber mir macht das Autofahren hier ja eh nicht so viel Spass, also wars schon ok so.

Unser erster Stopp war ein Campingplatz an einer Bucht in Guilderton. Der ganze Campingplatz war voller Enten, die umhergelaufen sind und nach etwas Essbarem Ausschau gehalten haben. Die waren ganz schoen frech und man musste immer aufpassen, ja nichts offen liegen zu lassen. Direkt hinter dem Campingplatz war das Meer, aber hier war leider eine zu starke Brandung und wir haben das mit dem Schwimmen dann doch mal lieber bleiben lassen. Am naechsten Tag ging es weiter noerdlich und wir kamen an den Pinnacles vorbei. Die kannten Marco und ich ja schon, aber wir fanden es auch beim dritten (fuer Marco) bzw. zweiten Mal (fuer mich) immer noch beeindruckend, durch diese Wuestenlandschaft mit den unzaehligen Kalksteingebilden zu fahren. Fotos gibts davon jedoch hier keine, die haben wir ja schon bei unserem ersten Blogeintrag hochgeladen. Unser Tagesziel war Green Head, wo wir eigentlich eine Sealionstour machen wollten. Freunde von mir hatten das vor einigen Jahren schon gemacht und hatten uns diese Tour empfohlen. Wir freuten uns also schon darauf, bald mit den Seeloewen schwimmen zu koennen. Leider konnte jedoch keine Tour stattfinden, weil das Boot des Veranstalters kaputt war und zudem noch sehr windiges Wetter vorhergesagt wurde. Schade! Aber wir hofften darauf, die Tour auf dem Rueckweg nachholen zu koennen. Der Campingplatz war ganz nett, aber als es dunkel wurde, kamen aus allen moeglichen Ecken die schrecklichen Riesenkakerlaken gekrabbelt. Das war dann schon ganz schoen eklig. Unser naechstes Ziel war der Kalbarri-Nationalpark. Wir machten also am naechsten Tag viele km und kamen bis zu einem Campingplatz kurz unterhalb von Kalbarri. In unserem eigentlich bisher immer sehr hilfreichen und zuverlaessigen Campingfuehrer wurde der als ganz besonders toll angepriesen. Wir wissen bis heute nicht, warum. Es war einfach eine Schotterflaeche auf eine Hochebene. Der Wind hat uns fast umgeweht und in Kombination mit dem Steinboden war der Zeltaufbau ein scheinbar unmoegliches Unterfangen. Nach unzaehligen Platzwechseln und Versuchen hat Marco es dann doch geschafft, die Heringe im Boden zu versenken. Leider war da mittlerweile schon die Sonne untergegangen. Dafuer lies nun der Wind nach und der Sternenhimmel war wirklich beeindruckend. Mitten im Nichts sah man unzaehlig viele Sterne leuchten und konnte die Milchstrasse so gut erkennen, wie selten zuvor. Am naechsten Tag wurde es wahnsinnig heiss. Wir fuhren durch den Kalbarri Nationalpark und genossen an 2 Lookouts die Aussicht auf Fluss und Felswaende. Allerdings hielten wir uns nur kurz dort auf, weil es gefuehlte 50Grad hatte und die Sonne unerbittlich auf uns herab brannte. Also lieber wieder ins Auto und weiterfahren, wieder Richtung Meer. Es ging ewiglange durchs Nichts, der Strassenrand war gesaeumt von toten und unterschiedlich weit verwesten Kaengurus und dann fuhren wir auch noch einem Unwetter entgegen. Der Himmel war dunkelgrau, es blitzte und immer wieder sah man Windhosen. Auf der weiten Strecke gab es nur das Billabong Roadhouse, wo wir uns mit einem Eis erfrischten. Der von uns angepeilte Campingplatz war geschlossen und so mussten wir noch ein gutes Stueck weiter als geplant fahren, Richtung Shark Bay. Dort fanden wir allerdings einen superschoenen Platz in Denham mit direktem Blick aufs tuerkisfarbene Meer. Das Unwetter hatten wir hinter uns gelassen. Doch leider war es bei dem Sand-Stein-Boden mal wieder unmoeglich, das Zelt mit Heringen zu befestigen. Wir schleppten viele grosse Steine heran und befestigten die Zeltschnuere damit. Eine am Ende sehr stabile und zufriedenstellende Loesung. Wir gingen zum Sonnenuntergang noch schnell ins Meer und genossen die Abkuehlung und das glasklare Wasser. Wunderschoen war es hier. Doch uns stand eine fast schlaflose Nacht bevor. Es war auf einmal wieder voellig windstill und die Temperaturen wollten auch nachts einfach nicht sinken. Irgendwie haben wir dann aber doch das ein oder andere Stuendchen Schlaf abgreifen koennen. Und am naechsten Tag hatte ich Geburtstag, juhu! Es gab einen Geburtstagskuchen mit Kerzen und ein paar tolle Geschenke: Haarspangen (rot mit weissen Punkten!!!), ein Beatles-Ukulele-Buch und Konzerttickets fuer die Kooks (die spielen im Mai hier in Freo). Wir machten uns einen gemuetlichen Tag und relaxten am Strand. Immer wieder mussten wir in die ueberdachte Campingkueche fliehen, dem einzigen schattigen Plaetzchen weit und breit. In der groessten Hitze konnte man es nur da aushalten. Verrueckt, so einen heissen Geburtstag hatte ich echt noch nie. Abends gab es dann noch ein Geschenk. Lisa und Mama zauberten ein riesiggrosses und tolles Geburtstags-BBQ, lecker! So ein schoener Geburtstag! Die Party ging allerdings nicht allzu lange, denn am naechsten Morgen mussten wir frueh aufstehen. Wir fuhren nach Monkey Mia, wo es jeden Morgen eine Delfinfuetterung am Strand gibt. Da kommen ein paar freilebende Delfine an den Strand geschwommen und bekommen ein paar Fische. Das klingt jetzt gar nicht so cool, wie es eigentlich ist, deswegen will ich es euch kurz genauer beschreiben: Die Besucher muessen Abstand halten und stehen nur mit den Fuessen im Wasser. Dann gibt es zwei Tierpfleger die im Wasser stehen und ganz viel ueber die Delfine erzaehlen. Die kennen sich echt supergut aus und konnten alle Fragen beantworten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Delfine einen rosa Bauch bekommen, wenn sie sich freuen und aufgeregt sind? Nach und nach kamen dann ein paar Delfine ganz nah und die Pfleger wussten immer gleich, wer es ist und haben ganz viel ueber jeden einzelnen Delfin erzaehlt. Der Hoehepunkt war dann, dass ein paar der Besucher ausgewaehlt wurden, die dann einen Delfin mit einem Fisch fuettern durften. Meine Mama hatte das Glueck und wurde ausgewaehlt. Neben den Delfinen gab es aber noch mehr Tiere in Monkey Mia zu sehen, z.B. Pelikane und Emus. Marco und ich wollten dann noch Schnorcheln, aber leider gabs da "Stingers" im Wasser. Das sind minikleine Quallen, mit dem blossen Auge nicht zu erkennen. Aber dafuer spuert man sie umso besser. Wo sie einen beruehren, brennt es und man bekommt rote Striemen auf der Haut. Nicht so schoen. Also sind wir zum Schwimmen und Schnorcheln dann lieber wieder zurueck nach Denham. Ein cooles kleines nachtraegliches Geburtstagsgeschenk hab ich mir in Monkey Mia noch selbst gemacht: einen Haifischring, yay! Die darauffolgende Nacht war wieder kurz, denn wir hatten einen Ausflug in den Francois Peron Nationalpark geplant. Wieder ging es also frueh los. Am Park-Eingang muss man die Luft in den Reifen reduzieren, weil die Wege in den Nationalpark sehr sandig und weich sind. Das war vielleicht eine abenteuerliche Fahrt! Wir wurden ganz schoen durchgeschaukelt. Marco musste sich konzentrieren und riss das Lenkrad hin und her. Er war ein toller Fahrer und hat uns sicher durch den Nationalpark chauffiert. Wir hielten an verschiedenen Stellen an. Die Aussicht war wahnsinnig beeindruckend: Hier traf rote Erde auf weissen Sand und der dann auf tuerkisfarbenes Wasser. Einmalig! Am besten war eine Aussichtsplattform ganz im Norden des Parks. Von dort aus konnte man runter aufs Meer blicken. Und was einem da geboten wurde, war schon nicht schlecht. Wir sahen Wasserschildkroeten, Seeschlangen, Riffhaie, Mantarochen und unzaehlige Fische natuerlich. Man haette ewig dort stehen bleiben und die Aussicht geniessen und alles in sich aufsaugen koennen. Doch auch hier war man der unerbittlichen Sonne ausgesetzt und so mussten wir irgendwann dann doch schweren Herzens wieder zurueck zum Auto und nach Denham. Abends waren wir von dem Abenteuer-Ausflug ganz schoen geschafft. Ausser einer Partie Romme war nicht mehr viel drin. Nach den schoenen Tagen und Erlebnissen bei Shark Bay ging es am naechsten Tag weiter nach Carnavon. Auf dem Weg dorthin machten wir noch am Shell Beach Halt. Das ist ein Strand, der aus lauter kleinen Muscheln besteht. Es war aber wieder unglaublich heiss. Also haben wir nur ein paar Fotos gemacht und weiter ging die Reise. Carnavon ist eine weniger schoene Stadt, in der wir nur zum Einkaufen, Tanken und Uebernachten Halt machten. Dafuer war das Ziel des naechsten Tages umso schoener, eigentlich der schoenste Platz der gesamten Reise: Coral Bay. Ein winziger Ort, der eigentlich nur aus 2 Campingplaetzen und ein paar kleinen Cafes und Geschaeften besteht. Aber die Bucht war wirklich einmalig schoen. Das Wasser war unglaublich warm und wieder wahnsinnig klar. Wenn man ein paar Meter reinging, kamen gleich ein paar Fische (Snapper) und schwammen um einen herum. Man brauchte hier eigentlich gar keine Schnorchel-Ausruestung, man konnte sowieso immer bis auf den Grund sehen und alles erkennen. Einen Stachelrochen gabs auch (Jochen, der Rochen) und lustige Nasenfische (die fand ich persoenlich am coolsten). Die sind ganz lang und duenn und haben eine rote "Nasenspitze", sieht fast so aus als haetten sie Schnupfen. Ach ja, die heissen natuerlich nicht wirklich Nasenfische, aber ich hab sie eben so genannt. Hier fing das Ningaloo-Riff an und ein paar Meter vom Strand entfernt konnte man die ersten Korallen sehen. Ein Traum fuer Schnorchelfans wie uns. Hier machten wir es uns ein paar Tage richtig schoen und genossen abwechselnd Meer und Strand und dann wieder den Schatten, den wir dank unserers Sonnensegels an unserem Campingplatz hatten. Marco und ich erfuellten uns hier einen Traum und buchten eine Schnorcheltour, bei der wir dann auch tatsaechlich mit einem Whale Shark (Walhai) geschwommen sind. Wir wussten schon lange, dass wir das machen wollen. Aber diese Touren kosten normalerweise an die $400, also schon ne ganze Menge. Wir hatten aber Glueck. Die Walhai-Saison war noch nicht wirklich losgegangen und so wurde uns eine Ecotour angeboten, mit verschiedenen Schnorchelgaengen. Man sollte Schildkroeten und Mantarochen zu sehen bekommen. Das Ganze kostete nur $175. Und wenn ein Walhai gesichtet wuerde, wuerde man mit diesem schwimmen duerfen (fuer $100 mehr). Es wurde uns nicht garantiert (das kann man ja eh nicht, immerhin sind es freilebende Tiere), aber als sehr wahrscheinlich eingestuft. Und so machten wir uns mit ca. 15 anderen Touristen auf, die Unterwasserwelt zu erkunden. Schon beim ersten Schnorchelspot gab es wahnsinnig viel zu sehen. Weiter draussen im offenen Meer war das Korallenriff natuerlich viel beeindruckender und es gab unzaehlige Fische in den verschiedensten Farben, Formen und Groessen zu sehen. Eine wunderschoene Atmosphaere und ein tolles Gefuehl, so zwischen all den Fischen und Korallen umherzuschwimmen. Und noch dazu gab es dieses ganz besondere Unterwassergeraeusch, so ein ganz leises Knacken. Wir haben leider vergessen zu fragen, wodurch dieses Geraeusch entsteht, daher haben wir hier selbst keine Erklaerung fuer euch. Aber wir laden auch ein paar Videos hoch, vielleicht koennt ihr da das Geraeusch erkennen. Und vielleicht weiss ja sogar jemand von euch, wer oder was dafuer verantwortlich ist, dann bitte Nachricht an uns :)

Auf jeden Fall wollten wir gar nicht mehr aus dem Wasser. Aber auf einmal hiess es, dass ein "grosser Fisch" gesichtet wurde. Juhu, es ging also auf zu einem Whale Shark. Uns wurde an Bord noch so einiges ueber diese tollen Tiere erzaehlt und erklaert, dass wir immer 3-4m Abstand halten muessten beim Schnorcheln. Wir setzten unsere Taucherbrillen auf und zogen unsere Flossen wieder an und setzten uns alle auf den hinteren Teil des Bootes. Auf Kommando liessen wir uns ins Wasser gleiten. Es dauerte einen kurzen Moment, bis man durch all die Luftblaeschen den riesigen Whale Shark erkennen konnte. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefuehl. Der Walhai schwamm ganz gemaechlich so vor sich hin und liess sich von uns ueberhaupt nicht stoeren. Wir schwammen neben und hinter ihm her, immer in sicherem Abstand. Das war wirklich ein ganz besonderer Augenblick und ein Gefuehl, das man schwer beschreiben kann. So eine ganz spezielle Atmosphaere, eine Mischung aus totaler Ruhe und Ehrfurcht und gleichzeitig hat man so eine innerliche Aufregung und so einen Adrenalinschub, einfach hammer! Wir durften insgesamt drei Mal mit diesem wundervollen Tier schnorcheln, immer fuer ein paar Minuten. Manchmal schwamm er allerdings doch schneller und man musste sich ganz schoen anstrengen, um hinterher zu kommen. Wir haben auch ein Video davon hochgeladen. So koennt ihr ein bisschen einen Eindruck davon bekommen, was wir da Einmaliges erleben durften. Walhaie sind uebrigens die groessten Haie und die groessten Fische der Gegenwart.  Laut Wikipedia war das laengste bisher gemessene Exemplar 13,7m lang. Da war "unser" Walhai im Vergleich dann eher klein, so ca. 5-6m. Aber uns hat das vollkommen ausgereicht, das glaubt mal! Ach ja, und sie ernaehren sich uebrigens von Plankton und anderen Kleinstlebewesen, kein Grund zur Sorge also. Wieder zurueck an Bord mussten wir diese Eindruecke erstmal verarbeiten. Leider war ich wohl eine Spur zu sehr aufgeregt und erschoepft von allem und noch dazu wurde ich ploetzlich ein wenig seekrank. Das war nervig, wurde aber zum Glueck bald wieder besser. Dann gab es noch einen Schorchelgang mit Mantarochen, den ich persoenlich jedoch lieber ausfallen hab lassen. Ich hab aber wohl nicht viel verpasst, der gesichtete Mantarochen ist sofort in die Tiefe angetaucht und war nur ganz kurz zu sehen. Anschliessend gab es ein lecker Mittagsbuffet und genug Zeit zum Ausruhen. Danach gab es noch einen letzten Schnorchelgang. Das war dann nochmal ein gigantisches Finale. Wir sahen nochmal ganz viele neue bunte Fische, tolle Korallenunterwasserlandschaften und (juhu!) Haie. Heidi Haifisch ist also tatsaechlich mit Haien geschwommen. Ich hatte auch gar keine Angst, weil das sind ja meine Freunde ;) Nein, es waren "nur" Riffhaie und uns wurde gesagt, dass die wohl mehr Angst vor uns haetten als umgekehrt. Eine Unterwasserschildkroete gabs dann auch noch. Wir waeren am liebsten noch ewig im Wasser geblieben. Das war echt das Highlight unserer bisherigen Reise und ein einmalig toller Tag.

Unseren letzten Tag in Coral Bay haben wir dann nochmal mit Relaxen am Strand verbracht und zum Abschluss gabs abends lecker Fish & Chips. Nun ging es auf zu unserem letzten Ziel, nach Exmouth. Wir waren ja schon einiges an Hitze gewohnt, aber hier war es echt kaum auszuhalten. Es hatte staendig ueber 40Grad und wir waren dankbar, dass unser Campingplatz einen Pool mit schattenspendenden Palmen ringsherum hatte. Dort verbrachten wir in den naechsten Tagen sehr viel Zeit, weil man bei diesen Temperaturen nicht wirklich viel anderes unternehmen konnte. Doch auch am Campingplatz gab es viel zu sehen, vor allem Tier-technisch. Es gab massenhaft weisse Papageien, ein paar Kaengurus und Emus. Ab und an konnten wir uns dann doch aufraffen und machten Ausfluege in den nahegelegenen Cape Range Nationalpark. Dort gab es wieder tolle Straende und Schnorchelspots. Ein Schiffswrack konnte man auch entdecken. Und den Turtle Beach, einen Strand an dem kleine Babyschildkroeten aus ihren Eiern schluepfen und sich auf den Weg ins Meer begeben (wenn sie es soweit schaffen). Leider haben wir hier nur leere Eierschalen und Schildkroetenspuren im Sand gesehen, aber immerhin. Der beste Strand war jedoch Turquoise Bay, eine Bucht die ihren Namen wirklich verdient. Hier gab es nochmal ein tolles Schnorchelerlebnis fuer uns: Direkt an der Bucht entlang verlief ein langes Stueck Korallenriff. Noch dazu gab es hier eine ganz besondere Stroemung. So brauchten wir nur ein paar Meter hinausschwimmen und konnten uns dann ueber die Korallen und tausende von bunten Fischen hinwegtreiben lassen. Dort sahen wir auch zum ersten Mal einen Papageienfisch. Der war ganz schoen gross, hatte wunderschoene Farben und ein lustiges Maul (nennt man das bei Fischen Maul?!). Man konnte richtig die Zaehne erkennen, mit denen er die Korallen anknabberte (siehe Video!!!). Wir waren wieder schwer begeistert und waeren am liebsten ewig im Wasser geblieben.

Fuer unseren Besuch war das ein tolles Finale, denn kurz spaeter ging es zurueck ins kalte Deutschland (von + 40Grad auf -2Grad, ein ganz schoener Temperaturunterschied).

Marco und ich hatten nun noch ein paar Tage Zeit fuer die Rueckfahrt nach Fremantle. Wir hielten nochmal in Coral Bay an, wo wir ein letztes Mal in dem glasklaren Wasser schwimmen wollten. Um etwas Geld zu sparen, uebernachteten wir nun 2x auf Rastplaetzen direkt neben dem Highway. Marco konnte unzaehlige LKW-Fotos machen und war rundum gluecklich. Nun kamen auch endlich unsere Fliegennetze zum Einsatz, ohne die wir es hier nicht ausgehalten haetten. Sobald man im Outback aus dem Auto aussteigt, sind sofort unzaehlige kleine Fliegen um einen herum. Aber irgendwas ist ja immer.

Dann fanden wir noch einen schoenen kleinen Campingplatz, mal wieder direkt am Strand (Coronation Beach). Hier waren wir die einzigen Nicht-Surfer weit und breit. Zum Schwimmen war es hier zu stuermisch und der Strand war leider voller Algen. Aber immerhin konnten wir ein paar tolle Fotos machen ;)

Wir hofften immer noch, dass wir nun auf dem Rueckweg die Sealionstour in Green Head machen konnten, doch das Boot war immer noch nicht repariert worden. Also machten wir Halt in Jurien Bay, dem Nachbarort, und hofften auf eine Tour in den folgenden Tagen. Doch dann wurde das Wetter leider schlagartig schlecht. Es wurde kalt und regnete fast ununterbrochen, so dass man gar nichts unternehmen konnte. Wir sassen den ganzen Tag in der ueberdachten Campingkueche und schauten uebers Internet Tatort. Als Marco dann auch noch einen Ausschlag am Ruecken bekam, bei dem es sich laut Apotheker um eine Guertelrose handelte, entschieden wir uns fruehzeitig nach Fremantle zurueckzufahren.

Hier sind wir nun wieder in unserem kleinen Doppelzimmer im Hostel. Marco hat sich wieder gut erholt und mittlerweile sind wir wieder fleissig am Arbeiten. In den letzten Tagen haben wir unser Auto nochmal so richtig fit und huebsch gemacht, da wir es nun gerne verkaufen wuerden. Drueckt uns die Daumen, dass wir es zu einem guten Preis loswerden, immerhin wollen wir uns von dem Geld unsere weitere Reise und dann auch irgendwann das Rueckflugticket nach Deutschland finanzieren.

 

Anbei noch eine Karte von unserer Strecke:

 

http://goo.gl/maps/dc0Sg

 

So, nun wuenschen wir euch viel Spass beim Fotos- und Videos-Ansehen! Und geniesst den endlich eingekehrten Fruehling!

Liebe Gruesse und bis zum naechsten Mal, Heidi + Marco.

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Di

05

Mär

2013

Ab in den Norden!

Heute nur ganz kurz, denn wir haben noch viel zu erledigen und dann geht es im Laufe des Tages los Richtung Norden und unser 2. Roadtripabenteuer beginnt.

In den letzten Wochen waren wir mal wieder sehr fleissig am Arbeiten.

Marcos Fuss geht es inzwischen wieder richtig gut, alles wieder heile.

Dafuer hat uns unser Auto einige Probleme und Sorgen bereitet. Nach verschiedensten Werkstaetten-Checks und -Meinungen scheint nun aber immerhin festzustehen, dass es NICHT der Zylinderkopf ist. Marco ist gerade nochmal unterwegs zu einem letzten Check bevor wir losfahren, aber im Grossen und Ganzen ist jetzt alles wieder in Ordnung. Wollen wir hoffen, dass das so bleibt und unser geliebter Pajero durchhaelt. (Tausend Dank an dieser Stelle an Justus fuer die Ferndiagnose und Unterstuetzung!)

Seit Samstag haben wir nun wieder Besuch, diesmal sind es meine Mama und Schwester. Mit ihnen fahren wir in den naechsten Wochen bis nach Exmouth hoch. Was wir da alles erleben und sehen werden, erzaehlen wir euch, sobald wir zurueck sind. Das dauert jetzt aber erstmal eine Weile.

Wir freuen uns auf neue Erlebnisse, Erfahrungen und Abenteuer :)

 

Bis bald, macht's gut! Liebe Gruesse von Heidi und Marco.

 

P.S. Das Foto stammt von einer Kostuemparty, die hier neulich im Hostel stattgefunden hat. Thema war "Kindheitshelden".

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Mo

11

Feb

2013

kaputter Fuss

Eigentlich sollte es eine ganz normale Woche werden...doch es kam anders.

Am Montag mussten meine Haare mal wieder gekuerzt werden. Eine Hostelmitbewohnerin kann das recht gut und hatte mir im Dezember schon eine neue schicke Frisur verpasst. Ihre Haarschneidemaschine war leider nicht auffindbar und daher nahmen wir meine. Ich hatte mir in Indien einen Rasierer/Haartrimmer gekauft. Lief alles recht gut. Als sie schon fast fertig war passierte es! Die Maschine war auf 6mm eingestellt aber rasierte meine Haare auf 1mm ab. das Ergebnis kann man auf dem Bild sehen. Ich trage nun noch oefter einen Hut!

Am Donnerstag sollte mein letzter Arbeitstag fuer diese Woche sein, ich wollte mir ein langes Wochenende goennen. Donnerstagnachmittag musste ich bei Meaghan einen grossen, massiven Blumentopf tragen. Da der Topf zu schwer fuer mich allein war, half mir jemand. Wir trugen den Topf zusammen, ich lief rueckwaerts, stolperte, fiel hin und der Topf mittig auf meinen linken Fuss.

Damit war der Arbeitstag vorzeitig beendet. Ich kuehlte den Fuss aber er schwoll immer mehr an. Es blieb uns also nicht anderes uebrig, als ins Krankenhaus zu fahren.

Nach stundenlangem Warten wurde ein Ultraschallbild gemacht, auf dem aber nicht ersichtlich war, ob der Fuss gebrochen ist oder nicht. Ich bekam vorsichtshalber einen Gips und sollte am naechsten Tag wiederkommen, da nun eine Kernspintomographie gemacht werden sollte.

Wir verbrachten die Nacht in Angst und Schrecken, denn ein gebrochener Fuss wuerde unsere Plaene ziemlich durchkreuzen.

Am naechsten Tag stellte sich gluecklicherweise heraus, dass es sich nicht um einen Bruch handelt. Anscheinend nur eine schwere Prellung, so genau wurde uns das nicht gesagt. Ich solle das Bein wenig belasten und abwarten bis es besser wird. Der Gips wurde zum Glueck auch wieder entfernt.

Nun habe ich also unerwarteten Urlaub, auch nicht schlecht. Bei momentan knapp 40 Grad macht das Arbeiten eh keinen Spass. :-)

Die Auslandskrankenverischerung zahlt die Krankenhauskosten und somit ist alles gar nicht so schlimm wie zuerst vermutet.

 

Naechstes Mal gibt es hoffentlich wieder einen positiveren Bericht.

 

Marco

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So

03

Feb

2013

Roadtrip Teil II

Und hier kommt die Fortsetzung:

 

Nach den tollen Strandunternehmungen bei Denmark ging es weiter zum eigentlichen Straende-Mekka: Esperance. Auf dem Weg dahin machten wir nochmal Halt an einem schoenen Nationalpark-Campingplatz (Quagi Beach). Als wir am naechsten Tag in Esperance ankamen, ging es erstmal ins Visitor-Centre. Dort konnten wir kostenlos unsere Handys, Fotoakkus und den Laptop aufladen. Hier hatten wir nach Laengerem auch mal wieder Empfang und so konnten wir Mails lesen und mit den Lieben zuhause telefonieren. Dann folgte noch ein ausgiebiger Einkauf. Wir hielten uns nicht lange in Esperance auf, weil wir lieber so frueh wie moeglich am Campingplatz bei Lucky Bay ankommen wollten, der uns von einem hollaendisch-australischen-Rentnerpaerchen ans Herz gelegt worden war. Wir kamen rechtzeitig an und konnten uns einen Platz fuer die naechsten zwei Naechte sichern. Fuer mich (Heidi) war dieser Platz das absolute Highlight des Trips. Der Campingplatz lag auf einem Berg von dem aus man die herrliche Bucht sehen konnte. Wir parkten den Pajero so, dass wir morgens nur den Kofferraum aufmachen mussten und dann den direkten Blick aufs Wasser geniessen konnten. Das Wasser war tuerkisfarben und kristallklar und der Sand war der Wahnsinn. Abgesehen vom Whitehaven Beach auf den Whitsunday Islands (Ostkueste Australiens) damals, hab ich noch nie so einen Sand gesehen und unter meinen Fuessen gefuehlt. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich will es dennoch versuchen. Der Sand ist weiss und ganz ganz fein. Auf Englisch heisst dieser Sand "silica sand", uebersetzt wird silica mit Quartz oder Kieselerde. Am Strand von Lucky Bay war der Sand ganz fest und kuehl und wenn man eine Weile am gleichen Ort stehengeblieben ist, ist man etwas in die Sand-Wasser-Mischung eingesunken. Und wenn man gelaufen ist, hat es unter den Fuessen gequietscht. Das hat ganz schoen Spass gemacht! Ok, jetzt aber genug erzaehlt von dem Sand, das muss man einfach selbst mal sehen und spueren (und hoeren).

Was abgesehen von dem tuerkisfarbenen Wasser und dem weissen Sand noch einmalig toll war an Lucky Bay waren die Kaengurus. Die waren da ganz zahm und zutraulich. Eine Gruppe Kaengurus lebt da am Strand und Campingplatz und die sind an die Menschen da gewoehnt. Sie kommen ganz nah her und sind manchmal schon fast ein bisschen zu zutraulich. Marco und ich haben am ersten Abend den Muellbeutel nicht in die Container geworfen, sondern nur am Dachtraeger vom Auto festgeknotet. Und als wir grad eingeschlafen waren... nun, ihr koennt euch sicher denken, was da passiert ist. Wir wurden von einem Kratzen und Klopfen am Auto geweckt und das Auto hat leicht geschaukelt. Im ersten Moment sind wir echt ganz schoen erschrocken, aber dann war uns schnell klar, was los war. Als wir den Vorhang zurueckzogen und mit der Taschenlampe zum Fenster rausleuchteten, blickten wir direkt in 2 grosse Kaenguruaugen. Marco ist dann todesmutig aufgestanden und hat den Muellbeutel entsorgt. Das suesseste Kaenguruerlebnis hatten wir am zweiten Tag am Strand. Da war eine kleine Kaengurufamilie unterwegs: Papa, Mama und Baby. Und das Bakykaenguru hat aus dem Beutel seiner Mama rausgeguckt. Und als sich die Kaegurumama runtergebeugt hat, um Gras zu fressen, hat das Kaengurubaby sich auch aus dem Beutel rausgebeugt und mitgefressen. Schon sehr suess. Das Ganze haben wir vom Auto aus gesehen, weil wir mal wieder mit dem Pajero an den Strand gefahren sind. Leider war das Wetter mittlerweile ziemlich schlecht geworden. Es war recht frisch und windig. Der Himmel war durchgehend bewoelkt und grau. Kein so tolles Strandwetter leider. Aber weil der Strand gar so einmalig schoen war, war mir das egal und so hab ich kurz entschlossen den Bikini angezogen und mich auf den Weg ins Wasser gemacht. Marco ist (mutig wie er ja ist) mitgekommen. Wir sind losgerannt und haben uns in die Wellen gestuerzt. Das Lustige war, dass es sich im Wasser waermer angefuehlt hat, als an der Luft. Trotzdem sind wir nicht so lange drin geblieben und beim Rauskommen haben wir uns ueber die Handtuecher gefreut, die uns Marcos Mama bereitgehalten hat.

Im Laufe des Tages ist das Wetter immer noch schlechter geworden und am Abend hat es dann auch zu nieseln begonnen. Wir mussten zum Abendessen einen Unterstellplatz aufsuchen, das war dann weniger gemuetlich. Auch am naechsten Tag war es weiterhin bewoelkt und wir haben einfach einen Ausruhtag eingelegt. Ich hab mit unserem Nachbarn Jens Ukulele-Erfahrungen ausgetauscht und wir haben mal wieder gekniffelt. Marcos Eltern haben eine Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Bloedes Timing, dass an diesem tollen Strand so schlechtes Wetter war, aber wir waren ja trotzdem schwimmen. Und zum Glueck war es die meiste Zeit trocken.

Am Sonntag regnete es sich dann allerdings so langsam aber sicher ein und wir fuhren zurueck nach Esperance, wo wir noch den Tourist Drive entlangfuhren (eine Strasse, die direkt an der Kueste entlangfuehrt, ein Strand schoener als der andere). Wir genossen den Ausblick, aber meist nur vom Auto aus. Dann hiess es Abschied nehmen vom Meer. Zumindest vorerst. Wir hatten eine weite Strecke vor uns, es ging nun ein gutes Stueck Richtung Norden nach Coolgardie. Die Fahrt dorthin war weniger spektakulaer. Es gab kaum Ortschaften und nur ganz selten kam uns mal ein Auto entgegen. Fast haette ich da eine Wette gewonnen. Wir hatten naemlich gewettet, wie viele Autos uns wohl innerhalb 1 Stunde entgegenkommen wuerden. Marcos Eltern waren mit 4 und 5 schnell ausgeschieden, und ich schien die Wetter zu gewinnen. Ich hatte 12 getippt, Marco 13. Doch 20 Sekunden bevor die Zeit ablief, kam uns dann doch das 13te Auto entgegen. Knapp, knapp...

Je naeher wir den Minenstaedten Coolgardie und Kalgoorlie kamen, desto groesser wurde die Freude bei Marco. Warum? Weil immer mehr LKWs unterwegs waren. Und deswegen soll Marco jetzt mal uebernehmen und euch von Coolgardie und Kalgoorlie erzaehlen ;)

 

Geht klar!

 

Manchmal bin ich halt leicht zu begeistern. Aber da sind die Lkw's mehr als 30 Meter lang, ist das nicht verrueckt? Weiter ausfuehren tue ich das jetzt mal nicht, ihr koennt ja nachfragen falls ihr dazu Fragen habt.

 

Immernoch total begeistert, aufgrund der gewonnenen Wette, lenkte ich das Auto in Richtung Coolgardie. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns, es regnete eigentlich ununterbrochen. Daher entschlossen wir uns in dieser Nacht einen Campingplatz mit Bungalows aufzusuchen.

Der erste Campingplatz war ziemlich heruntergekommen aber mit dem zweiten hatten wir Glueck und bekamen einen Bungalow mit 4 Betten. Der Besitzer war anscheinend total dement, denn als ich ihn 1 Stunde nach dem Einchecken wieder aufsuchte, hatte er vergessen wer ich bin, in welchem Bungalow wir sind, wie lange wir bleiben, etc.

Die Stadt an sich war auch total strange. Die Gegend um Coolgardie und Kalgoorlie hat vor weit ueber 100 Jahren einen Goldrausch erlebt und wurde nur deswegen aus dem Boden gestampft.

In Kalgoorlie gibt es immernoch riesige Minen und Wohlstand aber in Coolgardie ist davon nichts mehr zu spueren. Durch die Stadt fuehrt eine unglaublich breite Strasse, auf der aber fast kein Verkehr herscht. Der groesste Teil der Bevoelkerung ist anscheinend schon vor laengerer Zeit "gefluechtet" und hat einfach alles zurueckgelassen. Wir sind an Geschaeften vorbeigelaufen, die noch komplett eingerichtet waren, aber in denen (aufgrund der Staub-und Dreckschicht) offensichtlich schon lang kein Leben mehr ist. Passend dazu wird Coolgardie auch "Ghost town" genannt.

 

Am Sonntagabend waren wir also in Coolgardie angekommen und blieben bis Dienstagmorgen. Den Montag verbrachten wir in Kalgoorlie. Dort gab es einiges zu sehen. Zuerst fuhren wir zum "Royal Flying Doctor Service of Australia". Diese Organisation fliegt Doktoren in abgelegene Gebiete im Outback zur Versorgung der dort lebenden Menschen. Tolle und wichtige Sache. Und im Besucherraum gab es viel zu erfahren ueber die Idee, Entstehung und Entwicklung der Fliegenden Aerzte. Sehr interessant!

Danach wollten wir uns eigentlich einen riesige Goldmine anschauen, kamen aber vorher an einem Besuchercenter vorbei. Dort konnte man sich die riesigen Maschinen gleich mal aus der Naehe anschauen. Ausserdem konnte man, sehr touristenfreundlich, selbst Gold schuerfen oder es zumindest versuchen. Heidi war mit grosser Freude dabei und sich sicher, Gold gefunden zu haben. Wir liessen sie in dem Glauben, denn das war unsere einzige Moeglichkeit, sie von da ueberhaupt wieder wegzubekommen :-)

 

(Kurzer Zwischenkommentar von Heidi: Ich bin mir nach wie vor sicher, dass es Gold ist, was ich da gefunden hab. Und alle Skeptiker bekommen spaeter mal nichts von meinem Reichtum ab. So!)

 

Nun schauten wir uns noch die Goldmine von der Besucherplattform an. Die riesigen Maschinen waren nun auf einmal auf Modellbaugroesse geschrumpft.

Voller toller Eindruecke fuhren wir zurueck in unsere Unterkunft nach Coolgardie.

 

Am Dienstagmorgen traten wir die Rueckreise nach Perth an. Das Wetter hatte sich waehrenddessen total gewandelt. Am Sonntag war es noch kalt und es regnete, nun war keine Wolke mehr zu sehen und das Thermometer kletterte auf 42 Grad! Wir stoppten unterwegs kurz zum Einkaufen und mussten die Weiterreise schneller antreten als uns lieb war, da wie aus dem Nichts ein heftiges Unwetter aufzog. Wir entkamen unbeschadet.

Am Abend waren wir kurz vor Perth angekommen und uebernachteten noch ein letztes Mal auf einem Campingplatz. Mittwoch fuhren wir dann die letzten Kilometer nach Fremantle bzw. Cottesloe zu Meaghan.

Bei Ihr arbeiten wir beide gelegentlich und da sie fuer eine Woche in den Urlaub wollte, fragte sie uns schon vor ein paar Wochen, ob wir waehrend der Zeit auf ihr Haus "aufpassen" wollen. Nun war es also so weit und wir bekamen eine Einweisung in Alarmanlage, Katzenbetreuung, Gartenpflege etc.

Meine Eltern konnten praktischerweise auch gleich da uebernachten. Am naechsten Morgen mussten wir um 3Uhr aufstehen um meine Eltern zum Flughafen zu bringen. Dass wir zu spaet am Flughafen ankamen erwaehne ich jetzt nur am Rande, ist ja nochmal gutgegangen...

 

Anbei noch ein Karte von unserer gesamten Strecke, bitte dazu > hier < klicken.

 

Damit geht die Geschichte zu Ende.

Schee wars!

 

Nun sind wir wieder zurueck im Hostel in Freo und schon wieder fleissig am Arbeiten und am Sparen fuer den naechsten Trip, der dann Anfang Maerz ansteht. Bis dahin gibts sicher wieder erstmal wenig Spannendes zu erzaehlen, also koennte es mit dem naechsten Eintrag wieder etwas laenger dauern.

 

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Mi

23

Jan

2013

Roadtrip Teil 1

Oh je, wieder einmal ist der letzte Eintrag eine ganz schoene Weile her...

In der Zwischenzeit ist viel passiert, was wir hier aufschreiben wollen.

Bis Anfang Januar haben wir ja hauptsaechlich gearbeitet. Weihnachten hat sich diesmal (wie zu erwarten) so gar nicht nach Weihnachten angefuehlt. Und es war wie angekuendigt recht heiss. Am 24.12. gab es ein gemeinsames Dinner im Hostel, fuer das einige italienischen Hostelmitbewohner den ganzen Tag in der Kueche standen, und jeder bekam ein Geschenk von seinem Secret Santa. Wir sind mit Schnapsglaesern und Duschgel noch gut weggekommen im Vergleich zu so manch anderem Geschenk. Dann gabs noch Party. Fuer uns allerdings nicht allzu lange und nicht allzu wild, am naechsten Morgen mussten wir ja um 7 Uhr aufstehen und wir wollten nicht verkatert nach Rottnest Island fahren. Nach einem kurzen (Sekt-) Fruehstueck ging es am 25.12. dann mit versammelter Mannschaft per Boot auf die Insel. Dort verbrachten wir dann den 1. Feiertag am Strand. Es war so heiss, dass man es in der Sonne echt kaum ausgehalten hat. Aber zum Glueck gibts ja das Meer zum Abkuehlen. Wir haben uns ausgreuht, waren viel schwimmen und zwischendurch gabs auch ein BBQ (lecker Burger) als Weihnachtsessen - mal was anderes als Gans und Raclette ;)

Und am naechsten Tag musste ich (Heidi) dann auch schon wieder arbeiten. Diesmal warteten 9 Arbeitstage am Stueck auf mich, juhu...

Silvester haben wir einfach ausfallen lassen, weil ich am 1.1. um 6 Uhr anfangen musste. Marco hat an diesem Tag seine Eltern vom Flughafen in Perth abgeholt. Und nach ein bisschen Freo-ansehen und Auto-reisestartklar-machen ging es dann am 4.1. endlich los.

Wir haben gerade so alles in unseren Pajero reinbekommen und fuhren los Richtung Sueden. Auf dem Weg haben wir uns noch einen Campingfuehrer gekauft, der wirklich Gold wert war. Dadurch haben wir viele wunderschoen gelegene und guenstige Plaetze zum Uebernachten gefunden.

Unser erster Stopp war am Lake Clifton unterhalb von Mandurah. Der erste Zeltaufbauversuch gestaltete sich etwas schwierig, was sich im Laufe der naechsten Tage jedoch aendern sollte. Marcos Eltern haben waehrend der ganzen Reise im Zelt uebernachtet, wir haben im Auto geschlafen (das Joe wirklich supertoll fuer uns ausgebaut hatte, siehe Fotos). Nach der ersten Nacht wurden wir morgens nur von der Sonne und von den Papageien geweckt, die ringsherum zu hoeren (und zu sehen) waren. Herrlich :)

Nach einem Spaziergang durch den flachen See ging die Fahrt weiter nach Bunbury, wo wir uns das Dolphin-Discovery-Centre ansahen. Da kommen (wenn man Gluck hat) freilebende Delfine bis an den Strand und man kann dann im Wasser stehen und die Delfine schwimmen an einem vorbei. Wir waren spaet dran, hatten aber noch Glueck und haben 2 Delfine gesehen. Nach kurzer Zeit sind sie aber wieder raus ins offene Meer geschwommen.

 

Danach fuhren wir zum Supermarkt um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Ich (Marco) hatte den Motor eben erst abgestellt, da stand auf einmal ein Polizist neben mir und das dazugehoerige Polizeiauto direkt hinter unserem. Zuerst musste ich einen Alkoholtest machen, alles gut soweit. Danach wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht weiterfahren darf...bitte was? Ich haette angeblich einen Strafzettel nicht bezahlt. Naehere Angaben konnte er mir nicht machen. Ich solle am Montag eine Nummer anrufen, dort wuerde ich mehr erfahren. Dies geschah aber an einem Samstag, was sollten wir also bis Montag machen? Der Polizist meinte nur, wenn ich weiterfahre und sie mich dabei erwischen, werde ich wahrscheinlich eingesperrt. Na vielen Dank auch! Im naechsten Moment war der Polizist auch schon weg und wir schauten uns alle etwas doof an. Da das ja auch nichts bringt enschied ich, zur naechsten Polizeistation zu laufen um eventuell mehr zu erfahren. Letztendlich brachte das aber auch nichts. Mir wurde mitgeteilt, dass der Strafzettel vom September 2012 waere. Ich konnte aber anhand meines Reisepasses nachweisen, dass ich zu diesem Zeitpunkt in Indien war und nicht in Australien. Ich kuerze die Story jetzt mal etwas ab...da wir nicht bis Montag in Bunbury bleiben wollten, musste Heidi notgedrungen weiterfahren und ich sass daneben. Aufloesung folgt.

 

Im Supermarkt waren wir dann trotzdem noch, danach ging es weiter. Diesmal an einen etwas weniger schoenen Campingplatz, aber dafuer konnten wir am naechsten Morgen die ersten Kaengurus auf der Wiese nebenan vorbeihuepfen sehen. Leider fing es dann zum 1. Mal an zu regnen, und so hatten wir bei unserem Strandbesuch bei Dunsborough Regenjacken statt Badesachen an. Im Laufe des Tages wurde es zum Glueck besser. Wir fanden wieder einen wunderschoenen Uebernachtungsplatz im Leeuwin Naturaliste Nationalpark unterhalb von Margaret River. Das mit den Nationalpark-Campsites ist schon eine tolle Sache. Man zahlt einen kleinen Betrag an den Ranger oder steckt das Geld in einem Umschlag in einen Kasten und dafuer gibts dann einen Stellplatz, Toiletten, manchmal auch Duschen, Koch- und Grillgelegenheiten - und das Ganze mitten in der Natur. Ein Kaenguru aus der Naehe gabs diesmal auch inklusive, das ist einfach an uns vorbeigehoppelt. Weil es mittlerweile wieder schoen war, wollten wir an den Strand. Der Weg dahin stellte sich allerdings als ziemliches Abenteuer heraus. 15 Minuten Fussweg waren uns angekuendigt worden. Nach ca. 1 Stunde inklusive Verlaufen und in Sandalen durchs Gestruepp einen echt steilen Berg herunter klettern waren wir dann endlich angekommen. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt: wir waren an einem herrlichen Strand mit Riesenwellen fast ganz fuer uns alleine. Auf dem Rueckweg sind wir dann aber doch lieber die Schotterstrasse entlanggelaufen (man weiss ja nie, welches Getier sich so im australischen Gestruepp herumtreibt). Zum Glueck hat dann ein Auto angehalten und wir wurden bis zum Zeltplatz mitgenommen (8 Leute in 1 Auto geht auch, es gibt ja den Kofferraum). Da es hier keine Dusche gab, wurde gleich mal unsere Solardusche aufgebaut und eingeweiht.

 

Der naechste Tag war Montag und ich (Marco) konnte endlich die Hotline anrufen um das Mysterium aufzuklaeren. Zuerst konnte ich die Hotline jedoch nicht erreichen, da wir ausserhalb einer Stadt waren und es von da irgendwie nicht funktioniere! Oh mann! Ich suchte mir also eine Telefonzelle und hing ewig in der Warteschleife. Dann gab es endlich die Aufloesung. Der Strafzettel war vom November 2011. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch auch nicht in Australien. Jedoch hatte derjenige, der mein Auto damals gekauft hat, es nicht auf seinen Namen umgemeldet und daher lief der Strafzettel noch auf meinen Namen. Gluecklicherweise arbeitet besagte Person hier im Hostel in Fremantle und somit kann ich ihn zur Rechenschaft ziehen.

Den Strafzettel konnte ich mit meiner Kreditkarte waehrend des Telefonats bezahlen und danach durfte ich weiterfahren, Juhu!!!!

 

Nun konnte Marco also endlich wieder Auto fahren und ich (Heidi) war gluecklich, wieder Beifahrerin zu sein, juhu!!! Wir schauten uns auf dem Weg noch eine Tropfsteinhoehle namens "Jewel Cave" an. Wir waren dankbar fuer die kuehlen Temperaturen unter der Erde (mittlerweile war es wieder richtig heiss geworden) und beeindruckt von der unterirdischen Wunderwelt aus Stalaktiten und Stalagmiten. Unser Platz fuer die Nacht war diesmal Windy Harbour. Ein weniger schoener Strand voller Algen, laute Zeltnachbarn und v.a. eine Fliegenplage waren aber Grund genug, um am nachsten Morgen so schnell wie moeglich weiter zu fahren, und zwar nach Denmark. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Tree Top Walk im Valley Of The Giants (Walpole Wilderness Nationalpark). Dort kann man, auf einer Konstruktion aus Stahlhaengebruecken und Stahltraegern in bis zu 40 Metern Hoehe, durch die Baumkronen der 400 Jahre alten Baeume entlanglaufen. Allerdings ist das ein ziemlich wackeliger und schaukeliger Spaziergang und leider machte sich da dann doch Marcos Hoehenangst wieder etwas bemerkbar.

An diesem Nachmittag fanden wir einen tollen Campingplatz am Parry Beach, auf dem es per Hinweisschild jedoch leider keine freien Plaetze mehr gab. Aber als Marco nachfragte, wurde ihm von einem netten alten Mann im Liegestuhl gesagt, wenn wir einen freien Platz finden wuerden, koennten wir bleiben. Haben wir gefunden, also blieben wir. Und diesmal gleich fuer 2 Naechte, weil es gar so schoen war. Das Geld sammelte eine 78 jaehrige Omi ein, die auf einem Quad ueber den Campingplatz fuhr. Wie sich herausstellte war der alte Mann im Liegestuhl ihr 82 jaehriger Mann. Die beiden leiten den Campingplatz. Coole Leute. Hier gab es auch endlich wieder einen schoenen Strand und dort gab es viel zu erleben: schwimmen, Lenkdrachen einweihen, Boule spielen, Bodyboard surfen und zum ersten Mal mit dem Auto direkt am Strand entlangfahren (denn dafuer haben wir uns ja ein 4WD-Auto gekauft). Wir haben einen Ausflug zum Greens Pool und den Elephant Rocks bei Denmark gemacht (Danke, liebe Kiki, fuer den super Tipp!!!). Da gab es ein durch Felsen natuerlich vom Meer abgegrenztes Becken, in dem man wunderbar im kristallklaren Wasser schwimmen und v.a. schnorcheln konnte. Wir haben viele kleine Fische und Muscheln gesehen und wollten gar nicht mehr aufhoeren.

Soviel fuer heut, den Rest des Berichtes gibt es dann demnaechst.

 

Heidi & Marco

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Mo

24

Dez

2012

Weihnachten, yay!

Hallo ihr Lieben!

 

Anbei ein kurzer Weihnachtsgruss von uns an euch! Wir wuenschen euch ein frohes Weihnachtsfest mit lieben Menschen, gutem Essen und vielen Geschenken.

 

Wir denken an euch!

Alles Liebe von Heidi & Marco.

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Do

13

Dez

2012

Autokauf & Plaetzchenbacken

Uiuiui! Schon wieder ist eine halbe Ewigkeit vergangen seit unserem letzten Eintrag.

Dass wir in den letzten Wochen nichts aufgeschrieben haben hat zwei Gruende: 1. ist einfach nicht sooooooo viel Spannendes passiert (unser Leben ist grad – abgesehen davon, dass es in Australien stattfindet – eher Alltagsleben) und 2. sind wir im Moment beide ziemlich gut mit Arbeit eingedeckt. Da fehlt uns dann meist die Zeit und die Kraft, um abends noch was zu schreiben.

Aber gerade spielt Marco endlich mal wieder Fussi und ich bin zwar k.o. vom Arbeiten, nutze aber die Zeit allein fuer ein paar neue Zeilen an euch.

 

Also, ein paar News gibt es ja schon zu berichten.
Die tollste Neuigkeit: Wir haben ein Auto!!! YAY!!! Und zwar ein verdammt cooles. Nach wochenlangem Stoebern in Zeitungen, im Internet und bei Autohaendlern hatten wir endlich Glueck. Wir haben ein Auto gefunden, das genau unseren Vorstellungen und Anforderungen entspricht: Einen gebrauchten Mitsubishi Pajero (4WD, klaro!) in gutem Zustand. Das Auto hat zwar schon ein paar Jaehrchen auf dem Buckel, war jedoch vom Neukauf an in Familienbesitz und wurde in den vergangenen Jahren gut gepflegt und kilometertechnisch fuer Australien-Verhaeltnisse sehr wenig beansprucht. Jetzt heisst es fuer uns, das Auto in den naechsten Wochen noch campingtauglich zu machen. Hier im Hostel wohnt und arbeitet ein Ire (Joe), der irgendwie ALLES kann. Er ist eigentlich Schreiner, macht hier im Hostel aber alle Arbeiten, die so anfallen. Er wird uns die Tage den Pajero ausmessen und uns dann in den Kofferraum eine praktische Bett-Konstruktion einbauen, genau so wie wir sie uns wuenschen. Wir sind schon gespannt, wie am Ende alles aussieht.

 

Letzten Sonntag sind wir extra frueh aufgestanden (obwohl das unser einziger gemeinsamer freier Tag der Woche war) und sind zu einem Flohmarkt und verschiedenen Garage Sales in der Umgebung gefahren. Garage Sales sind echt eine grossartige Erfindung. Da verkaufen Leute privat in ihrer Garage oder ihrem Garten Dinge, die sie nicht mehr brauchen. Ganz easy. Und v.a. sooo billig. Wir hatten dabei echt ne Menge Spass und haben auch ein paar tolle Entdeckungen gemacht und gut eingekauft. Hauptsaechlich Camping-Sachen fuer den Pajero, aber z.B. auch einen alten Lederkoffer, eine alte Ledertasche und (perfektes Timing!) Ausstechformen fuer Weihnachtsplaetzchen.

 

Nach der erfolgreichen Shoppingtour haben wir den restlichen Sonntag dann mit Plaetzchenbacken verbracht. Danke an Oma Gerda fuer das Rezept, die sind auch bei uns sehr lecker geworden ;)

Ich als erfahrene Weihnachtsplaetzchenbaeckerin und –Dekorateurin wusste ja, dass das Ganze ein ziemliches Grossprojekt ist. Noch dazu haben wir mal eben die doppelte Menge Teig gemacht. So kamen am Ende einige Bleche voller Plaetzchen heraus, die dann abends noch verziert werden mussten. Da musste das Fussispiel am Nachmittag fuer Marco leider ausfallen. Und ich musste mit einem sehr traurigen Marco und einer Fussballmannschaft, die mich jetzt hasst, klar kommen.

Auf jeden Fall haben wir uns fuer diese weihnachtliche Aktion einen der heissesten Tage bisher ausgesucht. Schon eine lustige Sache, im Sommerkleid Plaetzchen zu backen und dabei trotzdem zu schwitzen. An dieser Stelle uebrigens allerliebste Gruesse an meine lieben Plaetzchenbackfreunde in Nuernberg. Ich hab an euch gedacht! Und naechstes Mal wird bei euch fei wieder gscheid verziert, gell?! Nur Marmelade und Nougat gibts bei mir fei net ;)

Anbei uebrigens zwei Videos vom durchaus anstrengenden Teigkneten. In dem einen Video koennt ihr auch mal den grossen Aufenthaltsraum des Hostels begutachten. Damit ihr mal eine Ahnung davon bekommt, wo wir taeglich kochen und essen und manchmal auch Billard spielen oder am Sofa abhaengen (v.a. wenn “Breaking Bad” laeuft, also zumindest ich, die Heidi).

Ach ja, wer den Film erkennt, der im Hintergrund laeuft, gewinnt ein lecker Plaetzchen!

Jetzt haben wir auf jeden Fall einen Grossvorrat an Weihnachtsgebaeck, aber Marco gibt sich alle Muehe, dass dieser nicht bis Weihnachten aussreichen wird ;)

 

Sonst gibt es noch zu berichten, dass ich endlich einen richtigen Job gefunden hab. Nach wochenlangem erfolglosen Suchen hatte ich einen ganz schoenen Tiefpunkt. Aber dann gings langsam aufwaerts. Ich war zu einer Probeschicht in einem “italienischen Restaurant”. Ich setze das bewusst in Anfuherungszeichen, denn ich wuerde das ganze niemals als Restaurant bezeichnen und italienich wars auch nicht. Da arbeiteten Russen, Inder, Australier und niemand hatte eine Ahnung von italienischer Kueche. Generell war es nur chaotisch und auch noch schmutzig und unhygienisch. Da hab ich dann nach 1 Stunde dem Chef die Schuerze in die Hand gedrueckt und dankend abgelehnt. Das haette ich beim besten Willen nicht machen koennen, so dringend ich auch auf der Suche nach Arbeit war. Igitt! Dann hatte ich noch ein Probearbeiten als Tellerwaescherin. Die haben dann aber jemand Erfahreneren eingestellt und eigentlich war ich recht dankbar drum. In so einer Kueche gehts schon ziemlich hektisch und laut und stressig zu. Und bei der Hitze hier stundenlang die Haende in heissem Wasser zu haben, ist auch kein Spass. Ein paar Tage danach hatte ich ein Interview in einem Café / Restaurant in Cottesloe. Auch da haette ich eine Probeschicht machen koennen. Die hab ich dann jedoch selbst abgelehnt, weil kurz vorher eine weitere Probeschicht erfolgreich war. Jetzt arbeite ich als Waitress (= Bedienung) und Verkaeuferin im Fremantle Bakehouse. Das ist eine Mischung aus Baeckerei und Café. Ich bin superfroh, dass es nun endlich geklappt hat. Ich mag den Laden und die Kollegen sehr gern und v.a. ist es nur 10Min vom Hostel entfernt. Bisher ist es ganz schoen anstrengend, weil es echt viel zu lernen gibt und das nicht (wie ich es vom PowWow kenne) step by step und mit einem gewissen System geschieht, sondern alles auf einmal und recht chaotisch. Aber egal, ich bin riesig froh, endlich was gefunden zu haben. Nebenher bin ich ab und zu weiterhin das Maedchen fuer alles (mein neuer Spitzname ist “tidy Heidi”) bei Meaghan und ihrer Familie (die Architektin, die sich ihr Haus umbaut).

Marco hat mittlerweile 4 verschiedene Jobs: Gartenarbeiten bei Alex & Fiona (dem englischen Ehepaar), Gartenarbeiten zusammen mit Jan, Bauarbeiten bei Mario und Bauarbeiten bei Maeghan.

So klappt es weiterhin manchmal, dass wir gemeinsam arbeiten. Eventuell koennen wir im Januar bei Meaghan sogar Housesitter machen, weil sie da mit ihrer Familie fuer 1 Woche Urlaub macht. Wenn alles klappt, passen wir dann auf das tolle neue Haus auf. Und vielleicht ist bis dahin auch schon der Pool fertig, das waer natuerlich mehr als super. Aber bisher ist das alles noch nicht sicher. Drueckt uns die Daumen, dass es klappt, ja?

Alles in allem gehts uns supergut, auch wenn wir im Moment ausser Arbeit nicht sooo wahnsinnig viel erleben und unternehmen. Aber jetzt muessen wir eben erstmal Geld sparen, damit wir dann bald unseren ersten richtigen Roadtrip machen koennen. Im Januar kommen Marcos Eltern zu Besuch und dann gehts los.

Vorher steht noch Weihnachten an. Kaum zu glauben, dass es schon bald soweit ist. So richtig in vorweihnachtliche Stimmung kommen wir hier einfach nicht. Wir haben unser Zimmer zwar weihnachtlich dekoriert und haben auch 2 Adventskalender (Danke an Oma Gerda, das Armband wird von Tag zu Tag schoener!) und ja seit Sonntag auch Dosen voller Plaetzchen, aber irgendwie ist es halt einfach so ganz anders, als zuhause. Ich dachte ja, mir wuerde das kalte nasse Wetter in Deutschland so gar nicht fehlen. Aber wenn ich jetzt immer von glitzerndem Schnee, Stollen, Gluehwein, Christkindlesmarkt usw. lese oder hoere, merk ich doch dass ich das doch ein wenig vermisse. Aber Weihnachten am Strand wird sicher auch super. Am 24.12. gibts hier im Hostel ein grosses Weihnachtsmenue und am 25.12. fahren alle Hostelbewohner zusammen nach Rottnest Island, um dort zu feiern. Mal sehen, wie das so wird.

 

Zum Abschluss noch eine kurze, leider traurige Anekdote. Als ich neulich mal wieder bei Meaghan gearbeitet habe, haben wir auf dem Nachbardach ein Possum entdeckt. Das war ganz tapsig und irgendwie viel zu zutraulich und kam ganz nah an uns heran. Dann haben wir entdeckt, dass es an der Nase blutet. Meaghan hat die Cottesloe Ranger angerufen und dann haben wir versucht, das Tierchen irgendwie zu fangen und in einen Karton zu kriegen, um damit zum Tierarzt zu fahren. Das haette auch fast geklappt, es kam tatsaechlich zu uns und ist in Richtung Karton geklettert. Nur leider dann nicht hinein, sondern ueber den Karton in den naechsten Baum. Da sass es dann. Meaghan hat die Ranger nochmal angerufen und um Hilfe gebeten, doch bis die kamen war das arme Tierchen schon tot. Es war wohl von einer Schlange gebissen worden. Da kam leider jede Hilfe zu spaet…

 

So, jetzt aber erstmal genug fuer heute und von meiner Seite.

Geniesst den Schnee und trinkt mal einen Kinderpunsch fuer mich mit bei Gelegenheit!

 

Nun kommt auch noch eine kleine Anekdote von Marco. Ich war neulich unterwegs um unser Auto anzumelden bzw. auf unseren Namen umzumelden. Ich parkte vor der dem Gebaeude, ging hinein und erledigte den Papierkram. Hinter mir parkte ein silberner Pkw. Als ich herauskam lief ich schnell zum Auto, da mein Parkschein bald ablief. Ich parkte aus bzw. fuhr ein wenig rueckwaerts und ploetzlich merkte ich einen Wiederstand. Offensichtlich war ich irgendwo angefahren. Sofort gingen mir tausende Gedanken durch den Kopf. Die meisten hingen mit hohen Geldsummen zusammen. Als ich die Tuer oeffnete und ausstieg, spitzte sich die Situation zu. Ich hatte einen relativen neuen Mercedes gerammt. Dazu sollte ich erwaehnen, dass wir noch keine Autoversicherung haben! Offensichtlich hatte der silberne Pkw von vorhin ausgeparkt und ein silberner Mercedes eingeparkt, nur deutlich weiter vorn.

Die Fahrerin war ein aeltere Dame. Sie fragte mich “is it bad?”, was ich verneinte. Ihr naechster Satz war “you look like you had a hard day”, was ich bejate.

Sie versicherte sich noch einmal selbst nach dem Zustand ihres Autos und meinte danach “no worries, enjoy your afternoon” und laechelte. Mir fiel ein reisen Stein vom Herzen!

Wir suchen momentan nach einer Autoversicherung…

 

 

Sommerliche Gruesse und bis bald wieder. Heidi & Marco

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So

25

Nov

2012

Arbeiten & Kaffee trinken

Wir wurden aufgefordert unseren Blog zu aktualisieren, also los gehts.

 

Zuerst einmal vielen Dank fuer die vielen Geburtstagsglueckwuensche!

 

Allzuviel Spannendes passiert momentan eigentlich nicht, wir versuchen so viel wie moeglich zu arbeiten. Das klappt auch einigermassen. Ich (Marco) habe verschiedene “gardening” Jobs, d.h. ich helfe Leuten dabei ihren Garten zu verschoenern. Ihr koennt mich auch Gaertner nennen.

Die bisherigen Erfahrungen damit sind zumeist positiv. Heute habe ich z.B. mit einem Deutschen zusammengearbeitet, der ebenfalls als Backpacker hierhergekommen ist, eine Frau kennengelernt hat und sich nun als Gaertner selbststaendig gemacht hat. Er ist nicht sehr viel aelter als ich und daher fuehlt es sich so an, als wenn man mit einem Kumpel zusammenarbeitet.

An den Wochenenden arbeite ich bei einem aelteren englischen Ehepaar, die ihren Garten umbauen. Die beiden sind sich nur nicht einig, was wie gemacht werden soll. Das fuehrt dazu, dass ich viele Arbeiten doppelt mache, da sie es nachher wieder anders haben moechte als er kurz vorher. Neulich sollte ich einen Weg pflastern und schnellstmoeglich damit fertig werden, da er grad auf Geschaeftsreise war und daher nichts dagegen einwenden konnte.

Eine schlechte Erfahrung war leider auch schon dabei. Fuer wiederum einen anderen Arbeitgeber musste ich an einem Tag 9 Stunden lang Baeume und Pflanzen einpflanzen, das Ganze quasi ohne Pause und mit der zwischenzeitlichen Aufforderung doch bitte schneller zu arbeiten! Nach dem Tag habe ich bei ihm gekuendigt, auf mein Geld warte ich leider immernoch.

Ich (Heidi) hab leider noch nicht so viele Jobs wie Marco. Aber einen konnte ich immerhin auch abgreifen. Ich helfe gelegentlich bei einer Familie mit, die sich gerade ihr altes Haus renoviert und einen Neubau dranbaut. Da erledige ich allerlei Arbeiten, die so anfallen. Vom Streichen uebers Putzen bis hin zum Buegeln und Betten machen ist so ziemlich alles dabei. Marco war auch schon 2x dabei und so hatten wir auch ab und an mal wieder gemeinsame Arbeitstage. U.a. stand er mit Hammer und Meisel auf dem Dach und hat einen Schornstein eingerissen, das alles trotz seiner Hoehenangst.

 

Meinen Geburtstag (Marco) haben wir sehr gemuetlich verbracht, Heidi hat Sushi und Lasagne fuer mich gemacht und wir haben im Park gepicknickt. Vorher wurde ich noch zum Fruehstueck eingeladen, das muss natuerlich auch erwaehnt werden.

 

Unsere restliche Freizeit verbringen wir am Strand und in Cafes. Die Temperatur ist meistens 25-30 Grad und die Sonne scheint eigentlich immer. So, jetzt haben wir euch wenigstens noch etwas neidisch gemacht.

 

Bis bald!

Heidi & Marco

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Mo

12

Nov

2012

Erster Job & Rottnest Island

Und wieder ist eine Woche um. Verrueckt, wie schnell die Zeit hier vergeht.

Am Dienstag hatten wir unseren ersten Job. Den hatten wir ueber das Hostel bekommen. Super, dass wir gleich beide arbeiten konnten. Es war Melbourne Cup, ein besonderer Tag hier in Australien. Da findet in Melbourne das wohl wichtigste Pferderennen Australiens statt und die Leute treffen sich ueberall um gemeinsam zu trinken, essen, das Rennen anzusehen und natuerlich um zu wetten. Wir wurden zusammen mit zwei weitern Hostelbewohnern um 8Uhr vom Taxi abgeholt und in einen ca. 45km entfernten Pub gefahren. Die Fahrt dauerte 1 Stunde und endete mitten im Nirgendwo, irgendwo in den Bergen. Ausser dem Pub gabs wirklich weit und breit nichts. Wir bekamen T-Shirts und Schuerzen und nach und nach unsere Aufgaben zugeteilt: abspuelen, abtrocknen, Teller hin- und hertragen. Wir kamen schnell rein und hatten 9 Stunden lang gut zu tun. Danach gabs fuer jeden $180 bar auf die Hand, super Sache. Einziger Haken an der Geschichte war, dass das Taxi fuer den Heimweg 1 Stunde auf sich warten liess und wir es (im Gegensatz zu dem Taxi am Morgen und v.a. anders als es vorher abgemacht war) selbst zahlen mussten. Aber bei dem guten Verdienst war das schon ok.

Am Donnerstag haben wir uns nochmal Ollis Auto ausgeliehen und fuhren los mit dem eigentlichen Plan, uns fuer die naechsten Wochen einen eigenen Kleinwagen zu kaufen. Wir haben unzaehlige Autohaendler in der Umgebung abgeklappert, jedoch ohne Erfolg (die Autos waren immer zu alt oder zu teuer). Im Endeffekt haben wir uns jetzt doch ueberlegt, das mit dem Kleinwagen bleiben zu lassen. Wir hoffen, dass wir hier in Freo Jobs finden fuer die wir kein eigenes Auto benoetigen. Und fuer eventuelle Ausfluege koennen wir uns zur Not nochmal eins ausleihen.

Am Freitag gab es dann den 2. grossen Ausflug (der eigentlich schon fuer die Woche zuvor geplant war, da jedoch aufgrund des durchwachsenen Wetters verschoben werden musste). Um 7Uhr ging es per Faehre nach Rottnest Island. Dort haben wir uns Fahrraeder ausgeliehen, mit denen wir um die Insel gefahren sind. Das Wetter war perfekt und die Insel hatte jede Menge tolle (z.T. wieder voellig einsame) Buchten und Straende zu bieten. Wir haben den ganzen Tag folgendermassen verbracht: Fahrrad fahren, an einem schoenen Strand anhalten, ins (wirklich immernoch saukalte) Wasser gehen, schwimmen, schnorcheln, Unterwasser-Fotos machen, zum Trocknen und Aufwaermen in die Sonne legen, bissi schlafen, weiterfahren zum naechsten schoenen Strand... Die Strasse fuehrte die meiste Zeit direkt an der Kueste entlang, ging allerdings teilweise ganz schoen bergauf, was mir (Heidi) in Verbindung mit der Hitze und dem Gegenwind teilweise ganz schoen zu schaffen machte ;)

Tiertechnisch gab es ganz schoen viel zu sehen: beim Schnorcheln natuerlich Fische in verschiedensten Farben, Formen und v.a. Groessen. Ausserdem ein paar Pelikane, Eidechsen und auch eine Schlange (wohl eine giftige, wie uns jemand sagte). Und natuerlich auch ein paar Quokkas, die es nur auf Rottnest Island und einigen wenigen anderen Inseln hier in der Naehe gibt. Am Ende unserer Tour wollte ich eigentlich nach Jobs fragen. Leider hiess es da jedoch immer, dass die Hauptsaison erst in ein paar Wochen losgeht und es bis dahin noch keine Jobs gibt. Nicht gerade perfektes Timing leider.

Am Samstag Morgen kam hier im Hostel mal wieder ein Jobangebot fuer das Wochenende rein, da hat Marco gleich zugeschlagen. Er hilft gerade beim “gardening”. Ich hab mich in der Zwischenzeit auch auf Jobsuche gemacht und hab heut eine Runde durch Freo gedreht und in einigen Cafes nach Jobs gefragt und meinen Bewerbungsbrief dortgelassen. Mal sehen, ob sich jemand meldet.

Ansonsten alles bestens hier: Nach einer kurzen Schlechtwetterphase ist der Sommer zurueck. Meinen ersten Sonnenbrand hab ich mir am Freitag (trotz mehrmaligen Eincremens mit LSF 30) mittlerweile auch geholt. Marco ist ja von Indien schon dermassen gut vorgebraeunt, dass ihm das nicht so schnell passiert. Auch gut: das Kochen klappt immer besser. Highlight der Woche waren “Saure Eier” (liebe Gruesse nach Malschwitz und Kleinbautzen!).

Weniger gut: ab und an gabs wieder Kakerlaken-Besuch bei uns im Zimmer. Aber immerhin waren die meisten, die wir entdeckt haben, schon tot oder zumindest grad am Sterben. Diesmal schieb ich die Schuld allerdings auf das giftige Spray mit dem wunderschoenen Namen “Cockroach Killer”, das wir hier regelmaessig auf den Teppich spruehen. Gekreischt hab ich nicht mehr so wie beim ersten Mal (man gewoehnt sich ja an alles), deshalb bin ich mir keiner Schuld bewusst.

Wir hoffen, euch gehts allen gut. Gab’s schon mal wieder Schnee in Deutschland? ;)

Mehr in Kuerze. Bis dahin schicken wir euch liebste Gruesse und viele Sonnenstrahlen.

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So

04

Nov

2012

Pinnacles & Halloween

 

Letzten Mittwoch sassen wir nachmittags in unserem Zimmer und surften im Internet, als Heidi ploetzlich einen lauten (und damit meine ich wirklich lauten) Schrei von sich gab. Eine gefuehlte Zehntelsekunde spaeter stand sie vor der Zimmertuer und war etwas bleich. Was war passiert? Eine (lt. Heidis Angaben) mindestens 5cm grosse Kakerlake war ueber ihren Oberschenkel gekrabbelt waehrend wir auf dem Sofa sassen. Nun war es also an mir, dieses Tier zu fangen. Dabei bemerkte ich, dass direkt neben dem Sofa eine weitere Kakerlake lag, jedoch bereits tot. Ich vermute ja, dass sie von Heidis Schrei eine Art Herzinfarkt bekommen hat und daran gestorben ist, belegen kann ich es aber nicht. Nun brachte ich ca. 30 Minuten damit zu, die noch lebende Kakerlake zu eliminieren. Irgendwann gelang es mir dann auch. Heidi stand waehrend dieser Zeit mit aengstlichem Blick vor der Tuer. Die 2 toten Tiere haben wir letztendlich aufgesaugt und am naechsten Tag wurde eine Insektenbombe in unserem Zimmer hochgelassen, somit sollten wir vorerst Ruhe haben.

 

(Heidi uebernimmt.)

Am Freitag gab es endlich unseren ersten richtigen Ausflug. Wir durften uns mal wieder Ollis Auto ausleihen und sind damit zu dem knapp 300km noerdlich gelegenen Nambung-Nationalpark gefahren. Dort gibt es die Pinnacles zu sehen, verwitterte Kalksteinsaeulen. Schon die 3stuendige Autofahrt war beeindruckend, genauergesagt die Landschaft durch die man faehrt. Es war ein staendiger Wechsel von weiten Wiesen mit vereinzelten vertrockneten Baeumen und dichten Waelder oder Palmen. Manchmal war einfach direkt neben der Strasse eine riesige Sandduene aus feinstem weissen Sand. Und gleich daneben wuchsen Moose und Straeucher und es erinnerte mich an manche Ecken in Norwegen. Mittags waren wir dann an unserem Ziel, den Pinnacles, angekommen. Man kann mit dem Auto durch die Pinnacles-Desert fahren und immer wieder anhalten um sich die Steine anzusehen, umherzuspazieren und natuerlich Fotos zu machen. Einige davon koennt ihr unten sehen. Der Anblick war wirklich “pretty amazing”, wie ein anderer Besucher es sehr treffend formulierte. An manchen Stellen fuehlten wir uns, als wuerden wir durch eine Mondlandschaft fahren. Am Ende des Rundwegs machten wir noch die Bekanntschaft mit zwei Bobtail-Goannas (Tannenzapfeneidechsen). Die sonnen sich gerne und sind sehr langsam unterwegs. Auf den Strassen, wo sie sich besonders gerne zum Sonnen aufhalten, muss man deshalb aufpassen, dass man sie nicht “zamfaehrt”. Nach den Pinnacles hatten wir noch genug Zeit um uns einen schoenen Strand zu suchen. Den haben wir dann nach einigem Suchen auch gefunden. Bei “The Wedges”, einer kleinen Siedlung von Wochenend-Haeusern, lag direkt hinter den Duenen ein unglaublich weiter einsamer wunderschoener Strand. Ausser einer Familie, die mit ihrem 4Wheeldrive ein paar Hundert Meter weiter direkt ans Wasser fahren gefahren war, waren wir die einzigen so weit man blicken konnte. Diesen unbeobachteten Moment nutzten wir und rannten nackig und schreiend ins Meer. Wir hatten extra unsere kurz zuvor gekaufte Schnorchelausruestung dabei, aber wegen der Wellen konnten wir sie diesmal noch nicht ausprobieren.

Gestern gabs im Hostel eine Halloween-Party. Wir gingen als Popeye und Pippi Langstrumpf. Allerdings ist Pippi hier nicht so bekannt. Aber ein paar Schweden sind auch grad hier, die wussten sofort Bescheid. Es gab einen Riesenpott Punsch, der seine wahre Wirkung allerdings erst am naechsten Morgen zeigte.

Am kommenden Dienstag haben wir unseren ersten Job. Da werden wir fuer 1 Tag in einem Pub mit aushelfen. Keine Ahnung, was da genau auf uns zukommt, aber immerhin gibts $20 pro Stunde.

Bis bald wieder! Ciao! Marco + Heidi.

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So

28

Okt

2012

In Australien angekommen

Heute schreibt zum 1. Mal die Heidi. Marco ist gerade Fussi spielen und ich hab Zeit um mich endlich an unseren 1. Australien-Blogeintrag zu machen. Los gehts:

Am 20.10. war es nach unterschiedlich langen Fluegen dann endlich soweit: Es gab unser lang ersehntes Wiedersehen in Australien. Marco war schon am fruehen Morgen in Perth gelandet und hatte seine Sachen schon ins Hostel nach Fremantle gebracht und sich dort etwas ausgeruht. Nachmittags kam er dann mit einem ausgeliehenen Auto nochmal nach Perth zum Flughafen gefahren, um mich abzuholen. Ich musste nach insgesamt 26 Stunden Anreise noch durch die Pass-Kontrolle, zum Gepaeckband und meinen Rucksack (jaaa, ich hab alles in 1 Rucksack bekommen, und der wog sogar nur 15,5kg!!!) von Drogenhunden beschnuppern lassen, dann gings endlich Richtung “Exit”, wo Marco auf mich wartete. Juhuuu!

Nach der Begruessung hiess es erstmal Sonnencreme auspacken und eincremen. Mit dem Auto ging es dann nach Fremantle zu unserem Hostel (Old Firestation Backpackers, ein altes Feuerwehrhaus, das in ein Hostel umgebaut wurde), in dem Marco vor 2 Jahren schon eine laengere Zeit verbracht hatte. Ich war beeindruckt von Marcos Linksfahrkuensten und davon, dass er sich immernoch (oder gleich wieder) perfekt auskannte. Im Hostel hatten wir dank Olli (ein Mitarbeiter, den Marco von damals kennt) das beste Zimmer bekommen. Wir wohnen nun auf wenigen Quadratmetern, aber immerhin auf 2 Etagen. Das einzige Manko ist das Fenster Richtung Hinterhof, wo abends meistens laut und lange Musik laeuft, aber das nehmen wir gerne in Kauf. Und zur Not gibts ja auch Ohropax.

Der krasse Jetlag, wie ich ihn vor 4 Jahren bei meinem 1. Austrlienbesuch hatte (3 schlaflose Naechte), blieb zum Glueck aus. Stattdessen aeussert er sich diesmal wohl einfach anders. In ewiglangem Schlafen und in immer-mal-wieder-erschoepft-sein tagsueber.

An unseren ersten Tagen mussten wir so einiges an Grundausstattung besorgen. Die erste und wichtigste dieser Besorgungen war die Bodum-Kaffeekanne. Der eigene Laptop war auch notwendig (dafuer sind wir nach Perth gefahren, da gabs mehr Auswahl). Und natuerlich Marcos Turnschuhe fuers Fussi-Spielen. Zu organisieren gabs auch schon allerhand, z.B. das australische Bankkonto oder die Steuernummer fuer baldige Jobs.

Ansonsten haben wir die erste Woche hier in Freo ruhig angehen lassen. Wir schlafen gemuetlich aus, fruehstuecken in Ruhe, spielen im Hof Tischtennis, machen Besorgungen in der Stadt, fahren mit dem Bus an den Beach, liegen am Strand rum, gehen schwimmen, fahren irgendwann zurueck zum Hostel, dort wird dann gekocht (mit bisher sehr unterschiedlichem Erfolg, hoffentlich wird das im Laufe der Zeit noch besser) und danach gibts noch eine Runde Tischtennis oder Kicker (den gibt es seit neuestem auch hier im Hostel, sehr zu unserer Freude!!!) im Hof. Dank Mediathek konnten wir uns vormittags (im Bett, direkt nach dem aufwachen) sogar den letzten Tatort ansehen, super Sache! Und v.a. super Tatort, wie wir fanden!

Das Wetter ist super. Ganz selten ist es bewoelkt, meistens sind strahlend blauer Himmel und Sonnenschein angesagt. Es wird von Tag zu Tag waermer, gestern waren es bis zu 34Grad. Kaum zu glauben, dass es bei vielen von euch genau an diesem Tag den ersten Schnee gab! Das Meer ist noch knackig kalt, aber einmal haben wir uns schon reingetraut und die dabei entstandenen Fotos gibts unten zu sehen. Die Unterwasserkamera war auf jeden Fall ne super Anschaffung, wir freuen uns schon auf die ersten Schnorchelfotos.

Nachdem wir vor einigen Tagen schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen bekommen haben, dass wir es uns hier einfach nur gutgehen lassen, wollten wir uns schnell Jobs suchen. Diese (typisch deutsche) Idee haben wir jetzt aber doch vorerst wieder verworfen. Wir wollen in der kommenden Woche noch ein paar Tagesausfluege machen (Rottnest Island und Pinnacles stehen auf unserer Wunschliste) und einfach erstmal noch weiter die Zeit, das Land, das Wetter und das Nichtstun geniessen. Zeit zum Arbeiten bleibt noch genug, finden wir.

Heute Abend wollen wir an den Fishing Boat Harbour, wo das Fremantle-Festival eroeffnet wird. Dazu gibt es am Hafen eine traditionelle Zeremonie namens “Blessing of the fleet” zugunsten der Fischer und der Gemeinde Fremantle. Dazu gibts Seafood und um 20Uhr ein Feuerwerk. Mal sehen, wie das so wird.

Verrueckt, wie schnell so eine Woche vergehen kann. Wir sind auf jeden Fall “angekommen”. Und wahnsinnig froh darueber, wieder in Australien zu sein. Und v.a. darueber, gemeinsam hier zu sein.

Bis bald wieder. Liebe Gruesse in die Heimat von Heidi.

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Do

18

Okt

2012

Backwater & Fort Cochin

Zeitig aufstehen war angesagt um pünktlich 6.30 Uhr am Bahnhof von Varkala zu sein. Die böse Überraschung folgte bei der Ankunft. Nach einer etwas dürftigen Aussage der Mitarbeiterin war der Zug komplett ausgebucht. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als wieder mit der Rikscha zur Hauptstraße zu fahren und mit dem Bus die rund 100km nach Alleppey zurück zu legen. Die Busse fahren wie auf eine Kette gefädelt und sind trotzdem alle randvoll. Es stehen meistens genauso viele Leute wie sitzen, aber das kannten wir ja schon. Schneller als gedacht erreichten wir den Hafen, in dem unzählig viele Hausboote liegen mit denen man die Backwaters in Mehrtagestouren erkunden kann. Die Backwaters sind ein zum Teil künstlich angelegtes Kanalsystem, weclhes mit über 600km Kanalstrecke unendlich groß wirkt. Zum Glück tummelten sich noch wenig Touristen am Hafen und der Preis für eine 24-Stunden Tour mit Koch und Kapitän war recht einfach zu verhandeln, wobei man bei der ganzen Sache auch die Qualität der Boote im Auge behalten muss. Wir waren sehr positiv gestimmt und genossen gleich nach der Abfahrt ein ganz nettes, jedoch sehr Reis lastiges Mittagessen. Auf dem Boot war es sehr gemütlich und man hatte viel Platz zum entspannen.

Es gab sogar DVD-Player und Flatscreen, welche wir natürlich nicht nutzten.

Links und rechts am Flussufer sieht es ähnlich aus wie in den kleinen Straßen in den Indischen Dörfern. Die Leute hier leben von und mit dem Fluss. Nichts funktioniert ohne ein Boot, d.h. die Kinder müssen mit dem Boot zur Schule gebracht, Baumaterialien und sämtliche anderen Güter auf Holzkähnen transportiert und natürlich auch die Wäsche und die Bewohner selbst im Fluss gewaschen werden. Wasser aus der Leitung gibt es nicht. Es gibt Momente, da hat man das Gefühl man fährt bei den Leuten durchs Badezimmer. Zur Übernachtung haben wir im Heimatdorf unseres Kapitäns fest gemacht. Es gab wieder reichlich Reis und Chicken. Neben dem Verständigungsproblem , was sich erst Stück für Stück herausstellte, hatte wir nun auch noch so einige Kriechtierchen in unserem Zimmer identifiziert. Wir entschieden uns, nach einigen Diskussionen, die Nacht auf dem Deck zu verbringen. Am naechsten Morgen, nach einem kleinen Fruehstueck, ging die Fahrt weiter und fuehrte uns durch kleine Kanaele und letztendlich wieder zum Anleger. Dabei konnten wir live mitverfolgen, wie die Einheimischen in den Tag starteten. Vati nimmt mit seinem kleinen Sohn ein Bad im Fluss inklusive Zaehneputzen, danach zieht der Junge sich die Schulsachen an und wartet auf das Faehrboot zur Schule. Das alles waere ja auch ganz nett, wuerden die Einheimischen nicht so sorglos mit „ihrem“ Fluss umgehen. Unser Kapitaen und Koch wohnten selbst direkt am Fluss mit ihren Familien. Daher ist es mir umso unverstaendlicher, warum sie ihren Muell ununterbrochen im Fluss versenkten. Als Beispiel: Unser Koch trinkt eine Tasse Tee im Pappbecher. Wenn der Becher alle ist, wird er ganz selbstverstaendlich in den Fluss geworfen. Da dies anscheinend normal ist, schwimmt in dem Fluss allerlei Dreck, alte Kleidung usw. Schade, dass die Einheimischen sich ihr eigenes kleines Paradies zerstoeren.

Trotz alledem war es eine schoene Erfahrung und ein netter Abschluss.

 

Danach verbrachten wir noch einen Tag in Fort Cochin, einem gemuetlichen Vorort der Stadt Kochi, von wo unsere Fluege am naechsten Tag gingen. Dort gingen wir noch einmal ordentlich shoppen und kauften allerlei guenstige Klamotten, Elektronikartikel und anderen Kram.

 

Zum Abschluss laesst sich noch sagen, dass es eine tolle Reise voller bleibender Eindruecke war.

Nach 3 Wochen Indien kann ich aber erstmal keine Oberlippenbaerte ( 9/10 der Maenner haben einen, wahrscheinlich sind es sogar 95% ) mehr sehen.

Ausserdem freue ich mich wieder auf eine zivilisiertere Gesellschaft ohne staendiges Autohupen, schreiende Strassenverkaeufer und immer volle Strassen, Gehwege, Bahnhoefe etc.

 

Bis bald

Marco & Martin

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Di

16

Okt

2012

Ooty & Varkala

Ooty, in der am höchsten gelegenen Stadt in Südindien haben wir bei einer Familienpension eingecheckt. Ooty liegt auf 2240 Meter Seehöhe in einem sehr grünen Gebirge. Die Temperatur hier oben ist deutlich geringer als an der Küste. Nach langer Zeit haben wir mal wieder lange Klamotten angezogen und auch eine Mütze aufgesetzt. Zum aufheizen gab immer wieder mal ne Kanne Chai oder Kaffee. Unser Gastvater war sehr gesprächig und gab uns gute Tipps. Neben Shopping und essen gehen haben wir unter anderem den höchsten Punkt Südindiens besucht und eine eintägige Trekkingtour gemacht. Die Trekkingtour war interessant und skurril zugleich. Begonnen hat der Tag mit einem Missverständnis. Wir warteten gerade auf unseren Lift ins Gebirge, da kamen zwei Führer mit jeweils einem Pferd um die Ecke. Wir schauten uns etwas verdutzt an (Marco saß noch nie zuvor auf einem Pferd), entschieden aber den Spaß mit zumachen und wollten gerade aufsteigen als unser Gastvater die Situation aufklärte und klarstellte das die Pferde wohl jemand anders gebucht hatte. Unser eigentlicher Guide war anfänglich nicht sehr gesprächig wurde im Tagesverlauf aber auch locker. Er führte uns durch eine wirklich schöne Landschaft. Wir wanderten durch riesige Teeplantagen wo fleißig geerntet wurde. Zum Mittag stoppten wir in einem Dorf, wo man hätte denken können, die Zeit ist seit 50 Jahren stehen geblieben. Hier gibt es noch richtige Handarbeit. Hier stehen eine handvoll Frauen noch mit der Handharke auf einem Acker der so groß ist wie ein Fußballfeld. Die Männer verdienen traditionell etwas besser und arbeiten nur einige Stunden am Tag, während dessen die Frauen schleppen, Unkraut zupfen, ernten, umgraben und sich um die Kinder kümmern. Das Mittag in der reichlich vergilbten Gaschemme, wurde uns auf einem Bananenblatt auf hundert Jahre alten schmierigen Tischen serviert. Es war ok, das Umfeld und die Location zeigten jedoch ein deutliches Bild über das Leben der Bauern. Beim Anstieg auf den Gipfel wurden wir noch Zeugen von Indischen Straßenbau. Unterwegs fanden wir unter anderem noch Reste von einem Hirsch, welche nach Angabe von unserem Guide wohl von einer Tigerattacke stammten. Laut seiner Aussage, hatte er zwei Wochen zuvor einen Tiger mit einer Reisegruppe gesehen. Letztendlich waren wir uns einig, dass wir froh waren keinen getroffen zu haben.

 

Nach zwei Tagen Hochgebirge hatten wir genug von der Kälte. Also ab ins Warme Richtung Süden. Das geht nur mit dem Bus. Der erste Bus hatte diesmal sogar Fenster. Das endgültige Ziel Varkala haben wir erst im Bus gewählt. Zweimal umsteigen, einer Dauerfahrt von über 14 Stunden und zum Abschluss noch ein betrunkener Rikschafahrer mit dem wir 10 Kilometer durch die dunkele Nacht irrten, haben an diesem Tag schon einige Nerven gekostet aber wir wurden dann doch belohnt. Denn nun haben wir im Paradies eingecheckt. Varkala ist sehr touristisch, was uns momentan aber sehr gut gefällt. Wir leben direkt am Wasser auf den Klippen in einem kleinen gemütlichen Bambus Bungalow in einem gepflegten sehr grünen Garten. Das Motto dieser Tage lautet entspannen. Über kleine schmale Treppen geht es hinunter zum Strand wo wir fleißig in den Wellen toben. Auf der Promenade testen wir ein Restaurante nach dem anderen und freuen uns auch mal wieder Western Food und frischen Fisch serviert zu bekommen. Zum Zeitvertreib am Nachmittag stehen Massagen und Souvenirshopping auf dem Programm.

Auf unserer to do-Liste stehen nun noch die Backwaters und eine Übernachtung in Fort Cochin.

 

Bis bald,

 

Grüße aus Varkala senden Marco und Martin

 


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Di

09

Okt

2012

Mysore & Sulthan Bathery

So, heute kommen die Zeilen mal von mir(Martin) da Marco sich noch von unserer letzten Busfahrt ausschläft. Nach drei Tagen Hampi, viel der Abschied schon etwas schwere als der von Goa. Nichts desto trotz ließen wir uns, zu einem etwas übertriebenen Preis, bei starkem Regen zum Bahnhof chauffieren. Die Stunde Verspätung vertrieben wir uns mit einem Deutschen Pärchen. Im Bahnhof warten wird sowieso nie langweilig. Einfach hinsetzen und von dem Chaos berieseln lassen. Unser Abteil im Zug war schon reichlich mit Gepäck bestückt. Uns blieb nicht  mehr übrig, als uns, unsere eh schon viel zu kleinen Betten mit unserem Rucksack zu teilen. Das schlafen unter ungünstigen Umständen haben wir aber schon gelernt und so stiegen wir nach 10 Stunden Fahrt ziemlich entspannt  am Bahnhof in Bengalore aus dem Zug. Raus aus dem Zug rein in den Bus. Nach gefühlten 6 (real 3,5) Stunden in der ersten Reihe unseres Linienbusses nach Mysore waren wir wieder munter. Das sind Fahrten die man einmal im Leben mitgemacht haben muss. Der Fahrer steuert den fahrenden Schrotthaufen, der überall klappert,  total entspannt, durch ein Meer von Rikschas, Autos, Bussen, Mopeds, Vieherden, Menschen und Fuhrwerken. Sein wichtigstes Instrument ist dabei die Hupe. Dieser ständige Fiebton, kann in der ersten Reihe jedoch auch Ohrensausen  auslösen. Nach einer etwas eintönigen Palastbesichtigung und einem wirklich gutem Essen haben wir uns etwas unters Volk gemischt. Das Zentrum von Mysore scheint ein einzig riesiger Markt zu sein, der auch keine Öffnungszeiten kennt. Wir waren amezed. Die hier ansässigen Händler wissen aber auch was dem Tourist gefällt und wie man es ihm verkauft. Es dauerte nicht lange da hatte uns ein Händler hinter seinen Stand gelockt. Wir bekamen einen Chai serviert, einen Crashkurs im Räucherstäbchen herstellen und wurden von Kopf bis Fuß mit seinen ethärischen Ölen, die er selber herstellt eingerieben. Der Duft überzeugte uns und wir ließen uns einige Fläschchen abpacken. Der Markt hatte aber weitaus mehr zu bieten. Sämtlich in Indien wachsende Blumen, Früchte und Gewürze werden hier bis unters Dach fein säuberlich gestapelt und angeboten. Hin und wieder verläuft sich eine Kuh in den engen Gassen bei der Nahrungssuche. Wenn nichts für sie abfällt wird auch gerne einfach Mal etwas Altpapier oder ein Karton vernascht. Weiter nach Ooty hieß dann gestern. Diesen Plan kippten wir aber noch auf der Busfahrt und entschieden uns den Bus etwas eher zu verlassen und den Wayanad Nationalpark zu besichtigen. Das umsteigen zwischen den Bussen verläuft nahezu reibungslos. Es war nicht mal Zeit die Toilette  zu besuchen und schon ging`s weiter.
Und jetzt wurde es richtig holprig. Diesmal haben wir in der letzten Reihe Platz genommen. Phasenweise ähnelte das passieren von Schlaglöchern oder Bodenwellen den Schwingungen eines Wikingerschiffes auf dem Jahrmarkt. Es donnerte, knackte und quietschte noch mal ganze zwei Stunden bis wir endlich Sultanbatherie ankamen. Das Highlight des Tages sollte  der Besuch im Nationalpark, wo man Elefanten, Tiger und Hyänen zu Gesicht bekommt  werden. Das Ereignis viel jedoch sprichwörtlich ins Wasser. Aus den Paar Tropfen während der Anreise, in unserem privat gemieteten Jeep inkl. Guide (super, derkonnte ganze 5 worte Englisch) wurde bei der Ankunft der stärkste Regen den wir bisher hatten. Die Pfade im Nationalpark wurden zu kleinen Bächen und außer viele Haufen Elefantenkacke bekamen wir nur 4 Hühner und 3 Rehe zu Gesicht. Wo wir aufkreuzen sind wir eigentlich immer eine Attraktion für die Einheimischen. Neben uns im Bus wird versucht unsere Bücher mit zu lesen, wir werden angestarrt oder einige Väter haben uns auch schon mal Ihre Töchter oder Söhne vorgestellt um uns die Hand zu schütteln. Nachdem wir heute nun schon dem Busfahrer, Bäcker, Eisverkäufer, Hotelbesitzer, Rikschafahrer und vielen mehr die Hand geschüttelt  unser Herkunftsland bestätigt und einen Minilebenslauf erzählt haben hatte uns noch der Bürgermeister von Sultanbatherie im Restaurante erspäht uns sich gleich zu uns gesellt. Sein Englisch oder was auch immer das war, bot nicht gerade ein großes Vokabular aber gab uns noch einige Tipps und strahlte bis über beide Ohren als wir Ihn auch die Hand schüttelten und verabschiedeten.
Diese Zeilen kommen gerade aus Ooty wo wir gleich noch zum höchsten Punkt Südindiens hinauf klettern. Dazu später mehr.

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So

07

Okt

2012

Goa & Hampi

Von Goa hat ja wahrscheinlich jeder schon einmal was gehört…Hippiehochburg, ununterbrochene Psytrancepartys usw. Wir sind in eine Stadt gefahren, in der man angeblich noch die Ueberreste davon sehen kann. Mehr ist es, ehrlich gesagt, aber auch nicht. Die Stadt heißt Anjuna und besteht aus Cafes, Bauruinen und unendlichen Einkaufsmöglichkeiten lokaler Kleidung. Dazu ein Strand, der nicht sehr einladend ist, da direkt nebenan das Abwasser der Stadt ins Meer gelassen wird. An diesem Strand gibt es paar wenige Clubs neben weiteren Bauruinen. In 3 Tagen haben wir eine gute Party gesehen, jedoch zu total ueberzogenem Preis. Direkt vor dieser Party standen 7 kleine Verkaufswagen, die alle das gleiche verkauft haben: Sandwiches, Snickers und Zigaretten. Alles was das Partyvolk braucht. Den Verkäuferin hämmerte die ganze Nacht die Technomusik um die Ohren, letztendlich nur um ein paar Rupien zu verdienen.
Daneben kann man aber auch ganz gemütlich am Strand sitzen und sich frischen Frisch und Bier zu kleinen Preisen servieren lassen.
War ganz nett, dass alles mal gesehen zu haben, umgehauen hat es mich aber nicht.

Goa besteht aber nicht nur aus Anjuna. Im Norden und Süden gibt es viele schöne einsame Strände, die wir mit einem Motorroller erkundet haben. Auf dem Weg dahin haben wir zufällig einen Elefanten gesehen, bekommt man ja auch nicht alle Tage geboten…

Von Goa sind wir mit dem Zug nach Hampi gefahren. In der Stadt und der angrenzenden Gegend gibt es riesige Überreste alter Tempelruinen. Diese Tempel wurden vor 500 Jahren erbaut. Heute sind nur noch 10% erhalten, es ist trotzdem unfassbar riesig und eindrucksvoll. Die Landschaft ist ziemlich bergig, grün bewachsen und zusätzlich überall mit großen Steinen übersäht. Zwischendrin verläuft ein Fluss, auf dem Einheimische mit selbstgebauten „Nussschalen“ umherfahren.
Mit Blick auf diese Kulisse kann man sich witzigerweise gleich die Haare schneiden oder den Bart rasieren lassen.
Das Hostel lag am Ende einer Straße. Es war daher sehr ruhig und am Abend blickten wir bei einem Bier auf Reisfelder und Palmen.
Hampi war daher definitiv eine Reise wert. 

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Fr

05

Okt

2012

Mumbai

Nun also Indien!

Um 4.30Uhr morgens kamen wir in Mumbai an. Die Taxifahrt vom Flughafen zum Hostel war gleich sehr interessant. Überall schlafende Menschen, auf Transportkarren, Säcken, Treppen, auf dem harten Gehwegboden oder sogar auf Verkehrsinseln.

Dazu der Smog! In der ganzen Stadt hängt eine extreme Smogwolke, man merkt es bei jedem Atemzug.

Wir haben zufällig das richtige Datum für unseren Mumbaibesuch gewählt, denn an diesem Wochenende war in der ganzen Stadt eine riesige Party zu Ehren des König Ghan. Kann man sich ein bisschen wie die Love Parade vorstellen. Jede Menge geschmückte Fahrzeuge und davor tanzende Menschen die durch die Stadt ziehen. Zusätzlich hatten die Einheimischen riesige Figuren gebastelt. Am Abend traf sich das ganze Partyvolk und dazu (gefühlt) halb Mumbai an einem Strand, um die Figuren im Meer zu versenken. Wir waren auch vor Ort. Die Polizei versuchte das ganze Treiben zu organisieren, war aber sichtlich überfordert. Selbst die bereitgehaltenen Schlagstöcke konnten nichts ausrichten. Es entstand eine, für unsere Verhältnisse, recht heftige Massenpanik. Es hat uns wortwörtlich die Schuhe ausgezogen. Zum Glück ist niemand gestürzt und somit ging es glimpflich aus.

Nun standen also mehrere hunderttausende Menschen am Strand, viele auch im Wasser und ließen einige der Figuren nach und nach im Meer verschwinden.

Für einige waren jedoch wir die größte Attraktion. In der ganzen Stadt haben wir nur ganz selten Touristen gesehen und somit war es auch verständlich, dass wir ständig angeschaut, gegrüßt oder sogar fotografiert wurden.

 

Nach anderthalb Tagen verließen wir Mumbai mit einem Nachtzug in Richtung Goa. Am Bahnhof gab es auch einiges zu sehen. Die Einheimischen stellen sich in einer Reihe auf, um in den Zug einzusteigen. Falls mal jemand herausspringt oder versucht sich vorzudrängeln, gibt es einen Hieb mit dem Schlagstock des bereitstehenden Polizisten. Anders scheinen sich die Menschenmassen nicht unter Kontrolle bringen zu lassen. Dies war jedoch nur in den billigsten Wagenklassen, also Stehplatz. Wir haben das zweitbilligste gebucht, Liegeplatz ohne Klimaanlage, Außerdem gibt es noch Liegeplatz mit Klimaanlage.

Im Bahnhof standen u.a. noch Ziegen und ein Sarg zur Verladung bereit.

Die Fahrt war recht angenehm und wir konnten sogar ein wenig schlafen. Natürlich waren wir wieder eine Attraktion. Die Einheimischen können sicher auch nicht nachvollziehen, warum wir reichen Europäer uns mit Ihnen in einen Wagen setzen. Jedenfalls bekamen wir diesen Eindruck. Als wir mit unserem Digicams Fotos schossen und diese direkt danach auf dem Display anschauen konnten, waren sie total begeistert und hatten so etwas anscheinend noch nicht gesehen. Am frühen Morgen erreichten wir dann Goa. Davon demnächst mehr!

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Fr

10

Aug

2012

Sofia

 

Endlich wieder Zug fahren! Dieses mal stand mir eine 9-stündige Fahrt bevor, beginnend in der rumänischen Hauptstadt Bukarest und endend in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Der Zug bestand aus nur 4 Wagons und startete mit der üblichen Verspätung von ca. 30 Minuten.

Die Fahrt führte stundenlang durch karge Landschaften und kleine Dörfer.

Ich konnte währenddessen die Seele baumeln lassen und mich mit anderen Reisenden unterhalten.

Der einzige längere Halt war an der rumänisch-bulgarischen Grenze, wo die Passkontrolle über eine Stunde dauerte. Nunja, wer mit diesem Zug reist hat keine Eile und kann diese Pause gut verkraften.

Nach der Grenze änderte sich wenig, bis auf den Zustand der Dörfer. Viele Häuser waren in desolatem Zustand, anscheinend jedoch bewohnt. Daneben oftmals riesige Industriebetriebe aus der kommunistischen Ära, keiner davon mehr in Betrieb. Ruine an Ruine.

Kaum zu glauben, dass ich mich immer noch in der EU befinde.

Irgendwann am späten Abend erreichte ich dann Sofia. Das Bahnhofsgebäude war riesig, hässlich und definitiv noch aus einem anderen Jahrtausend. Polizisten verboten mir sogar Bilder von dem Gebäude zu machen, ich hatte es aber bereits getan.

Dort wurde ich von dem zukünftigen Brautpaar abgeholt, woraufhin wir zum Flughafen fuhren um Heidi abzuholen.

Am Samstag schauten wir uns Sofia an. Wir sahen eine schöne Innenstadt mit vielen Cafes, Kneipen und alten Gebäuden. Schaut euch lieber die Bilder an, Städte beschreiben ist nicht so mein Ding.

Am Sonntag stand die Hochzeit an. Die Braut schlief, wie nach bulgarischer Sitte üblich, die Nacht vor der Hochzeit bei ihren Eltern und der Bräutigam (inkl. uns beiden) musste sie abholen. Bevor wir uns auf den Weg machten konnten wir uns aussuchen, ob wir mit Wodka oder Jack Daniels in den Tag starten. Na das kann ja heiter werden…

Bei den Eltern der Braut angekommen konnten wir aussuchen mit was wir weitermachen wollten, Wodka, Jack Daniels oder Wein. Dazu gab es tolle Snacks. Herrlich!

Danach ging es zum Standesamt. Dort versammelte sich bereits die gesamte Hochzeitsgesellschaft, also ca. 100 Personen. Als die Zeremonie vorbei war, fuhren alle zu einer ziemlich noblen Golf & SPA-Anlage irgendwo außerhalb von Sofia. Unsereins hätte sich das sicherlich nicht leisten können und vielleicht auch nicht wollen. Miri & Dani (das Brautpaar) sind, im Vergleich zu vielen ihrer Landsleute, relativ wohlhabend und somit war das wohl kein Problem. Gut für uns, denn vor Ort ging es sofort weiter mit Wein und Snacks. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir eigentlich auch mit Essen und jeder Menge netten Gesprächen. Am Abend wurde aus der Feier noch eine richtig gute Party. Freunde von Miri & Dani legten Musik auf und so wurde bis tief in die Nacht getanzt. Außerdem gab es, zu meiner großen Freude, einen Kicker. Somit war es toller Abend!

 

Am nächsten Tag schlenderten wir, nachdem wir wieder nüchtern waren, noch ein wenig durch Sofia und am darauffolgenden Tag verließen wir die Stadt mit einem Mietwagen gen Osten.

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Fr

10

Aug

2012

Bukarest

Von Sibiu war ich restlos begeistert. Das Stadtzentrum besteht aus mehreren grossen Plaetzen, die von schoen restaurierten Haeusern umgeben sind. Nebendran findet man kleine Gassen, Wassertuerme und jede Menge nette Cafes. In einer dieser Gassen arbeitete eine Gruppe deutscher Zimmermaenner, solche die sich auf Wanderschaft befinden...mir faellt der genaue Name grad nicht ein...ihr wisst schon.
Nach einem Tag hat man aber eigentlich auch schon alles gesehen, natuerlich immer davon abhaengig ob man sich fuer Kirchen, Museen etc. interessiert. Da dies bei mir nicht unbedingt der Fall ist, beschloss ich mir fuer den naechsten Tag einen Mietwagen zu organisieren. Dieser sollte mich durch die Suedkarpaten in Richtung Bukarest bringen. Gesagt getan und somit sass ich am Mittwochmorgen in einem weissen VW Golf. Der Wagen war noch relativ neu, gab aber Geraeusche von sich die man von deutschen Autos nicht gewohnt ist. Sicherlich sind die rumaenischen Strassen der Grund dafuer.
Schnell liess ich Sibiu hinter mir und durchfuhr Doerfer, in denen das eigene Feld und das Pferdefuhrwerk noch den Lebensmittelpunkt darstellen. Der Gegensatz zwischen Dorf-und Stadtleben ist extrem, widerum aber auch typisch fuer Osteuropa.
Ein paar Worte zum Strassenverkehr muss ich auch noch loswerden. Da es kaum Autobahnen gibt, spielt sich alles auf unterschiedlich gut ausgebauten Landstrassen ab. Dies beeintraechtigt natuerlich jene Autofahrer, die neue Luxuswagen fahren und moeglichst schnell ihr Ziel erreichen wollen. Es fuehrt dazu, dass man bei jeder noch so kleinen Moeglichkeit ueberholt wird und mit entgegenkommenden ueberholenden rechnen muss. Dem ungeuebten Autofahrer treibt das sicherlich schnell Schweissperlen auf die Stirn. Eigentlich funktioniert es aber nach einem einfachen System...jeder faehrt etwas riskanter, rechnet aber auch mit selbigem. Dies erhoeht den Spassfaktor, sowie den Puls. :-)

Mit dem Wagen fuhr ich bis in die Stadt Pitesti und gab ihn da ab. Da es in dieser Gegend keine Hostels gibt, musste ich notgedrungen am selben Tag noch bis nach Bukarest. Ich musste mich beeilen um noch den letzten Zug zu erwischen, jedenfalls dachte ich das.
Wie sich nachher herausstellte, sollte diese Zugfahrt alle vorherigen uebertreffen.
Der Zug fuhr mit knackigen 40 Minuten Verspaetung ab, natuerlich ohne irgendeine Ansage. Die Frontscheibe der Lok hatte einen Riss ueber die komplette Breite und die Wagen bzw. Abteile waren mehr als dreckig. Die Toilette war nicht abschliessbar, es gab kein Klopapier, Seife etc. und man konnte durch das Klo direkt auf die Gleise schauen. Das Beste war jedoch, dass die Tueren nur teilweise schlossen und einige waehrend der Fahrt einfach aufblieben. Ich sah sogar einen Zug, bei dem der letzte Wagen hinten offen war und man quasi herausspringen konnte. Gehalten wurde an jedem noch so kleinen Ort, von wo die Fahrgaeste teilweise mit Pferdefuhrwerken abgeholt wurden.
Irgendwann erreichte der Zug dann doch noch Bukarest, letztentdlich mit 1 Stunde Verspaetung. Leider versagten meine Akkus an diesem Tag, daher habe ich nur wenige Bilder. Trotzdem eine tolle Erfahrung!
Von Bukarest gibt es wenig zu erzaehlen. Mir wurde vorher schon von der Stadt abgeraten aber mangels anderer Moeglichkeiten war ich nun einmal da. Das einzig "interessante" ist das riesige Parlamentsgebaeude, welches der ehemalige Diktator Chaucescu bauen liess. Es ist angeblich das zweitgroesste Gebaeude der Welt (nach dem Weissen Haus), fragt mich nicht nach welchen Kriterien gemessen.
Da ich nicht in der Stadt bleiben wollte, machte ich am Donnerstag einen Tagesausflug zu einem Schloss. Dorthin brachte mich ein puenktlicher Zug mit relativ neuen, sauberen und klimatisierten Wagen. So unterschiedlich kann Zugfahren also sein. Witzigerweise bezahlte ich fuer Hin-und Rueckfahrt total unterschiedliche Preise, obwohl ich den gleichen zug nahm.

Nun war es also Freitagmorgen und ich machte mich auf den Weg zum Bahnhof, von wo ich den Zug nach Sofia nehmen wollte. Davon erzaehle ich beim naechsten mal.

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Di

07

Aug

2012

Sibiu

Am Samstagmorgen ging es also endlich los, der Zug und ich standen abfahrbereit am Gleis in Altona. Ich hatte mir einen Platz im 6er-Abteil reserviert, was bis zum Hamburger Hauptbahnhof auch ganz angenehm war. Da stiegen 2 junge osteurpaeische Familien ein, was an sich natuerlich kein Problem ist, nur leider hatten diese 2 kleine Kinder dabei. Nach weniger als 15 Minuten bin ich aus Abteil gefluechtet. Sie hatten auch bis Budapest reserviert...

Der Zug war relativ leer und somit fand ich schnell einen neuen. Die Fahrt, vor allem durch Tschechien, hatte landschaftlich einiges zu bieten und verging deutlich schneller als gedacht. Der Alkoholkonsum nahm nach der Grenze spuerbar zu, Totalausfaelle gab es aber soweit keine.

In Budapest angekommen, sprangen jede Menge Rucksacktouristen aus dem Zug. Nun ab ins Hostel und dann gleich noch kurz an die Donau, welche passenderweise auch nur 5 Minuten entfernt war.

 

Am Sonntag bin dann, bei geschaetzten 50Grad und reellen 37 Grad, den ganzen Tag durch die Stadt flaniert und hab mir den Bauch vollgeschlagen.

 

Gegen 19Uhr musste ich dann schon wieder am Gleis stehen, der Nachtzug nach Rumaenien wartete. Ich hatte im voraus einiges ueber Zugfahren in Rumaenien gehoert, das erlebte uebertraf all das. Der Zug fuhr mit "nur" 20 Minuten Verspaetung ab und war ziemlich voll. Ich hatte mir ein Platz im Liegewagen reserviert, was sich als 4 Quadratmeter grosse 6er-Kabine herausstellte. Natuerlich war die Kabine voll. Als Highlight der Fahrt stellte sich der Schaffner heraus. Kurz Nach der Abfahrt hatte er bereits eine Alkoholfahne, als ich Ihn das naechste mal sah lallte er und als ich ins Bett ging sass er im Speisewagen und hatte ein volles Glas vor sich stehen. Passend dazu wurde im Speisewagen auch kraeftig geraucht. Nun also versuchen zu schlafen! Die Klimaanlage war defekt und somit mussten wir das Fenster geoeffnet lassen um nicht in Ohnmacht zu fallen. Einer der 5 anderen Kabinenbewohner hatte sich vor dem schlafen ordentlich Bier reingetan und war entsprechend am schnarchen. als ich langsam zur Ruhe kam, ging die Tuer auf und das Licht an. Passkontrolle! Noch auf der ungarischen Seite. Halbe Stunde spaeter das gleich auf rumaenischer Seite. Es war mittlerweile 1Uhr nachts und um 6Uhr sollte ich aussteigen. Ich versucht also ein wenig zu schlafen. Die Schienen und Zuege in Rumaenien sind in realtiv schlechten Zustand, entsprechend gab es tierisch laute Fahrgeraeusche...tiktik tiktik tiktik...so ungefaehr. Zumindest war es gleichmaessig, deswegen bin ich vielleicht auch eingeschlafen.

Ein Aufgabe des Schaffners ist es u.a., die Fahrgaeste vor ihrem Ausstieg zu wecken. Was jetzt kommt ist klar...er hat es natuerlich nicht gemacht. Als ich aufgestanden war und auf den Ausstieg wartete, kam er, deutlich gezeichnet, aus seiner Kabine gelaufen. Er meinte wir waeren noch 1 Stunde von der Station entfernt, 10 Minuten spaeter waren wir da.

 

Nun stand ich also am Montagmorgen um 6Uhr in der rumaenischen Kleinstadt Sighisoara, wo anbeglich Dracula geboren wurde. Wie dem auch sei...ich wanderte einen Huegel hinauf und stand in einer wunderschoenen Altstadt, wo ich mir ein Fruestueck goennte. Neben mir am Tisch sassen junde deutsche Schrifsteller, sie sprachen ueber ihr aktuelles Buch welches sie dort momentan schreiben. Ich verbrachte einen herrlichen Vormittag da und machte mich gegen Mittag wieder auf den Weg zum Bahnhof, da ich noch bis nach Sibiu wollte. Auf dem Weg dahin sah ich Pferdefuhrwerke und jede Menge Leute, bei dem Versuch zu trampen. Pferdefuhrwerke sind in Rumaenien noch oft zu sehen und fuer die arme Landbevoelkerung anscheinend essenziell. Die Spritpreise sind uebrigens aehnlich hoch wie in Deutschland, bei einem Durchschnittseinkommen von 300 Euro/Monat. Daher nutzen sicherlich auch viele Leute die Moeglichkeit zu trampen und teilen dann die Spritkosten.

 

Am Bahnhof angekommen versuchte ich ein Zugticket zu kaufen, leider war die Warteschlange extrem lang und die Abfahrt in Kuerze. Also versuchte ich das Ticket im Zug zu kaufen.

Der Schaffner sass schlafend in einem Abteil und wollte sicher nicht von mir geweckt werden. Also setzte ich mich und wartete ab. Irgendwann kam er und wollte mein Ticket kontrollieren und war nicht begeistert, als ich keins vorzuweisen hatte. Ich versuchte ihm zu erklaeren das ich ein Ticket kaufen wollte, er aber schlief (War im nachhinein vielleicht nicht so klug?). Nach etwas Diskussion bekam ich ein Ticket zum Normalpreis.

Die Zugfahrt wurde zwischendurch von auf den Gleisen stehenden Tieren unterbrochen, verlief sonst aber problemlos. Die Ankunft war 45 Minuten spaeter als geplant, was aber nichts besonderes ist.

 

Nun bin ich also schon in Sibiu und geniesse den Ausblick aus meinen Hostelzimmer.

 

Bis bald

Marco

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Fr

03

Aug

2012

Hamburg (noch)

Morgen ist es endlich soweit, das Reisen beginnt erneut. Zuerst bringt mich der EuroCity von Hamburg, ohne umzusteigen, nach Budapest. Nachdem ich mir einen Tag die Stadt gegönnt habe, bringt mich ein Nachtzug nach Sighisoara (Rumänien). Von da an habe ich 5 Tage Zeit um gemütlich nach Sofia (Bulgarien) zu gelangen. Dort sind wir nächstes Wochenende auf einer Hochzeit eingeladen.

Danach führt unser Weg in einem Mietwagen durch Bulgarien ans Schwarze Meer in die Nähe von Burgas (immernoch Bulgarien :-) ). Das Ziel der ganze Reise lautet aber Istanbul. Da es aber sehr schwierig ist mit einem Mietwagen die EU-Grenze zu überqueren, haben wir uns für einen Überlandbus entschieden, dies bedeutet ein 10 stündige Busfahrt. Nach einem Wochenende in Istanbul geht es mit dem Flieger zurück nach Hamburg.

 

Aber jetzt gehts erstmal los!

 

Marco

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Sa

02

Jul

2011

Trampen Teil 3 und danach

Hey!

 

Weiter gehts. Der groesste Teil der Tramperstory ist eigentlich schon erzaehlt. Ich war nun also in Katherine und hatte 2 Moeglichkeiten.

 

1. Von da aus versuchen einen neuen Lift gen Sueden zu finden. Von da aus waeren es aber nochmal mehr als 3000km bis nach Melbourne gewesen und fast der gesamte Weg fuehrt durchs Outback.

2. Mit meinem jetzigen Lift nach Darwin fahren und einen Flieger nach Melbourne nehmen.

 

Fuer letzteres habe ich mich dann auch entschieden. Das Trampen hatte bis dahin wirklich Spass gemacht aber langsam hatte ich auch genug. Also Flug gebucht und mit ihm die letzten 200 Kilometer nach Darwin gefahren. In Darwin hat er mich am Zoo herausgelassen. Dort habe ich mir dann Krokodile, Loewen usw. in Gefangenschaft angeschaut (s. Bilder). Werd ich wohl so schnell nicht mehr machen.

 

In derselben Nacht flog ich dann noch nach Melbourne.

 

Da angekommen holte ich zuerst einmal mein Auto ab. Dies hatte ich ja bei einer Privatperson abgestellt und regelmaessig dafuer bezahlt. Zu meiner Ueberraschung sprang das Auto problemlos an und machte keinerlei Probleme.

Ich fuhr also erstmal zum Strand und schlief da.

In Melbourne waren es zu diesem Zeitpunkt nur ca. 18 Grad und es regnete ziemlich viel. Dies waren dann meine ersten kalten Tage seit ca. 9 Monaten.

Aufgrund des Wetters wollte ich nicht laenger in Melbourne bleiben.

 

Wohin nun?

Es standen 2 Moeglichkeiten zur Auswahl.

1. Auf an die Ostkueste und da ein paar Monate verbringen.

2. Zurueck nach Fremantle

 

Da ich die Ostkueste aber nicht unbedingt sehen wollte, sondern lieber wieder an einen mir bekannten Plantz zurueck wollte, entschied ich mich zurueck nach Fremantle zu fahren.

Somit verliess ich Melbourne Ostersamstag und fuhr in 4,5 Tage 3500km zurueck nach Fremantle. Der groesste Teil der Strecke fuehrte wieder durchs Outback und ich fuhr nie schneller als 90km/h, um Sprit zu fahren. Sowas muss man schon echt wollen, ansonsten schafft man das nicht!

Es war aber toll nochmal das Outback zu sehen. Ein paar Bilder befinden sich unter dem Text.

Auf der Strecke, kurz hinter Melbourne, stoppte ich kurz in dem Ort Hahndorf. Ich hatte schon vorher von Hahndorf gehoert. Dies ist eine kleine Stadt, die angeblich typisch deutsch aussieht. Nach 5 Minuten bin ich von da aber wieder gefluechtet, da es nur eine reine Touristenattraktion ist. Nichts sah wirklich deutsch aus, ausser dass die Haeuser deutsche Namen trugen.

Da waren jede Menge asiatische Touristen, die jeden Winkel fotografierten und nun warscheinlich denken, so sieht Deutschland aus.

 

Nach 4,5 Tagen war ich dann also zurueck in Fremantle. Hier habe ich die letzten Wochen verbracht und am Montag trete ich von hier aus den Heimweg an. Mein Weg fuehrt mich ueber Singapur, wo ich 5 Tage bleiben werde. Von da aus fliege ich nach Qatar, wo ich noch einen halben Tag verbringe werde.

Von Qatar geht es dann dirkekt nach Frankfurt und dann mit dem Nachtzug weiter nach Dresden, wo ich am 11. Juli ankomme.

 

Dann sag ich mal...man sieht sich demnaechst wieder in Deutschland!

Tschau!!!

 

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So

12

Jun

2011

Trampen Teil 2

Alright, soweit sogut.

Ich hatte am ersten Tag also schon 300km geschafft. Die naechste Stadt (Broome) war 500km entfernt. Mein Lift bot mir an, mich noch ca. 300km mitzunehmen. Dann wollte er allerdings fuer einen Tag an einem See stehenbleiben.

Ich entschied, mich an den Highway zu stellen und auf einen neuen Lift zu warten. Also postierte ich wieder mein Pappschild vor mir und hielt den Daumen raus. Ich hatte das Schild noch nicht richtig ausgerichtet, da hielt auch schon ein Auto an (Bild 1).

Das Auto ist ein sogenannter Ute (ausgesprochen: Jut), d.h. es hat eine Fahrerkabine und hinten eine Ladeflaeche. Diese Art von Autos sieht man hier staendig.

Der Fahrer war ein junger Australier, der nach Broome fuhr. Da er die 500km, auf denen man nicht einen einzigen Ort durchfaehrt!!!, nicht alleine fahren wollte, nahm er mich mit.

Auf der Strecke kann man wohl relativ oft Kamele sehen, leider sahen wir keine. Mein Fahrer kannte sich relativ gut mit der australischen Geschichte aus und konnte mir daher vierl erzaehlen, u.a. wie die Kamele nach Australien kommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Unterwegs stoppten wir einmal zum tanken, wo ich diesen farbenfrohen Vogel fotografieren konnte (Bild 2).

Nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir am fruehen Nachmittag Broome. Ich war somit schon 800km getrampt.

Da die naechste Stadt, mit dem tollen Namen Kununurra, mehr als 1000km entfernt war, entschied ich vorerst in Broome zu bleiben. Ich hatte vorher von einem gutem Hostel gehoert, wo ich auch eincheckte. 

Dann ging ich erstmal zum Strand und genoss den Sonnenuntergang (Bild 3& 4).

Als ich ins Hostel zurueckkam, traf ich zufaellig einen deutschen, den ich vorher in Fremantle und Melbourne getroffen hatte!

Er hatte u.a. meinen Fuehrerschein von Fremantle bis Melbourne gebracht, da ich ihn vergessen hatte. Aber das ist auch eine andere Geschichte.

Sein Vater ist Australier und hat ein Haus in Broome. Er war aber momentan in Deutschland und somit wohnte der Typ mit ein paar anderen Freunden in dem Haus seines Vaters. Er bot mir an, mit in dem Haus zu wohnen, was ich natuerlich annahm.

Letztendlich verbrachte ich 3 Tage da, bevor ich mich wieder an den Highway stellte und weitertrampte.

Das naechste Ziel war nun also Kununurra, mehr als 1000km entfernt. Ich begab mich extra schon 7Uhr morgens zum Highway, um evtl. noch am selben Abend in Kununurra zu sein. Ich stand geschlagene 3 Stunden am Highway, ohne das ein Auto anhielt. Ich dachte schon daran, zurueck in das Haus zu gehen und es am naechsten Tag wieder zu probieren. Gluecklicherweise hielt dann doch noch jemand an, diesmal sogar ein (kleiner) Lkw (Bild 5).

Der Fahrer war ein Vertreter, der in Darwin wohnt (1800km entfernt) und seine Kunden in Broome besucht hat. Er arbeitet fuer eine deutsche Firma, die Autoersatzteile vertreibt. Er faehrt 1x im Monat die 1800km von Darwin nach Broome hin und zurueck, was fuer ein Wahnsinn. Gluecklicherweise fuhr er an dem Tag zurueck, an dem ich am Highway stand.

Da auch er nicht alleine fahren wollte, bot er mir einen Lift bis nach Darwin an!!!

Ich nahm natuerlich an und es ging los.

Sein Tagesziel war Kununurra, somit koennte ich es doch noch am selben Tag dahin schaffen.

Da es in den letzten Wochen aber ueberdurchschnittlich viel geregnet hatte, waren einige Bruecke auf unserer Strecke beschaedigt, die man daher nur tagsueber ueberqueren durfte. Dadurch war er noch nicht sicher, ob wir es bis Kununurra schaffen werden.

Es war schon spaeter Nachmittag, als wir im letzten Ort vor den besagten Bruecken ankamen. Man muss dazu sagen, dass wir auf der gesamten Strecke von Broome bis Kununurra (ca. 1000km) lediglich 2 Orte durchquerten.

Er rief die Polizei an um herauszufinden, ob die Bruecken immernoch gesperrt sind.

Die Bruecken sind uebrigens alle einsprurig, getreu dem Motto...das groessere Fahrzeug hat Vorfahrt (Bild 6 &7).

Gluecklicherweise waren die Reparaturarbeiten beendet und die Bruecken somit wieder durchgehend freigegeben. Daher kamen wir noch am selben Abend in Kununurra an. Nun hatte ich also schon 1800km geschafft.

Ich checkte in einem Hostel ein und er fuhr zu einem Hotel, welches im natuerlich seine Firma bezahlt.

Am naechsten Morgen holte er mich an dem Hostel ab und wir setzten unsere Fahrt fort. Das naechste Ziel war die 600km entfernte Stadt Katherine, wo er am naechsten Tag noch Kunden besuchten musste.

Da wir nicht wirklich in Eile waren, hielt er zwischendurch oft an und zeigte mir schoene Stellen entlang der Strecke (Bilder 8 - 11) und fing einen Fisch. :-).

Nachmittags kamen wir dann in Katherine an, wo ich wieder in ein Hostel eincheckte und den Rest des Tages genoss.

Ich hatte nun schon 2400km geschafft.

 

Soviel fuer heute!

Bis bald!

Marco

 

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Mo

06

Jun

2011

Trampen Teil 1

Hallo Welt!

 

Ohje, der letzte Eintrag ist schon fast 2 Monate her! Man koennte denken, mir waere das Trampen nicht gut bekommen! Das ganze Gegenteil war aber der Fall, es war eine super Erfahrung.

Ich war nur etwas faul bzgl. des Updaten meiner Homepage, was ich hiermit aendern moechte.

 

Anbei nun ein Erfahrungsbericht.

Am 13.04. brachte mich ein Bekannter zum naechstgelegenen Highway ausserhalb der Stadt Karratha. Nun wollte ich also mein Glueck als Tramper versuchen. Praepariert war ich mit einem "drink jug", dies ist ein isolierter Trinkbehaelter mit 5 Liter Fassungsvermoegen, einem Pappschild mit der Aufschrift Broome und Darwin, meine naechsten beiden Ziele, und meiner Reisetasche (s. Bild 1).

 

Nach nur 2 Minuten hielt auch schon das erste Auto an, was fuer ein Glueck! Der Fahrer bot mir einen Lift an, jedoch nur in den naechsten Ort welcher 20 Kilometer entfernt war. Ich nahm an.

 

Im naechsten Ort angekommen stellt ich mich wieder an den Highway und hielt meinen Finger raus. Es hielten auch Autos an aber leider aus anderen Gruenden. Zuerst bot mir jemand einen Job an(!?!) Da ich jedoch 2 Monate lang, 6 Tage die Woche bei durchgehend 35 Grad oder mehr,  fuer eine Umzugsfirma gearbeitet habe, lehnte ich dankend ab. Danach hielt jemand an um mir eine Wasserflasche zu schenken, danke nochmal! Danach hielten 2 Frauen an, die sich Sorgen um mich machten da ich die ganze Zeit in der Sonne stand und mich zu einem schattigeren Plaetzchen bringen wollten. Ich konnte Sie jedoch davon ueberzeugen, dass ich mich recht wohl fuehlte und nur etwas schwitzte. Daraufhin brachten Sie mich, auf meine Bitte hin, zum Ortsausgang. Dort versuchte ich nun weiterhin einen Lift zu bekommen, es hielt jedoch niemand an. Zumindest hatte ich meine Kopfhoerer dabei und konnte mir damit die Zeit vertreiben (Bild 2). Etliche Lkw's fuhren auch vorbei, leider hielt auch keiner von ihnen an (Bild 3).

Nach langen 3 Stunden warten, ohne das etwas passierte, fing ich schon an Plaene zu schmieden, wie ich denn wieder nach Karratha zurueckkomme. Zu meiner Ueberraschung hielt doch noch jemand an.

Es war ein 64-jaehriger Neuseelaender, der jedoch schon lange in Australien lebt. Er fuhr mit seinem Wohnmobil (Bild 4 & 5) von Perth nach Broome. Nun konnte es also losgehen.

 

Auf der Fahrt sahen wir eine Art Tornado(?) und direkt daneben einen Sandsturm (Bild 6). Wenig spaeter standen Rinder direkt neben dem Highway, blieben gluecklicherweise aber auch da stehen (Bild 7). Wieder ein wenig spaeter, wir fuhren immernoch und es war schon dunkel, lag eine Schlange auf der Strasse. Ungluecklicherweisse stand wenige Meter weiter eine braune Kuh auf unserer Fahrspur...braune Kuh + Dunkelheit = Gefahr. Da der Fahrer auf die Schlange schaute und ich gluecklicherweisse auf die Kuh, rief ich ihm ein lautes "watch out" zu, woraufhin er die Kuh sah und ihr auswich. Wenig spaeter hielten wir am naechsten Roadhouse an, wo wir uebernachten wollten.

Ich war jedoch denkbar schlecht ausgestattet, hatte kein Zelt oder Isomatte, sondern nur meinen Schlafsack dabei. Also versuchte ich im Roadhouse ein Zimmer zu bekommen. Insgeheim hoffte ich aber darauf, dass er mich in seinem Wohnwagen schlafen laesst.

Das Zimmer im Roadhouse sollte 100 Dollar (70 Euro) fuer eine Nacht kosten! Als er das hoerte, bekam er Mitlied mit mir und bot mir einen Schlafplatz in seinem Wohnwagen an, den ich natuerlich gern annahm :-) . Danach machte er noch Abendbrot fuer uns und dann gingen wir schlafen. 

 

Wie es am naechsten Tag weiterging, erfahrt ihr im naechsten Teil

(der hoffentlich nicht wieder solange auf sich warten laesst).

 

Marco

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Di

12

Apr

2011

Auf gehts ins Ungewisse

Hey!

 

Meine Stimmung hat sich wieder deutlich gebessert! Ich habe entschieden Karratha zu verlassen und werde dies morgen tun.

Ich moechte zurueck nach Melbourne und mein Auto abholen. Eigentlich wollte ich fliegen aber dies ist ziemlich teuer. Daher kam mit der Gedanke, nach Melbourne zu trampen. Die Strecke betraegt ca. 6000km und ich habe dafuer 10 Tage.

Am 24. April muss ich naemlich spaetestens mein Auto abholen. Ich bin gespannt, was auf der Strecke alles so passiert.

 

Anbei noch ein paar Bilder von dem Loch, ach nein, Hostel, indem ich die letzten 2 Monate gewohnt habe.

 

Biks zum naechsten mal...in Melbourne!

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Do

07

Apr

2011

Grausame Welt

Hey!

 

Bei mir laeuft es momentan eher schlecht als recht, ich will es erklaeren.

 

Ich habe gestern meinen Job bei der Umzugsfirma gekuendigt, da ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich arbeite mit 5 Leuten zusammen, davon sind 4 harte Alkoholiker. Diese Woche war es am extremsten. Wir haben meistens nur bis zum Mittag gearbeitet, sind danach in die Firma zurueckgefahren und die anderen haben sich zugezogen. Wir (Kumpel und Ich) haben dann Nachmittags noch weitergearbeitet und als wir spaeter wieder in die Firma kamen, waren die anderen total besoffen.

Einer von den Typen ist ein Backpacker aus Estland, der schon 5 Monate da arbeitet und sich anscheinend sehr gut angepasst hat. Letzten Samstag hat er uns um 7.30Uhr morgens abgeholt. In einer Hand hielt er eine Dose Jack Daniels oder Jim Bean, genau weiss ich es nicht mehr.

Daraufhin haben wir ihn vom Fahrersitz geholt und sind selbst gefahren. Ausserdem haben wir ihm unsere Meinung dazu gesagt, was in seinem Hirn aber wohl nicht ankam. Kurze Zeit spaeter waren wir beim Kunden. Er stank ordentlich nach Alkohol aber sprach trotzdem ausgiebig mit dem Kunden, welcher sich warscheinlich seinen Teil gedacht hat.

Da mir sowas deutlich die Laune vermiest, habe ich entschieden zu kuendigen. Jetzt suche ich nach einem neuen Job, mal schauen was sich ergibt.

 

Anbei noch ein paar Bilder vom meinem Roadtrip.

Ausserdem zwei Bilder von letzten Wochenende. Mein Kollege Martin hatte seinen 30. Geburtstag und dies haben wir mit 2 Englaendern und 3 Australiern gefeiert.

 

Machts gut

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Do

17

Mär

2011

Ueberschrift

Hallo mal wieder!

Ich habe lange nichts von mir hoeren lassen, die letzten Wochen sind aber auch wie im Flug vergangen.

 

Allein in den letzten 2 Wochen habe ich zusammen 140 Stunden gearbeitet. Ich arbeite immernoch als Umzugsmensch aber mittlerweile fuer eine andere Firma.

Ich habe eine Firma gefunden, die mehr Geld bezahlt. Daraufhin hat mit die alte Firma ein besseres Angebot gemacht, damit ich bleibe. Da ich bei der neuen Firma aber mehr Stunden arbeiten kann, habe ich abgelehnt.

Hier ist man als Arbeitnehmer noch in einer wirklich guten Situation.

 

Ich bin also immernoch in Karratha, einer Stadt die keiner mag.

Hier in der Gegend gibt es sehr viele Minen.

Die Minenfirmen schicken ihre Arbeiter hierher, bezahlen ihnen die Unterkunft und entlohnen Sie ausserdem noch mehr als gut.

Nach 2 Jahren duerfen viele dann wieder wegziehen von hier, meistens zurueck nach Perth.

Das ist auch der Grund, warum wir so viel Arbeit haben. Tagtaeglich raeumen wir Haeuser ein oder aus von oben genannten Personen.

 

Meine beiden Chef sind ein Paearechen und haben auch noch denselben Vornamen, sehr verwirrend. Der eine von beiden lebt etwas extrem! Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der sein Koerper so kompromisslos ruiniert. Er raucht ca. 60 Zigaretten am Tag und ist eindeutlig Alkoholabhaengig.

Alkohol ist hier eh ein grosses Problem! Die meisten Leute haben viel Geld aber nach der Arbeit nichts zu tun, also wird getrunken.

Neulich haben wir, in einer 230k entfernten Stadt, Umzugsgut angeliefert. Es war Freitagvormittag 10.30Uhr, als wir damit fertig waren. Als Dank haben wir vom Kunden natuerlich erst einmal jeder 2 Bier bekommen.

Oben genannter Kollege fuhr danach zum Getraenkeladen und kaufte sich eine Kiste Bier. Man muss dazu sagen, er fuhr den Lkw.
Wir sind also die 230km zurueckgefahren und als wir ankamen hatte er, waehrend der Fahrt, noch 6 oder 7 Bier getrunken. Ich hatte die ganzen Zeit in der Kabine des trucks gelegen und geschlafen.

Vor der Polizei hat oben genannter Kollege wenig Angst, weil jeder Polizist der nach Karratha umzieht, von unserer Firma seine Moebel geliefert bekommt. Daher kennt er hier jeden Polizisten und versteht sich entsprechend gut mit ihnen.

 

Auf den 230km durchfaehrt man uebrigens keinen einzigen Ort, nur ein Roadhouse kommt am Wegesrand.

 

Neulich sind wir auch mal in eine Stadt gefahren, die 650km entfernt ist.

Auf der gesamten Strecke haben wir auch keinen Ort durchquert, wieder nur Roadhaueser. Spaetestens dann realisiert, in was fuer einer abgelegenen Gegend man eigentlich ist.

 

Noch kurz ein Schwenk von der Arbeit:

(Schon wieder) Neulich haben wir bei einer Mine Buermoebel angeliefert. Die neue Mine kostet mal eben 12 Milliarden Dollar, nur so nebenbei. Minen haben extrem hohe Sicherheitsvorschriften, daher mussten wir, bei nahezu 40 Grad Aussentemperatur, mit langen Klamotten, Schutzbrille und Schutzhelm, stundenlang Moebel schleppen. Ich habe warscheinlich noch nie vorher so geschwitzt. Aber was tut man nicht alles fuer Geld.

 

Das war nur ein kleiner Eindruck von dem, was in den letzten Wochen passiert ist.

 

Bis neulich!

 

 

 

 

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So

20

Feb

2011

Arbeit nervt...nicht immer!

Gruess Gott!

 

Heute mal ein paar Eindruecke von meiner Arbeit. In dieser Woche sind wir mehrmals in einen Ort gefahren, der 200km entfernt ist um da Umzugsgut anzuliefern. Auf der gesamten Strecke durchquert man einen einzigen "Ort", d.h. dort gibt es eine Tankstelle und ca. 10 Haeuser. Ansonsten passiert auf der gesamten Strecke nicht wirklich viel. Abundan sieht man wildlebende Kuehe, die direkt neben der Strasse stehen und mich automatisch zum bremsen veranlassen. Bisher sind wir aber gut miteinander ausgekommen und es gibt noch keine Verluste zu verzeichnen.

 

Die letzten Tage hat es teilweiseauch extrem viel geregnet, was zu dieser Jahreszeit aber nicht ungewoehnlich ist. Dadurch wurden jedoch die Strassen ueberflutet und teilweise stark beschaedigt. Mehr dazu...siehe Bilder!

 

Warscheinlich werde ich in den naechsten Tagen bei einer anderen Umzugsfirma anfangen, diese bezahlt halt einfach mehr (Ja, ich bin kaeuflich).

Man sagt seinem Chef halt einfach, dass man morgen nicht mehr kommt und dann ist das Arbeitsverhaeltnis beendet, so einfach ist das.

 

Soviel fuer den Moment, Tschau!

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Di

15

Feb

2011

Karratha

Gruesse!

 

Ich bin nun seit einer Woche in Karratha, im Norden von Western Australia.

 

Nach 2 Tagen hatte ich auch schon einen Job gefunden. Ich arbeite fuer eine Umzugsfirma als Truckfahrer und Umzugshelfer. Hier in Karratha verdient man ueberall extem viel Geld, da es viel Arbeit aber relativ wenig Arbeiter gibt. Da meine Firma relativ wenig bezahlt (ca. 17Eur/h) und mein Chef das weiss, schreibt er auf unserem Stundenzettel immer mehr Stunden auf, als wir wirklich gearbeitet haben. Somit bezahlt die Hauptniederlassung uns auch mehr Geld uns als eigentlich zusteht. Naja, wieso nich... :-)

Nun suche ich mir noch einen Nebenjob fuers Wochenende, um noch mehr Geld zu sparen. Dann will ich versuchen hier 3 Monate durchgehend zu arbeiten um danach seeehr lange reisen zu koennen, mal schauen obs klappt.

 

Mein Chef hat uns (arbeite mit einem Kumpel zusammen, den ich aus Hamburg kenne) am zweiten Tag gleich auf Bratwurst und Bier eingeladen. Der Abend endete mit einer Polizeikontrolle, bei der mein Chef eine Strafe von 200 Dollar bekam, weil er, auf dem Beifahrersitz, eine Flasche Bier in der Hand hatte. Am naechsten Morgen war er noch so betrunken, dass wir ihn wecken mussten und dann alleine anfangen mussten zu arbeiten.

 

Ok, soviel dazu.

 

Anbei noch ein paar Bilder von hier und vom Roadtrip.

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Do

03

Feb

2011

Darwin und das tropische Klima!

Der Flug nach Darwin hat problemlos geklappt und so bin ich noch in derselben Nacht angekommen und habe ins Hostel eingecheckt. Das erste was ich sah, als ich ins Hostelzimmer kam, war eine Kakerlake die ueber den Boden raste, tolle Begruessung.

Ansonsten ist das Klima hier einfach nur puhhh! Es sind immer ca. 30 Grad und 75% Luftfeuchtigkeit, sodass man vom nichtstun schwitzt.

Daher habe ich absolut keinen Elan, mir hier auch nur irgendetwas anzuschauen und liege lieber den ganzen Tag im Hostelpool rum.

Da der Supermarkt leider nicht direkt am Hostel angeschlossen ist, muss ich doch abundan ein paar Meter durch Darwin laufen.

Dabei begegnen mir dann dutzende Aborigines, die entweder um Geld betteln oder faul in der Sonne liegen. Hmh, was aus dem Urvolk hier geworden ist!!!

 

Morgen verlasse ich Darwin dann auch schon wieder und fliege nach Karratha, wo ich dann warscheinlich eine Weile arbeiten werde um danach den naechsten Roadtrip machen zu koennen.

Passend dazu noch ein paar Bilder vom letzten Roadtrip...

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Mo

31

Jan

2011

Was'n durcheinander!

Hey!

In meinem Leben passiert momentan wieder so einiges...fangen wir mal an. Ich war nun 2 Wochen in Melbourne und habe weiterhin in meinem Auto auf dem Parkplatz uebernachtet.

Der Parkplatz ist recht beliebt unter Backpackern, sodass wir teilweise mit 20 Autos da parkten.

Eines schoenen Tages wollte ich mich auf die Suche nach einem Job als Truckfahrer begeben, kuz vorher habe ich jedoch erfahren, das mein Int. Fuehrerschein im Bundesstaat Victoria nicht gueltig ist, d.h. ich darf in Victoria keine Trucks fahren.

Andere Jobs sind relativ schwer zu bekommen, da, wegen dem Hochwasser, hier extrem viele Backpacker sind.

Ein Kumpel von mir ist zufaellig in einer kleinen Stadt in Western Australia (Karratha) gelandet, in der es viel Arbeit fuer guten Lohn gibt. Sonst hat die Stadt nichts zu bieten. Daher habe ich entschieden, in diese Stadt zu fliegen um da ein paar Monate zu arbeiten und Geld zu sparen.

Melbourne ist zwar schoen aber noch schoener, wenn man ein volles Konto hat.

Fuer mein Auto und all den anderen Kram, den ich mittlerweile besitze, habe ich einen Parkplatz gemietet, wo ich das Auto danach wieder abholen kann und hoffentlich weiter nutzen kann.

Dann noch fix einen Flug bei Qantas nach Karratha gebucht.

 

Heute bin ich dann frohen Mutes zum Flughafen gefahren und wollte fliegen. Beim einchecken gab es allerdings Probleme...wie sich dann herausstellte, konnte die Qantas das Geld von meiner Kreditkarte nicht abbuchen, hat mir aber trotzdem den Flug confirmed.

Haetten sie dies nicht getan, haette ich es gemerkt und haette entsprechend wieder Geld auf meine Kreditkarte geladen, shit!

Also wieso bestaetigen Sie den Flug, wenn Sie das Geld nicht abbuchen koennen? Fuck!

Einen anderen Flug hatten Sie natuerlich nicht.

Nun stand ich da...was soll ich tun?

Also habe ich mir den guenstigen Flug herausgesucht, den es heute noch ab Melbourne gibt. Nun fliege ich mit Tiger Airways in 5 Stunden nach Darwin. :-) Naja, eigentlich 5 Stunden, der Flug ist jetzt schon als verspaetet angezeigt...

In Darwin habe ich mir eben ein Hostel gebucht fuer heute Nacht.
Da ist momentan wet season, d.h. heiss, schwuel und Unwetter!

Das kann was geben...

Naja, morgen bin ich dann also in Darwin und der Rest wird sicher wieder ergeben.

 

Anbei noch ein paar Bilder aus Melbourne und bis bald...

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Fr

21

Jan

2011

Melbourne

Hey, da bin ich mal wieder!


Nach nahezu 3 Wochen und 6200km ist der Roadtrip beendet und ich bin, vor 5 Tagen, in Melbourne abgekommen.

Eigentlich wollte ich zuerst weitere Bilder vom Roadtrip zeigen, da ich aber von Melbourne so begeistert bin, zeige ich zuerst Bilder von hier.

 

Alles wichtige steht unter den Bildern.

 

 

Ich bin uebrigens daran interessiert, mit euch zu skypen. Wenn ihr das auch so seht, schreibt mir doch mal euren Accountnamen. Mittlerweile interessiert es mich schon, was ich in z.B. Hamburg alles so verpasse. Wuerd mich freuen.

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So

02

Jan

2011

Roadtrip

Moin Moin im neuen Jahr.

 

Anbei ein paar Bilder von unserem immernoch andauernden Roadtrip. Wir haben in den letzten 6 Tagen ca. 1500km zurueckgelegt und so langsam bekommt man einen Eindruck, wie gross und schoen dieser Kontinent ist.

Teilweise faehrt man 30min auf dem Highway, ohne auch nur einem einzigen anderen Auto zu begegnen.

Momentan befinden wir in einer Stadt namens Esperance, von wo aus wir morgen nach Kalgoorlie fahren und danach dann ins richtige Outback. Vorher heisst es nochmal Wasserkanister und Vorratsboxen auffuellen, da wir in den naechsten Tagen wohl keinen Supermarkt zu Gesicht bekommen werden.

 

Vielmehr kann ich momentan nicht schreiben, da wir nur begrenzten Internetanschluss haben und Handynetz auch nur selten. Unter den Bildern gibt es teilweise eine kleine Erlaeuterung.

 

Danke fuer die letzten Kommentare von euch, ich freue mich immer sehr darueber.

 

Na dann haltet die Ohren Steif

bis die Tage...

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Fr

17

Dez

2010

Es tut sich einiges

Moin Moin!

 

Ich habe mal wieder bischen was zu erzaehlen.

 

Mein letzter Job endete diesen Mittwoch, nach doch nur 3 Wochen. Man bekommt halt einfach gesagt, dass man naechsten Tag nicht mehr wiederkommen muss.

Nun hatte ich 2 Tage frei und ab morgen beginnt schon wieder ein neuer Job.

 

Ich bin immer wieder fasziniert, wie einfach das hier ablaeuft.

Man beginnt irgendeinen Job, wenn man seine Arbeit gut gemacht darf man bleiben und wenn man schlecht arbeitet, wird man halt einfach nach Hause geschickt.

 

Ab morgen arbeite ich anscheinend bei einer Umzugsfirma oder sowas aehnlichem, genau weiss ich das noch nicht.

 

Ansonsten ist in der Zwischenzeit ein Kumpel aus Hamburg hier eingetroffen. Wir haben uns beim Zivildienst kennengelernt. Er wollte eigentlich nach Suedafrika aber als ich ihm von Australien erzaehlt habe, hat er sich dafuer entschieden. Er hat ein paar Tage mit mir im Hostel gewohnt und sich nun einen CamperVan gekauft.

Da er von Beruf Kfz-Meister ist, habe ich die Chance ergriffen und mir auch ein Auto gekauft, welches er vorher gecheckt hat. Meine finanziellen Mittel liessen leider nur einen Kleinwagen zu. Trotzdem bin ich mit dem Kauf vollends zufrieden. Es ist ein Hyundai, Baujahr 1992 mit 180000km. Dies klingt fuer deutsche Verhaeltnisse warscheinlich viel, ist hier abend vollkommen normal. Bezahlt habe ich fuer das Auto 1000 Dollar (ca. 700), inklusive kompletter Campingausruestung. das Auto hat keine Rueckbank, sondern eine gerade Flaeche zum schlafen. Da diese ein wenig zu kurz fuer mich ist, bin ich noch dabei es entsprechend umzubauen.

Den Dachgepaecktraeger habe ich mir heute noch dazugekauft, um Ersatz + Wasserkanister, sowie Zelt und Ersatzreifen verstauen zu koennen.

Es ist auch nicht wirklich in gutem Zustand, d.h die Hinterraeder sind ziemlich abgefahren, der linke Aussenspiegel ist kaputt und die Frontscheibe hat einen ziemlich grossen Riss. Da es hier aber keinen Tuev gibt, kann man so rumfahren. Falls man aber von der Polizei abgehalten wird, bekommt man ein Ticket und muss alles reparieren, hoffentlich hab ich Glueck und werde nicht angehalten.

 

Ich starte vorrausichtlich nach Weihnachten mit dem Auto meinen ersten Roadtrip durchs Outback. Warscheinlich nehme ich noch eine deutsche Backpackerin mit, dann wird es deutlich guenstiger.

 

Wo die Reise hinfuehrt wird sich zeigen, ein wirkliches Ziel gibt es nicht.

 

Ich bin immernoch auf der Suche nach einem Farmjob, falls ich keinen finde wird die Reise wohl einfach gen Osten, sprich Melbourne und Adelaide fuehren.

Ich lass mich ueberraschen!

 

Danke fuer eure Mails der letzten Wochen. Ich war leider so beschaeftigt (50 Stunden p. Woche arbeiten, Auto suchen, Job suchen, Leben!), dass ich sie noch nicht beantworten konnte. Ich werde es sobald wie moeglich tun.

 

Bis dahin

bleibt sauber

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Di

07

Dez

2010

Ich war im Gefaengnis

...aber nur zu Besuch. Hier in Fremantle (wo ich immernoch bin) gibt es ein Gefaengnis, welches 1991 geschlossen wurde. Seitdem kann man es besichtigen. Dies tat ich neulich. Teilweise gab es echt pikante Informationen, z.B.:

Die Toilette bestand bis 1991 aus einem Eimer je Zelle, dieser wurde dann morgens ausgeleert. Da die Zimmer nur wenige Quadratmeter gross waren, muss der Geruch dementsprechend stark gewesen sein, lecker...

Anbei ein paar Bilder aus dem Gefaengnis.

Danach war ich bei einer Bierverkostung. Es gibt hier einen Pub mit 34!!! verschiedenen Biersorten im Angebot. Man bekommt 6 Schnapsglaeser auf einem Holzbrett mit verschiedenen Bieren. Das es mir gefallen hat, kann man wohl auf dem Bild sehen.

Als ich danach ins Hostel kam, wurde mir mal wieder ein Job angeboten. Daraufhin habe ich kurz da angerufen und nun arbeite ich bei der Firma seit anderthalb Wochen. Es war also mal wieder unglaublich schwer einen Job zu finden, quasi unmoeglich :-) Die Firma stellt Unterwassergewichte her. Mein Job besteht darin, den ganzen Tag Plastikeimer aneinanderzusetzen und mit Plastikclips zu verbinden, quasi wie Lego spielen nur in gross.

Der Job sollte eigentloch nur 3 Wochen sein, nun kann ich da aber wohl bis mindestens ende Dezember arbeiten. Mal schauen ob ich das mache. Eigentlich moechte ich als naechstes auf einer Farm oder auf einem Fischerboot fuer eine Weile arbeiten. Ich bin schon dabei mich zu bewerben, mal schauen obs klappt.

Dazu vielleicht naechstes mal schon mehr...

 

Achja, Weihnachtsmaenner sehen bei 30 Grad echt merkwuerdig und laecherlich aus!

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Do

25

Nov

2010

Geburtstag

Hmh, der Computer, an dem ich momentan sitze, zeigt mir oben rechts das Datum an. Wenn der Computer mich nicht beluegt, ist heute der 25. November, d.h. vor ziemlich genau 24 Jahren wurde ich geboren.

Ich fuehle mich heute ja nach vielem, aber bestimmt nicht nach Geburtstag.

Es ist 9 Uhr morgens und draussen sind schon wieder ca. 25 Grad, dies derfte mein heissester Geburtstag werden.

 

Zum Gleuck lege ich auf Geburtstage eh nicht viel mehr viel Wert.

Dies gilt leider auch fuer Geburtstage von anderen Leuten, sorry also wenn ich jemanden vergesse.

 

Eigentlich wollte ich in diesem Moment in euer Hummer-Fabrik hier in Fremantle sein wegen einem Job als Gabelstaplerfahrer oder sogar als Lkw-Fahrer.

Die Saison beginnt hier momentan und daher benoetigt die Fabrik eigentlich viele Arbeitskraefte.

Der Chef ist momentan extrem busy und hat daher heute keine Zeit, naja dann vllt. morgen.

 

Mein letzter Job ist am Montag ausgelaufen, evtl. kann ich da aber am We wieder arbeiten.

Gemacht habe ich da so ziemlich alles, Hecken verschnitten, Beton gemacht und z.B. Waende gestrichen.

Eins steht mal fest...wenn ich aus Australien zurueck bin kann ich eure (nicht vorhandenen) Gaerten und Haeuser bauen und gestalten, da man hier wirklich alles lernt.

 

Letzten Freitag waren es hier uebrigens schon 39 Grad... und ich musste arbeiten. Sowas ist echt nicht angenehm, kann ich euch sagen. An dem Tag habe ich ca. 10 Liter Wasser getrunken.

 

Nun, dann lass ich mich mal ueberraschen was der Tag so bringt.

 

Anbei noch ein paar Bilder vom arbeiten und vom feiern im Hostel.

 

Zu den letzten beiden Bildern...wenn Englaender feiern, und das machen Sie oft und gerne, dann auch richtig. Der Abend endete um 4 Uhr morgens damit, dass ein deutscher ne Flasche Rotwein ueber den Kopf geschuettet bekam und ein Englaender einem anderen Englaender eine Gitarre auf dem Kopf zerschlagen hat.

 

 

 

 

 

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Mo

15

Nov

2010

Aktueller Kram

Anbei ein paar Bilder aus den letzten Tagen.

Die Erklaerung steht unter den Bildern.

 

Ansonsten arbeite ich momentan, mit einem anderen deutschen, fuer eine Privatperson auf dessen Grundstueck.

Unser Job besteht darin, wege zu Pflastern und Steine zu verlegen.

Wir haben sowas noch nie vorher gemacht und es sieht auch nicht perfekt aus aber er ist zufrieden, wir bekommen gutes Geld und jeden Tag ein koestliches Mittagessen von Ihm.

Heute kamen wir erstmal 15min zu spaet, weil wir den falschen Zug genommen hatten. War natuerlich kein Problem fuer unser Boss. Nach 5 Stunden haben wir auch schon wieder aufgehoert weil der andere deutsche am Wochenende zu viel getrunken hat und daher einen hefitgen Kater hatte. War auch kein Problem fuer unseren Boss, denn er hatte selber noch einen Kater. :-)

 

Naechste Woche arbeite ich evtl. fuer eine Firma, die Partyzelte auf-und abbaut. Hab ich auch noch nie gemacht aber das interessiert ja hier niemanden.

Ich lass mich mal ueberraschen.

 

Lasst mal was von euch hoeren, Leute!

 

 

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So

07

Nov

2010

Crazy Story

Hallo ins kalte Deutschland!

 

Ein deutscher Backpacker hatte sich vor ein paar Tagen ein altes Auto fuer wenig Geld gekauft. Damit haben wir am Freitag eine Tour gemacht. Ein spezielles Ziel hatten wir nicht und so sind wir dann an einem Strand, 120km entfernt von hier, gelandet. War alles ganz nett so weit, dann kam die Rueckfahrt. Nach ca. 20km hatte das Auto keine Power mehr, woraufhin wir anhielten. Beim anhalten qualmte es schon aus dem Motorraum. Beim oeffnen der Motorhaube sahen wir, dass sich ueberall das Kuehlwasser verteilt hatte.

 

Nun standen wir da irgendwo im nirgendwo, 4 Kerle, keiner wiriklich Ahnung von Autos.

 

Nach ca. 30min hielt ein Pickup an. Der Fahrer war anscheinend Automechaniker und versuchte 1 Stunde lang vergeblich der Motor wieder flott zu bekommen.

Als das nicht gelang, schleppte er uns mit einem 5m langem Seil ab. Ich sass am Steuer des Autos ab diesem Zeitpunkt. So fuhren wir auf dem Freeway (aehnlich einer Autobahn) mit 100 km/h und halt nur 5m Abstand zu ihm. Achso, erlaubt ist das Abschleppen auf Freeways natuerlich nicht.

 

Er hatte vorher nicht gesagt wo er uns hinbringt sondern nur gefragt wo wir herkommen.

Wir dachten natuerlich er bringt uns zum naechsten Dorf oder zur naechsten Stadt, womit wir schon gluecklich gewesen waeren.

 

Wir fuhren allerdings durch die naechste Stadt und auf den naechsten Freeway.

 

Nun wurde uns klar, dass er uns bis nach Fremantle (unserem Startpunkt) schleppt.

Problem daran war nur, dass unsere Autobatterie mittlerweile leer war und es dunkel wurde bzw. sehr schnell war.

Sprich, wir wurden auf einem Freeway abgeschleppt, fuhren ca. 90km/h, es war dunkel und wir hatten kein Licht und halt nur die 5m zwischen den Autos.

Ausserdem hatten wir nur halbe Bremskraft, da ja der Bremskraftverstaerker nicht funktioniert wenn der Motor nicht laeuft.

 

In diesem Moment wurde uns allen etwas unwohl in der Magengegend.

 

Am Ende schleppte er uns insgesamt 80km, bis fast zu unserem Ausgangspunkt und stoppte nur, weil das Seil zum zweiten mal gerissen war und wir ihm daraufhin sagten: Danke, das reicht!

 

Die letzten 10km fuhren wir dann mit dem Taxi. 

 

 

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Mo

01

Nov

2010

Halloween-Party

Am letzten Samstag, den 30. Oktober, hat das Hostel eine Halloween-Party veranstaltet. Es war wirklich ein rauschendes Fest! Ich haette nicht gedacht, dass ich sowas in einem Hostel erleben werde.

Verschiedenste gestalten waren dabei anzutreffen, z.B. Jesus, Piraten, Affen.

Ausserdem gab einen riesengrossen Topf voll mit Punsch., Preise fuer die besten Kostueme etc.

Den Rest sagen wieder die Bilder.

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Do

28

Okt

2010

Rottnest Island

 

Am letzten Wochenende habe ich, mit ein paar Leuten aus dem Hostel, einen Ausflug zu oben genannter Insel gemacht. Eine Faehre brachte uns morgens hin und am spaeten Nachmittag zurueck. Auf der Insel bekamen wir ein Fahrrad . Eine Rundfahrt um die Insel sind ca. 20-25 Kilometer. Wir haben uns dafuer 5 Stunden Zeit genommen und hammergeile Straende gesehen. Unser Team bestand aus 3 Deutschen, 2 Niederlaendern und 1 Italiener.

 

Den Rest sagen die Bilder.

 

bis die tage...

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Di

26

Okt

2010

Aktuelle Bilder

Wie der Name schon sagt, heute gibt es ein paar aktuelle Bilder.

Die Beschreibung steht, soweit vorhanden, unter den Bildern.

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Di

19

Okt

2010

Lagebericht

Hmh, schon eine Woche her seit dem letzten Blogeintrag, dann will ich das mal aendern. Es hat sich auch einiges getan.

 

Ich bin seit 6 Tagen in Fremantle in einem Hostel und werde hier voraussichtlich eine Weile bleiben denn:

Es ist grossartig!

So ziemlich der schoenste Ort, den ich bisher gesehen habe

Das Hostel liegt 2 Minuten vom Strand des Indischen Ozeans entfernt, Bahnhof, Bus und Supermarkt ebenso.

Hier wohnen haufenweise verrueckte Leute und es ist eigentlich jeden Abend Party.

Ausserdem bekommt man unglaublich einfach Jobs, d.h. man sitzt Abends am Tisch, trinkt Bier und irgendjemand quatsch einen an ob man morgen arbeiten moechte. So gings auch mir.

Ich arbeite (mit anderen Leuten aus dem Hostel) momentan fuer einen Englaender, der sich hier eine Megagrosse Villa hinbaut.

Eigentlich ziemlich spiessig aber der Typ ist voll in Ordnung und man merkt ihm seine Millionen auf dem Konto nicht an.

Man kann quasi sagen, ich arbeite als Bauarbeiter.

Eigentlich nicht mein Traumjob!

Jedoch laueft das hier alles etwas anders!

Wir werden um 9Uhr morgens von ihm abgeholt (vorher wurden wir gefragt ob 9Uhr zu frueh ist fuer uns :-) ) und machen den ganzen Tag irgendwelchen Kram in seinem Haus.

Er und irgendwelche Kumpels vom ihm arbeiten mit uns. Es herrscht eine extrem entspannte Atmosphaere und wenn die Arbeit zu hart ist, weil es mal wieder 30 Grad sind, machen wir leichtere Dinge oder arbeiten im Haus.

Seine Frau macht staendig Kaffee und Mittags ein ordentliches Mahl fuer alle.

Nach 7 oder 8 Stunden Arbeit bringt er uns wieder ins Hostel und bezahlt uns (natuerlich Schwarz). Pro Tag bekommt man so 110-120 Euro.

Wenn wir am naechsten Tag wieder arbeiten moechten, holt er uns wieder ab. Wenn wir nicht moechten, geben wir den Job einfach an andere Leute im Hostel weiter.

Morgen werde ich den Job noch machen und dann will ich erstmal wieder frei haben. Ausserdem habe ich durch 3 Tage Arbeit genug Geld verdient um eine Woche Hostel, Essen etc. zu bezahlen und am Wochenende evlt. noch einen Ausflug zu machen.

 

Es ist einfach alles so unglaublich unkompliziert hier und vor allem ungeplant. Man laesst sich einfach von Tag zu Tag treiben ohne irgendwas gross zu planen, ein tolles Gefuehl.

 

Soviel fuer den Moment, in den naechsten Tagen lad ich noch ein paar Bilder hoch.

 

Bis dann Leute!

 

 

Achso: Hallo Mama, alles Gute zum Geburtstag! Sei gewiss, mir gehts gut, ich mache nicht zu viele Dummheiten und habe noch nicht all mein Geld auf den Kopf gehauen! :-)

 

 

 

 

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Di

12

Okt

2010

Was'n Stress! :-)

Ich sitze grad im Garten des Hostels, hoere MotorFM per Livestream und geniesse den Tag. Damit ihr seht wie das aussieht, hab ich gleich mal ein entspr. Bild angehangen. Wenn ich den deutschen Wetterbericht so sehe, ist es gleich noch angenehmer.

 

In dem jetzigen Hostel bin ich heute die letzte Nacht. Ab morgen habe ich mir ein Hostel in Frematle gebucht. Fremantle ist eine kleine (angeblich superschoene) Hafenstadt 20km entfernt von hier.

Weitere Plaene gibt es noch nich, wozu auch....

 

Anbei noch ein paar Bilder aus Perth, die ich in den letzten Tagen gemacht habe.

 

Bye bye!

 

Achso:

Vielen Dank fuer die Gaestebucheintraege!

Koennt ihr aber bitte etwas praeziser dazuschreiben, wer ihr seid!

"Bob" und "bz" kann ich momentan nicht identifizieren!? 

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So

10

Okt

2010

Du musst raus aus der Stadt....

...war das Motto des letzten Samstags.

Eine befreundete Backpackerin arbeitet hier bei einer Firma die Camper Van`s vermietet. Einen dieser Camper darf Sie privat nutzen, dies galt es zu nutzen! Es ging also auf einen 400km langen Roadtrip, vorbei an weisser Wueste und und (leider zumeist toten) Kaengurus. Das Ziel war die sogenannte Pinnacle Desert (Bild 5). Anschliessend haben wir natuerlich noch einen Abstecher ans Meer gemacht. Alles weitere sagen, glaube ich, die Bilder.

 

Bis zum naechsten mal!

 

 

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Do

07

Okt

2010

Erste Eindrücke

Australien empfing uns, wie auch Malaysia, mit Palmen, wolkenfreiem Himmel und mehr als 20 Grad.

Eine mitreisende Backpackerin hat hier entfernte Verwandte, diese haben uns freundlicherweise vom Flughafen abgeholt. Sie sind vor mehr als 30 Jahren aus Deutschland ausgewandert und haben anscheinend alle nervigen deutschen Tugenden abgelegt.

Nachdem wir das Parkticket bezahlt hatten und sich die Schranke vom Parkplatz oeffnete, beruehrte Sie mit dem Aussenspiegel den Parkautomat, wodurch der Aussenspiegel einmal vor-und zurueckklappte und es einen kleinen Knall gab, In Deutschland waere man warscheinlich ausgestiegen und haette sich die Schramme am Spiegel angeschaut und sich geaergert. Ihre Reaktion "Just the mirror" und fuhr gemuetlich weiter. Danach ging es durch eine ewig lange Fahrt durch die Stadt, da Sie, trotz Navi und Karte, an jeder zweiten Ampel falsch abgebogen ist.

Generell kann man sagen, dass das Leben hier deutlicher langsamer und gelassener vor sich geht.

Im Supermarkt arbeiten z.B. wirklich nette Verkaeufer, so etwas habe ich in Hamburg relativ selten erlebt.

 

In den ersten Tagen habe ich mir nun die Stadt angeschaut und im Schatten (In der Sonne ist es zu heiß --> 28 Grad) gesessen zum lesen. Danke für die Bücher an Ruben und Tricia.

 

Trotzdem fuehle ich mich noch nicht wirklich wie in Australien. Dies liegt warscheinlich daran, dass hier momentan extrem viele deutsche sind. Ausserdem ist der Hostel-Manager ehemaliger Hamburger. Desweiteren habe ich in der Fußgaenger mehrere!!! Leute mit St. Pauli T-Shirt gesehen, verkehrte Welt.....

 

Anbei gibt es noch ein paar Bilder um euch neidisch zu machen.

 

Achso...der Flug war übrigens ganz großartig, entgegen meiner Erwartungen. Ich bin also geheilt!

 

Soviel von den ersten Tagen

Grüße nach Hause!

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Di

05

Okt

2010

Zwischenstop

...soeben in Kuala Lumpur am Dienstagmorgen bei sehr angenehmen 23 Grad. So kann es weitergehen..

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Fr

01

Okt

2010

Geschafft!

Moin Leute!

 

Ich habe es nun wirklich geschafft, eine eigene Homepage einigermaßen einzurichten.
Hoffentlich regelmäßig wird es hier Updates geben, ich geb mein bestes.

 

Tschö!

 

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