Ooty & Varkala

Ooty, in der am höchsten gelegenen Stadt in Südindien haben wir bei einer Familienpension eingecheckt. Ooty liegt auf 2240 Meter Seehöhe in einem sehr grünen Gebirge. Die Temperatur hier oben ist deutlich geringer als an der Küste. Nach langer Zeit haben wir mal wieder lange Klamotten angezogen und auch eine Mütze aufgesetzt. Zum aufheizen gab immer wieder mal ne Kanne Chai oder Kaffee. Unser Gastvater war sehr gesprächig und gab uns gute Tipps. Neben Shopping und essen gehen haben wir unter anderem den höchsten Punkt Südindiens besucht und eine eintägige Trekkingtour gemacht. Die Trekkingtour war interessant und skurril zugleich. Begonnen hat der Tag mit einem Missverständnis. Wir warteten gerade auf unseren Lift ins Gebirge, da kamen zwei Führer mit jeweils einem Pferd um die Ecke. Wir schauten uns etwas verdutzt an (Marco saß noch nie zuvor auf einem Pferd), entschieden aber den Spaß mit zumachen und wollten gerade aufsteigen als unser Gastvater die Situation aufklärte und klarstellte das die Pferde wohl jemand anders gebucht hatte. Unser eigentlicher Guide war anfänglich nicht sehr gesprächig wurde im Tagesverlauf aber auch locker. Er führte uns durch eine wirklich schöne Landschaft. Wir wanderten durch riesige Teeplantagen wo fleißig geerntet wurde. Zum Mittag stoppten wir in einem Dorf, wo man hätte denken können, die Zeit ist seit 50 Jahren stehen geblieben. Hier gibt es noch richtige Handarbeit. Hier stehen eine handvoll Frauen noch mit der Handharke auf einem Acker der so groß ist wie ein Fußballfeld. Die Männer verdienen traditionell etwas besser und arbeiten nur einige Stunden am Tag, während dessen die Frauen schleppen, Unkraut zupfen, ernten, umgraben und sich um die Kinder kümmern. Das Mittag in der reichlich vergilbten Gaschemme, wurde uns auf einem Bananenblatt auf hundert Jahre alten schmierigen Tischen serviert. Es war ok, das Umfeld und die Location zeigten jedoch ein deutliches Bild über das Leben der Bauern. Beim Anstieg auf den Gipfel wurden wir noch Zeugen von Indischen Straßenbau. Unterwegs fanden wir unter anderem noch Reste von einem Hirsch, welche nach Angabe von unserem Guide wohl von einer Tigerattacke stammten. Laut seiner Aussage, hatte er zwei Wochen zuvor einen Tiger mit einer Reisegruppe gesehen. Letztendlich waren wir uns einig, dass wir froh waren keinen getroffen zu haben.

 

Nach zwei Tagen Hochgebirge hatten wir genug von der Kälte. Also ab ins Warme Richtung Süden. Das geht nur mit dem Bus. Der erste Bus hatte diesmal sogar Fenster. Das endgültige Ziel Varkala haben wir erst im Bus gewählt. Zweimal umsteigen, einer Dauerfahrt von über 14 Stunden und zum Abschluss noch ein betrunkener Rikschafahrer mit dem wir 10 Kilometer durch die dunkele Nacht irrten, haben an diesem Tag schon einige Nerven gekostet aber wir wurden dann doch belohnt. Denn nun haben wir im Paradies eingecheckt. Varkala ist sehr touristisch, was uns momentan aber sehr gut gefällt. Wir leben direkt am Wasser auf den Klippen in einem kleinen gemütlichen Bambus Bungalow in einem gepflegten sehr grünen Garten. Das Motto dieser Tage lautet entspannen. Über kleine schmale Treppen geht es hinunter zum Strand wo wir fleißig in den Wellen toben. Auf der Promenade testen wir ein Restaurante nach dem anderen und freuen uns auch mal wieder Western Food und frischen Fisch serviert zu bekommen. Zum Zeitvertreib am Nachmittag stehen Massagen und Souvenirshopping auf dem Programm.

Auf unserer to do-Liste stehen nun noch die Backwaters und eine Übernachtung in Fort Cochin.

 

Bis bald,

 

Grüße aus Varkala senden Marco und Martin

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    heidi (Montag, 15 Oktober 2012 22:30)

    hallo ihr beiden!
    voll schön, mal wieder was von euch zu lesen und v.a. zu sehen. genießt eure letzten tage!
    lg aus dem kalten deutschland.

  • #2

    heidi (Montag, 15 Oktober 2012 22:32)

    nachtrag: ich mein natürlich eure letzten tage in indien. nicht, dass das falsch rüberkommt...
    ganz viel spaß euch!
    :)

  • #3

    jens (Dienstag, 16 Oktober 2012 06:13)

    da hat heidi aber noch mal die kurve gekriegt :-P.

    liebe grüße auch von mir.
    und ja, hier ist es zwar nicht kalt, aber es regnet und regnet.

    liebe grüße, jens

  • #4

    Marco (Samstag, 20 Oktober 2012 03:56)

    Na hoffentlich regnet es noch ein bisschen weiter, dann waechst du vielleicht endlich noch ein bisschen!

    Danke fuer deine Kommentare, freu mich darueber.

    Tschau