Roadtrip Teil 1

Oh je, wieder einmal ist der letzte Eintrag eine ganz schoene Weile her...

In der Zwischenzeit ist viel passiert, was wir hier aufschreiben wollen.

Bis Anfang Januar haben wir ja hauptsaechlich gearbeitet. Weihnachten hat sich diesmal (wie zu erwarten) so gar nicht nach Weihnachten angefuehlt. Und es war wie angekuendigt recht heiss. Am 24.12. gab es ein gemeinsames Dinner im Hostel, fuer das einige italienischen Hostelmitbewohner den ganzen Tag in der Kueche standen, und jeder bekam ein Geschenk von seinem Secret Santa. Wir sind mit Schnapsglaesern und Duschgel noch gut weggekommen im Vergleich zu so manch anderem Geschenk. Dann gabs noch Party. Fuer uns allerdings nicht allzu lange und nicht allzu wild, am naechsten Morgen mussten wir ja um 7 Uhr aufstehen und wir wollten nicht verkatert nach Rottnest Island fahren. Nach einem kurzen (Sekt-) Fruehstueck ging es am 25.12. dann mit versammelter Mannschaft per Boot auf die Insel. Dort verbrachten wir dann den 1. Feiertag am Strand. Es war so heiss, dass man es in der Sonne echt kaum ausgehalten hat. Aber zum Glueck gibts ja das Meer zum Abkuehlen. Wir haben uns ausgreuht, waren viel schwimmen und zwischendurch gabs auch ein BBQ (lecker Burger) als Weihnachtsessen - mal was anderes als Gans und Raclette ;)

Und am naechsten Tag musste ich (Heidi) dann auch schon wieder arbeiten. Diesmal warteten 9 Arbeitstage am Stueck auf mich, juhu...

Silvester haben wir einfach ausfallen lassen, weil ich am 1.1. um 6 Uhr anfangen musste. Marco hat an diesem Tag seine Eltern vom Flughafen in Perth abgeholt. Und nach ein bisschen Freo-ansehen und Auto-reisestartklar-machen ging es dann am 4.1. endlich los.

Wir haben gerade so alles in unseren Pajero reinbekommen und fuhren los Richtung Sueden. Auf dem Weg haben wir uns noch einen Campingfuehrer gekauft, der wirklich Gold wert war. Dadurch haben wir viele wunderschoen gelegene und guenstige Plaetze zum Uebernachten gefunden.

Unser erster Stopp war am Lake Clifton unterhalb von Mandurah. Der erste Zeltaufbauversuch gestaltete sich etwas schwierig, was sich im Laufe der naechsten Tage jedoch aendern sollte. Marcos Eltern haben waehrend der ganzen Reise im Zelt uebernachtet, wir haben im Auto geschlafen (das Joe wirklich supertoll fuer uns ausgebaut hatte, siehe Fotos). Nach der ersten Nacht wurden wir morgens nur von der Sonne und von den Papageien geweckt, die ringsherum zu hoeren (und zu sehen) waren. Herrlich :)

Nach einem Spaziergang durch den flachen See ging die Fahrt weiter nach Bunbury, wo wir uns das Dolphin-Discovery-Centre ansahen. Da kommen (wenn man Gluck hat) freilebende Delfine bis an den Strand und man kann dann im Wasser stehen und die Delfine schwimmen an einem vorbei. Wir waren spaet dran, hatten aber noch Glueck und haben 2 Delfine gesehen. Nach kurzer Zeit sind sie aber wieder raus ins offene Meer geschwommen.

 

Danach fuhren wir zum Supermarkt um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Ich (Marco) hatte den Motor eben erst abgestellt, da stand auf einmal ein Polizist neben mir und das dazugehoerige Polizeiauto direkt hinter unserem. Zuerst musste ich einen Alkoholtest machen, alles gut soweit. Danach wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht weiterfahren darf...bitte was? Ich haette angeblich einen Strafzettel nicht bezahlt. Naehere Angaben konnte er mir nicht machen. Ich solle am Montag eine Nummer anrufen, dort wuerde ich mehr erfahren. Dies geschah aber an einem Samstag, was sollten wir also bis Montag machen? Der Polizist meinte nur, wenn ich weiterfahre und sie mich dabei erwischen, werde ich wahrscheinlich eingesperrt. Na vielen Dank auch! Im naechsten Moment war der Polizist auch schon weg und wir schauten uns alle etwas doof an. Da das ja auch nichts bringt enschied ich, zur naechsten Polizeistation zu laufen um eventuell mehr zu erfahren. Letztendlich brachte das aber auch nichts. Mir wurde mitgeteilt, dass der Strafzettel vom September 2012 waere. Ich konnte aber anhand meines Reisepasses nachweisen, dass ich zu diesem Zeitpunkt in Indien war und nicht in Australien. Ich kuerze die Story jetzt mal etwas ab...da wir nicht bis Montag in Bunbury bleiben wollten, musste Heidi notgedrungen weiterfahren und ich sass daneben. Aufloesung folgt.

 

Im Supermarkt waren wir dann trotzdem noch, danach ging es weiter. Diesmal an einen etwas weniger schoenen Campingplatz, aber dafuer konnten wir am naechsten Morgen die ersten Kaengurus auf der Wiese nebenan vorbeihuepfen sehen. Leider fing es dann zum 1. Mal an zu regnen, und so hatten wir bei unserem Strandbesuch bei Dunsborough Regenjacken statt Badesachen an. Im Laufe des Tages wurde es zum Glueck besser. Wir fanden wieder einen wunderschoenen Uebernachtungsplatz im Leeuwin Naturaliste Nationalpark unterhalb von Margaret River. Das mit den Nationalpark-Campsites ist schon eine tolle Sache. Man zahlt einen kleinen Betrag an den Ranger oder steckt das Geld in einem Umschlag in einen Kasten und dafuer gibts dann einen Stellplatz, Toiletten, manchmal auch Duschen, Koch- und Grillgelegenheiten - und das Ganze mitten in der Natur. Ein Kaenguru aus der Naehe gabs diesmal auch inklusive, das ist einfach an uns vorbeigehoppelt. Weil es mittlerweile wieder schoen war, wollten wir an den Strand. Der Weg dahin stellte sich allerdings als ziemliches Abenteuer heraus. 15 Minuten Fussweg waren uns angekuendigt worden. Nach ca. 1 Stunde inklusive Verlaufen und in Sandalen durchs Gestruepp einen echt steilen Berg herunter klettern waren wir dann endlich angekommen. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt: wir waren an einem herrlichen Strand mit Riesenwellen fast ganz fuer uns alleine. Auf dem Rueckweg sind wir dann aber doch lieber die Schotterstrasse entlanggelaufen (man weiss ja nie, welches Getier sich so im australischen Gestruepp herumtreibt). Zum Glueck hat dann ein Auto angehalten und wir wurden bis zum Zeltplatz mitgenommen (8 Leute in 1 Auto geht auch, es gibt ja den Kofferraum). Da es hier keine Dusche gab, wurde gleich mal unsere Solardusche aufgebaut und eingeweiht.

 

Der naechste Tag war Montag und ich (Marco) konnte endlich die Hotline anrufen um das Mysterium aufzuklaeren. Zuerst konnte ich die Hotline jedoch nicht erreichen, da wir ausserhalb einer Stadt waren und es von da irgendwie nicht funktioniere! Oh mann! Ich suchte mir also eine Telefonzelle und hing ewig in der Warteschleife. Dann gab es endlich die Aufloesung. Der Strafzettel war vom November 2011. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch auch nicht in Australien. Jedoch hatte derjenige, der mein Auto damals gekauft hat, es nicht auf seinen Namen umgemeldet und daher lief der Strafzettel noch auf meinen Namen. Gluecklicherweise arbeitet besagte Person hier im Hostel in Fremantle und somit kann ich ihn zur Rechenschaft ziehen.

Den Strafzettel konnte ich mit meiner Kreditkarte waehrend des Telefonats bezahlen und danach durfte ich weiterfahren, Juhu!!!!

 

Nun konnte Marco also endlich wieder Auto fahren und ich (Heidi) war gluecklich, wieder Beifahrerin zu sein, juhu!!! Wir schauten uns auf dem Weg noch eine Tropfsteinhoehle namens "Jewel Cave" an. Wir waren dankbar fuer die kuehlen Temperaturen unter der Erde (mittlerweile war es wieder richtig heiss geworden) und beeindruckt von der unterirdischen Wunderwelt aus Stalaktiten und Stalagmiten. Unser Platz fuer die Nacht war diesmal Windy Harbour. Ein weniger schoener Strand voller Algen, laute Zeltnachbarn und v.a. eine Fliegenplage waren aber Grund genug, um am nachsten Morgen so schnell wie moeglich weiter zu fahren, und zwar nach Denmark. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Tree Top Walk im Valley Of The Giants (Walpole Wilderness Nationalpark). Dort kann man, auf einer Konstruktion aus Stahlhaengebruecken und Stahltraegern in bis zu 40 Metern Hoehe, durch die Baumkronen der 400 Jahre alten Baeume entlanglaufen. Allerdings ist das ein ziemlich wackeliger und schaukeliger Spaziergang und leider machte sich da dann doch Marcos Hoehenangst wieder etwas bemerkbar.

An diesem Nachmittag fanden wir einen tollen Campingplatz am Parry Beach, auf dem es per Hinweisschild jedoch leider keine freien Plaetze mehr gab. Aber als Marco nachfragte, wurde ihm von einem netten alten Mann im Liegestuhl gesagt, wenn wir einen freien Platz finden wuerden, koennten wir bleiben. Haben wir gefunden, also blieben wir. Und diesmal gleich fuer 2 Naechte, weil es gar so schoen war. Das Geld sammelte eine 78 jaehrige Omi ein, die auf einem Quad ueber den Campingplatz fuhr. Wie sich herausstellte war der alte Mann im Liegestuhl ihr 82 jaehriger Mann. Die beiden leiten den Campingplatz. Coole Leute. Hier gab es auch endlich wieder einen schoenen Strand und dort gab es viel zu erleben: schwimmen, Lenkdrachen einweihen, Boule spielen, Bodyboard surfen und zum ersten Mal mit dem Auto direkt am Strand entlangfahren (denn dafuer haben wir uns ja ein 4WD-Auto gekauft). Wir haben einen Ausflug zum Greens Pool und den Elephant Rocks bei Denmark gemacht (Danke, liebe Kiki, fuer den super Tipp!!!). Da gab es ein durch Felsen natuerlich vom Meer abgegrenztes Becken, in dem man wunderbar im kristallklaren Wasser schwimmen und v.a. schnorcheln konnte. Wir haben viele kleine Fische und Muscheln gesehen und wollten gar nicht mehr aufhoeren.

Soviel fuer heut, den Rest des Berichtes gibt es dann demnaechst.

 

Heidi & Marco

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Kommentare: 2
  • #1

    jens (ich) (Mittwoch, 23 Januar 2013 13:17)

    schöne bilder, schöner bericht.
    aber mal ehrlich, habe ich muddi nicht im dschungelcamp gesehen?

    liebe grüße aus dem verschneiten hamburg.

    jens

  • #2

    M+P (Mittwoch, 23 Januar 2013 18:18)

    Danke für den wunderschönen Urlaub, können jedem nur das Reiseunternehmen M+H empfehlen!!

    DANKE und ganz liebe winterliche Grüße aus Malschwitz,

    M+P