Autokauf & Plaetzchenbacken

Uiuiui! Schon wieder ist eine halbe Ewigkeit vergangen seit unserem letzten Eintrag.

Dass wir in den letzten Wochen nichts aufgeschrieben haben hat zwei Gruende: 1. ist einfach nicht sooooooo viel Spannendes passiert (unser Leben ist grad – abgesehen davon, dass es in Australien stattfindet – eher Alltagsleben) und 2. sind wir im Moment beide ziemlich gut mit Arbeit eingedeckt. Da fehlt uns dann meist die Zeit und die Kraft, um abends noch was zu schreiben.

Aber gerade spielt Marco endlich mal wieder Fussi und ich bin zwar k.o. vom Arbeiten, nutze aber die Zeit allein fuer ein paar neue Zeilen an euch.

 

Also, ein paar News gibt es ja schon zu berichten.
Die tollste Neuigkeit: Wir haben ein Auto!!! YAY!!! Und zwar ein verdammt cooles. Nach wochenlangem Stoebern in Zeitungen, im Internet und bei Autohaendlern hatten wir endlich Glueck. Wir haben ein Auto gefunden, das genau unseren Vorstellungen und Anforderungen entspricht: Einen gebrauchten Mitsubishi Pajero (4WD, klaro!) in gutem Zustand. Das Auto hat zwar schon ein paar Jaehrchen auf dem Buckel, war jedoch vom Neukauf an in Familienbesitz und wurde in den vergangenen Jahren gut gepflegt und kilometertechnisch fuer Australien-Verhaeltnisse sehr wenig beansprucht. Jetzt heisst es fuer uns, das Auto in den naechsten Wochen noch campingtauglich zu machen. Hier im Hostel wohnt und arbeitet ein Ire (Joe), der irgendwie ALLES kann. Er ist eigentlich Schreiner, macht hier im Hostel aber alle Arbeiten, die so anfallen. Er wird uns die Tage den Pajero ausmessen und uns dann in den Kofferraum eine praktische Bett-Konstruktion einbauen, genau so wie wir sie uns wuenschen. Wir sind schon gespannt, wie am Ende alles aussieht.

 

Letzten Sonntag sind wir extra frueh aufgestanden (obwohl das unser einziger gemeinsamer freier Tag der Woche war) und sind zu einem Flohmarkt und verschiedenen Garage Sales in der Umgebung gefahren. Garage Sales sind echt eine grossartige Erfindung. Da verkaufen Leute privat in ihrer Garage oder ihrem Garten Dinge, die sie nicht mehr brauchen. Ganz easy. Und v.a. sooo billig. Wir hatten dabei echt ne Menge Spass und haben auch ein paar tolle Entdeckungen gemacht und gut eingekauft. Hauptsaechlich Camping-Sachen fuer den Pajero, aber z.B. auch einen alten Lederkoffer, eine alte Ledertasche und (perfektes Timing!) Ausstechformen fuer Weihnachtsplaetzchen.

 

Nach der erfolgreichen Shoppingtour haben wir den restlichen Sonntag dann mit Plaetzchenbacken verbracht. Danke an Oma Gerda fuer das Rezept, die sind auch bei uns sehr lecker geworden ;)

Ich als erfahrene Weihnachtsplaetzchenbaeckerin und –Dekorateurin wusste ja, dass das Ganze ein ziemliches Grossprojekt ist. Noch dazu haben wir mal eben die doppelte Menge Teig gemacht. So kamen am Ende einige Bleche voller Plaetzchen heraus, die dann abends noch verziert werden mussten. Da musste das Fussispiel am Nachmittag fuer Marco leider ausfallen. Und ich musste mit einem sehr traurigen Marco und einer Fussballmannschaft, die mich jetzt hasst, klar kommen.

Auf jeden Fall haben wir uns fuer diese weihnachtliche Aktion einen der heissesten Tage bisher ausgesucht. Schon eine lustige Sache, im Sommerkleid Plaetzchen zu backen und dabei trotzdem zu schwitzen. An dieser Stelle uebrigens allerliebste Gruesse an meine lieben Plaetzchenbackfreunde in Nuernberg. Ich hab an euch gedacht! Und naechstes Mal wird bei euch fei wieder gscheid verziert, gell?! Nur Marmelade und Nougat gibts bei mir fei net ;)

Anbei uebrigens zwei Videos vom durchaus anstrengenden Teigkneten. In dem einen Video koennt ihr auch mal den grossen Aufenthaltsraum des Hostels begutachten. Damit ihr mal eine Ahnung davon bekommt, wo wir taeglich kochen und essen und manchmal auch Billard spielen oder am Sofa abhaengen (v.a. wenn “Breaking Bad” laeuft, also zumindest ich, die Heidi).

Ach ja, wer den Film erkennt, der im Hintergrund laeuft, gewinnt ein lecker Plaetzchen!

Jetzt haben wir auf jeden Fall einen Grossvorrat an Weihnachtsgebaeck, aber Marco gibt sich alle Muehe, dass dieser nicht bis Weihnachten aussreichen wird ;)

 

Sonst gibt es noch zu berichten, dass ich endlich einen richtigen Job gefunden hab. Nach wochenlangem erfolglosen Suchen hatte ich einen ganz schoenen Tiefpunkt. Aber dann gings langsam aufwaerts. Ich war zu einer Probeschicht in einem “italienischen Restaurant”. Ich setze das bewusst in Anfuherungszeichen, denn ich wuerde das ganze niemals als Restaurant bezeichnen und italienich wars auch nicht. Da arbeiteten Russen, Inder, Australier und niemand hatte eine Ahnung von italienischer Kueche. Generell war es nur chaotisch und auch noch schmutzig und unhygienisch. Da hab ich dann nach 1 Stunde dem Chef die Schuerze in die Hand gedrueckt und dankend abgelehnt. Das haette ich beim besten Willen nicht machen koennen, so dringend ich auch auf der Suche nach Arbeit war. Igitt! Dann hatte ich noch ein Probearbeiten als Tellerwaescherin. Die haben dann aber jemand Erfahreneren eingestellt und eigentlich war ich recht dankbar drum. In so einer Kueche gehts schon ziemlich hektisch und laut und stressig zu. Und bei der Hitze hier stundenlang die Haende in heissem Wasser zu haben, ist auch kein Spass. Ein paar Tage danach hatte ich ein Interview in einem Café / Restaurant in Cottesloe. Auch da haette ich eine Probeschicht machen koennen. Die hab ich dann jedoch selbst abgelehnt, weil kurz vorher eine weitere Probeschicht erfolgreich war. Jetzt arbeite ich als Waitress (= Bedienung) und Verkaeuferin im Fremantle Bakehouse. Das ist eine Mischung aus Baeckerei und Café. Ich bin superfroh, dass es nun endlich geklappt hat. Ich mag den Laden und die Kollegen sehr gern und v.a. ist es nur 10Min vom Hostel entfernt. Bisher ist es ganz schoen anstrengend, weil es echt viel zu lernen gibt und das nicht (wie ich es vom PowWow kenne) step by step und mit einem gewissen System geschieht, sondern alles auf einmal und recht chaotisch. Aber egal, ich bin riesig froh, endlich was gefunden zu haben. Nebenher bin ich ab und zu weiterhin das Maedchen fuer alles (mein neuer Spitzname ist “tidy Heidi”) bei Meaghan und ihrer Familie (die Architektin, die sich ihr Haus umbaut).

Marco hat mittlerweile 4 verschiedene Jobs: Gartenarbeiten bei Alex & Fiona (dem englischen Ehepaar), Gartenarbeiten zusammen mit Jan, Bauarbeiten bei Mario und Bauarbeiten bei Maeghan.

So klappt es weiterhin manchmal, dass wir gemeinsam arbeiten. Eventuell koennen wir im Januar bei Meaghan sogar Housesitter machen, weil sie da mit ihrer Familie fuer 1 Woche Urlaub macht. Wenn alles klappt, passen wir dann auf das tolle neue Haus auf. Und vielleicht ist bis dahin auch schon der Pool fertig, das waer natuerlich mehr als super. Aber bisher ist das alles noch nicht sicher. Drueckt uns die Daumen, dass es klappt, ja?

Alles in allem gehts uns supergut, auch wenn wir im Moment ausser Arbeit nicht sooo wahnsinnig viel erleben und unternehmen. Aber jetzt muessen wir eben erstmal Geld sparen, damit wir dann bald unseren ersten richtigen Roadtrip machen koennen. Im Januar kommen Marcos Eltern zu Besuch und dann gehts los.

Vorher steht noch Weihnachten an. Kaum zu glauben, dass es schon bald soweit ist. So richtig in vorweihnachtliche Stimmung kommen wir hier einfach nicht. Wir haben unser Zimmer zwar weihnachtlich dekoriert und haben auch 2 Adventskalender (Danke an Oma Gerda, das Armband wird von Tag zu Tag schoener!) und ja seit Sonntag auch Dosen voller Plaetzchen, aber irgendwie ist es halt einfach so ganz anders, als zuhause. Ich dachte ja, mir wuerde das kalte nasse Wetter in Deutschland so gar nicht fehlen. Aber wenn ich jetzt immer von glitzerndem Schnee, Stollen, Gluehwein, Christkindlesmarkt usw. lese oder hoere, merk ich doch dass ich das doch ein wenig vermisse. Aber Weihnachten am Strand wird sicher auch super. Am 24.12. gibts hier im Hostel ein grosses Weihnachtsmenue und am 25.12. fahren alle Hostelbewohner zusammen nach Rottnest Island, um dort zu feiern. Mal sehen, wie das so wird.

 

Zum Abschluss noch eine kurze, leider traurige Anekdote. Als ich neulich mal wieder bei Meaghan gearbeitet habe, haben wir auf dem Nachbardach ein Possum entdeckt. Das war ganz tapsig und irgendwie viel zu zutraulich und kam ganz nah an uns heran. Dann haben wir entdeckt, dass es an der Nase blutet. Meaghan hat die Cottesloe Ranger angerufen und dann haben wir versucht, das Tierchen irgendwie zu fangen und in einen Karton zu kriegen, um damit zum Tierarzt zu fahren. Das haette auch fast geklappt, es kam tatsaechlich zu uns und ist in Richtung Karton geklettert. Nur leider dann nicht hinein, sondern ueber den Karton in den naechsten Baum. Da sass es dann. Meaghan hat die Ranger nochmal angerufen und um Hilfe gebeten, doch bis die kamen war das arme Tierchen schon tot. Es war wohl von einer Schlange gebissen worden. Da kam leider jede Hilfe zu spaet…

 

So, jetzt aber erstmal genug fuer heute und von meiner Seite.

Geniesst den Schnee und trinkt mal einen Kinderpunsch fuer mich mit bei Gelegenheit!

 

Nun kommt auch noch eine kleine Anekdote von Marco. Ich war neulich unterwegs um unser Auto anzumelden bzw. auf unseren Namen umzumelden. Ich parkte vor der dem Gebaeude, ging hinein und erledigte den Papierkram. Hinter mir parkte ein silberner Pkw. Als ich herauskam lief ich schnell zum Auto, da mein Parkschein bald ablief. Ich parkte aus bzw. fuhr ein wenig rueckwaerts und ploetzlich merkte ich einen Wiederstand. Offensichtlich war ich irgendwo angefahren. Sofort gingen mir tausende Gedanken durch den Kopf. Die meisten hingen mit hohen Geldsummen zusammen. Als ich die Tuer oeffnete und ausstieg, spitzte sich die Situation zu. Ich hatte einen relativen neuen Mercedes gerammt. Dazu sollte ich erwaehnen, dass wir noch keine Autoversicherung haben! Offensichtlich hatte der silberne Pkw von vorhin ausgeparkt und ein silberner Mercedes eingeparkt, nur deutlich weiter vorn.

Die Fahrerin war ein aeltere Dame. Sie fragte mich “is it bad?”, was ich verneinte. Ihr naechster Satz war “you look like you had a hard day”, was ich bejate.

Sie versicherte sich noch einmal selbst nach dem Zustand ihres Autos und meinte danach “no worries, enjoy your afternoon” und laechelte. Mir fiel ein reisen Stein vom Herzen!

Wir suchen momentan nach einer Autoversicherung…

 

 

Sommerliche Gruesse und bis bald wieder. Heidi & Marco

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Kommentare: 18
  • #1

    robin (Donnerstag, 13 Dezember 2012 15:39)

    eckmond, könig des teiges!

  • #2

    benno (Donnerstag, 13 Dezember 2012 17:19)

    FETT! coole story, wieder mal...hoffe euer bett wird groß genug für euch beide sein wenn es fertig ist! bin da noch skeptisch! ;)

    Ich stick und trink mal ein auf euch da unten...haltet durch und habt ne tolle zeit! Wir sehn uns dann im nächsten Jahr, oder spätestens irgendwann danach!

    hochachtungsvoll,
    benno

  • #3

    Wolf (Donnerstag, 13 Dezember 2012 21:38)

    Danke für die schönen Geschichten und weiter so :)

  • #4

    Guzi (Donnerstag, 13 Dezember 2012 22:05)

    Hey ihr 2,

    Plätzchenattacke!!!! Wie lange mußte Marco kneten? :-P

    Ich trink nächsten FR mal einen Glühwein, einen Früchtepunsch, einen Schneezauber und einen Glühcaptain für euch mit...sitze ja an der Quelle (ge, mir hamm scho toll einglernt *stolz*)...habt noch eine schöne...äh...Vorweihnachtszeit (??) :D

  • #5

    Dani (Donnerstag, 13 Dezember 2012 22:48)

    Wir haben uns beim lesen immer gedacht, wo ist das "o" geblieben beim "possum" - man lernt nie aus, dass es sowas bei euch in Oz nicht gibt, was?
    Außerdem wollen wir gern zu einem späteren Zeitpunkt ein Foto von Heidi beim Camping mit dem großen Koffer sehen. Das wird ein Spaß, durch den Wald mit dem schicksten Lederkoffer ganz Australiens, hihi!
    Liebe Grüße aus der Kälte von D und M

  • #6

    Biene (Freitag, 14 Dezember 2012 09:37)

    Eckmondi, du hast ja richtige Armmuskeln bekommen;-)

  • #7

    justus (Freitag, 14 Dezember 2012 14:59)

    find ich ja n bisschen erotisch wie du den teig knetest

  • #8

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