Trampen Teil 1

Hallo Welt!

 

Ohje, der letzte Eintrag ist schon fast 2 Monate her! Man koennte denken, mir waere das Trampen nicht gut bekommen! Das ganze Gegenteil war aber der Fall, es war eine super Erfahrung.

Ich war nur etwas faul bzgl. des Updaten meiner Homepage, was ich hiermit aendern moechte.

 

Anbei nun ein Erfahrungsbericht.

Am 13.04. brachte mich ein Bekannter zum naechstgelegenen Highway ausserhalb der Stadt Karratha. Nun wollte ich also mein Glueck als Tramper versuchen. Praepariert war ich mit einem "drink jug", dies ist ein isolierter Trinkbehaelter mit 5 Liter Fassungsvermoegen, einem Pappschild mit der Aufschrift Broome und Darwin, meine naechsten beiden Ziele, und meiner Reisetasche (s. Bild 1).

 

Nach nur 2 Minuten hielt auch schon das erste Auto an, was fuer ein Glueck! Der Fahrer bot mir einen Lift an, jedoch nur in den naechsten Ort welcher 20 Kilometer entfernt war. Ich nahm an.

 

Im naechsten Ort angekommen stellt ich mich wieder an den Highway und hielt meinen Finger raus. Es hielten auch Autos an aber leider aus anderen Gruenden. Zuerst bot mir jemand einen Job an(!?!) Da ich jedoch 2 Monate lang, 6 Tage die Woche bei durchgehend 35 Grad oder mehr,  fuer eine Umzugsfirma gearbeitet habe, lehnte ich dankend ab. Danach hielt jemand an um mir eine Wasserflasche zu schenken, danke nochmal! Danach hielten 2 Frauen an, die sich Sorgen um mich machten da ich die ganze Zeit in der Sonne stand und mich zu einem schattigeren Plaetzchen bringen wollten. Ich konnte Sie jedoch davon ueberzeugen, dass ich mich recht wohl fuehlte und nur etwas schwitzte. Daraufhin brachten Sie mich, auf meine Bitte hin, zum Ortsausgang. Dort versuchte ich nun weiterhin einen Lift zu bekommen, es hielt jedoch niemand an. Zumindest hatte ich meine Kopfhoerer dabei und konnte mir damit die Zeit vertreiben (Bild 2). Etliche Lkw's fuhren auch vorbei, leider hielt auch keiner von ihnen an (Bild 3).

Nach langen 3 Stunden warten, ohne das etwas passierte, fing ich schon an Plaene zu schmieden, wie ich denn wieder nach Karratha zurueckkomme. Zu meiner Ueberraschung hielt doch noch jemand an.

Es war ein 64-jaehriger Neuseelaender, der jedoch schon lange in Australien lebt. Er fuhr mit seinem Wohnmobil (Bild 4 & 5) von Perth nach Broome. Nun konnte es also losgehen.

 

Auf der Fahrt sahen wir eine Art Tornado(?) und direkt daneben einen Sandsturm (Bild 6). Wenig spaeter standen Rinder direkt neben dem Highway, blieben gluecklicherweise aber auch da stehen (Bild 7). Wieder ein wenig spaeter, wir fuhren immernoch und es war schon dunkel, lag eine Schlange auf der Strasse. Ungluecklicherweisse stand wenige Meter weiter eine braune Kuh auf unserer Fahrspur...braune Kuh + Dunkelheit = Gefahr. Da der Fahrer auf die Schlange schaute und ich gluecklicherweisse auf die Kuh, rief ich ihm ein lautes "watch out" zu, woraufhin er die Kuh sah und ihr auswich. Wenig spaeter hielten wir am naechsten Roadhouse an, wo wir uebernachten wollten.

Ich war jedoch denkbar schlecht ausgestattet, hatte kein Zelt oder Isomatte, sondern nur meinen Schlafsack dabei. Also versuchte ich im Roadhouse ein Zimmer zu bekommen. Insgeheim hoffte ich aber darauf, dass er mich in seinem Wohnwagen schlafen laesst.

Das Zimmer im Roadhouse sollte 100 Dollar (70 Euro) fuer eine Nacht kosten! Als er das hoerte, bekam er Mitlied mit mir und bot mir einen Schlafplatz in seinem Wohnwagen an, den ich natuerlich gern annahm :-) . Danach machte er noch Abendbrot fuer uns und dann gingen wir schlafen. 

 

Wie es am naechsten Tag weiterging, erfahrt ihr im naechsten Teil

(der hoffentlich nicht wieder solange auf sich warten laesst).

 

Marco

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Kommentare: 1
  • #1

    jens (Freitag, 10 Juni 2011 00:04)

    hey muddi,

    schön von dir zu lesen.
    wie wars im wohnmobil? sowas reizt mich ja schon lange.

    aber sag mal, wo ist der zweite teil? versprochen ist versprochen. :-D.

    und wie findest du das busfahrerangebot in unserem forum?

    jens

    ach ja, liebe grüße