Mumbai

Nun also Indien!

Um 4.30Uhr morgens kamen wir in Mumbai an. Die Taxifahrt vom Flughafen zum Hostel war gleich sehr interessant. Überall schlafende Menschen, auf Transportkarren, Säcken, Treppen, auf dem harten Gehwegboden oder sogar auf Verkehrsinseln.

Dazu der Smog! In der ganzen Stadt hängt eine extreme Smogwolke, man merkt es bei jedem Atemzug.

Wir haben zufällig das richtige Datum für unseren Mumbaibesuch gewählt, denn an diesem Wochenende war in der ganzen Stadt eine riesige Party zu Ehren des König Ghan. Kann man sich ein bisschen wie die Love Parade vorstellen. Jede Menge geschmückte Fahrzeuge und davor tanzende Menschen die durch die Stadt ziehen. Zusätzlich hatten die Einheimischen riesige Figuren gebastelt. Am Abend traf sich das ganze Partyvolk und dazu (gefühlt) halb Mumbai an einem Strand, um die Figuren im Meer zu versenken. Wir waren auch vor Ort. Die Polizei versuchte das ganze Treiben zu organisieren, war aber sichtlich überfordert. Selbst die bereitgehaltenen Schlagstöcke konnten nichts ausrichten. Es entstand eine, für unsere Verhältnisse, recht heftige Massenpanik. Es hat uns wortwörtlich die Schuhe ausgezogen. Zum Glück ist niemand gestürzt und somit ging es glimpflich aus.

Nun standen also mehrere hunderttausende Menschen am Strand, viele auch im Wasser und ließen einige der Figuren nach und nach im Meer verschwinden.

Für einige waren jedoch wir die größte Attraktion. In der ganzen Stadt haben wir nur ganz selten Touristen gesehen und somit war es auch verständlich, dass wir ständig angeschaut, gegrüßt oder sogar fotografiert wurden.

 

Nach anderthalb Tagen verließen wir Mumbai mit einem Nachtzug in Richtung Goa. Am Bahnhof gab es auch einiges zu sehen. Die Einheimischen stellen sich in einer Reihe auf, um in den Zug einzusteigen. Falls mal jemand herausspringt oder versucht sich vorzudrängeln, gibt es einen Hieb mit dem Schlagstock des bereitstehenden Polizisten. Anders scheinen sich die Menschenmassen nicht unter Kontrolle bringen zu lassen. Dies war jedoch nur in den billigsten Wagenklassen, also Stehplatz. Wir haben das zweitbilligste gebucht, Liegeplatz ohne Klimaanlage, Außerdem gibt es noch Liegeplatz mit Klimaanlage.

Im Bahnhof standen u.a. noch Ziegen und ein Sarg zur Verladung bereit.

Die Fahrt war recht angenehm und wir konnten sogar ein wenig schlafen. Natürlich waren wir wieder eine Attraktion. Die Einheimischen können sicher auch nicht nachvollziehen, warum wir reichen Europäer uns mit Ihnen in einen Wagen setzen. Jedenfalls bekamen wir diesen Eindruck. Als wir mit unserem Digicams Fotos schossen und diese direkt danach auf dem Display anschauen konnten, waren sie total begeistert und hatten so etwas anscheinend noch nicht gesehen. Am frühen Morgen erreichten wir dann Goa. Davon demnächst mehr!

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Kommentare: 1
  • #1

    robin (Montag, 08 Oktober 2012 09:40)

    na dann folgt vielleicht bald der bericht von einer psytrance party...