Phnom Penh & Koh Rong

 

Nach knapp 3 Wochen hiess es also "Tschuess Vietnam" und "Hallo Kambodscha".

Das Koenigreich Kambodscha ist erst seit ca. 15 Jahren wieder von Touristen bereisbar. Vorher herrschten jahrzehntelange Buergerkriege und auch in den Vietnamkrieg war das Land verwickelt. Das schlimmste Trauma erlitt Kambodscha von 1975-1979, als die Roten Khmer an der Macht waren  und innerhalb von 4 Jahren 25% der gesamten Bevoelkerung toeteten. Mit Hilfe der UN wurden Mitte der 90er Jahre Wahlen durchgefuehrt und das Land stabilisierte sich bis Ende der 90er Jahre.

Von Ho Chi Minh City nach Phnom Penh reisten wir, in Ermangelung anderer Moeglichkeiten, per Ueberlandbus.

Es gibt in Kambodscha momentan keinen Zugverkehr. Das Schienennetz ist vorhanden, jedoch mangelt es an passenden Schienenfahrzeugen. Dresinen sieht man gelegentlich.

An der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze wurde, im Umtausch gegen 25 US-Dollar, eine weitere Seite unseres Reisepasses mit einem grossen Aufkleber versehen. Nun duerfen wir 30 Tage im Land bleiben.

Die Fahrt fuehrte vorbei an Reisfeldern und Holzhaeusern auf Stelzen, vermutlich als Hochwasserschutz. Ausserdem ueberquerten wir den Mekong, immerhin der 10. laengsten Fluss der Welt. Da es aber keine Bruecke ueber den Mekong gibt, werden alle Fahrzeuge auf Faehren geladen und somit uebergesetzt.

Der Verkehr ist in Kambodscha aehnlich chaotisch wie in Vietnam. Zusaetzlich werden Pkw, Busse und Motorraeder bis ins Unvorstellbare mit Fracht beladen. Da kommt es schonmal vor, dass Motortaxis 4 Meter hoch sind. Kleinbusse fahren grundsaetzlich mit geoeffneter Hecktuer, da dort zumeist ein Motorroller befestigt ist.

In Phnom Penh haben wir uns ein wenig der Geschichte zugewendet. Wir schauten uns ein ehemaliges Foltergefaengnis der Roten Khmer an und Choeung Ek, eines der sogenannten "Killing Fields".  Dies war eines von vielen Vernichtungslagern die einzig und allein dazu dienten , die eigene Bevoelkerung zo toeten. Heute ist es eine Gedenkstaette, durch die man per Audio-Tour gefuehrt wird.

Ausserdem haben wir uns den Praesidentenpalast und eine Pagoda angesehen. Am ersten Tag hatten wir bereits einen netten Tuktuk-Fahrer gefunden, der uns die ganze Zeit durch die Stadt fuhr und auch viel zur Geschichte erzaehlen konnte. Ausserdem sprach er ein wenig deutsch.

Von Phnom Penh fuhren wir in den Sueden auf die Insel Koh Rong. Die Insel wurde uns als Paradies versprochen und dies sollte sich auch bewahrheiten. Um dorthin zu gelangen, mussten wir jedoch zuerst eine 5-stuendige Busfahrt und eine 4-stuendige Bootsfahrt ueber uns ergehen lassen. Danach waren wir an einem der einsamsten Straende, den man sich vorstellen kann. Dort standen 3 Bungalows, ein Holzhaus und ein kleines Restaurant mitten im Urwald. Die meiste Zeit ueber waren wir die einzigen Gaeste und somit hatten wir den gesamten "Lonely Beach" fuer uns alleine. Der Besitzer, ein Franzose, hat das Gelaende gepachtet und alles selbst gebaut. Er lebt seit 20 Jahren in Kambodscha und seit 10 Jahren nur noch auf Inseln. Unseren rustikalen Bungalow teilten wir uns mit 30cm langen Geckos, ein paar Spinnen und wahrscheinlich noch weiteren Tieren. Die Dusche bestand aus einer Kelle und eiskaltem Brunnenwasser. Strom gab es nur fuer ein paar Stunden am Tag. Wir blieben fuer zweieinhalb Tage und konnten ziemlich gut entspannen. Leider bekam ich (Marco) am zweiten Tag Durchfall und verbrachte den ganzen Tag im Bett.

Von der Insel fuhren wir wieder zurueck nach Phnom Penh, wo wir nun 2 weitere Tage verbringen wollen.

 

Tschau, bis bald, Marco & Heidi

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Kommentare: 15
  • #1

    Guzi (Sonntag, 30 Juni 2013 11:35)

    Ach ihr 2..schön habt ihr...eigentlich les ich ja garnicht gerne hier...da wird mein Fernweh so stark dass es mir im Herzen weh tut :-(
    Aber macht weiter, passt auf euch auf...und spürt die Welt :)))))))))

  • #2

    jens (ich) (Montag, 01 Juli 2013 02:40)

    moin moin,

    ich kann mich guzi nur anschließen, neid kommt auf und das fernweh ist nicht wirklich eine schöne sache.
    aber es sei euch gegönnt.

    und du weißt doch was gegen durchfall hilft?
    ankommen, einen schnaps trinken. schlafen. aufwachen, noch einen schnaps trinken.
    und dann bist du geheilt.
    mußt du aber an jedem neuen ort machen.

    jens

  • #3

    robin (Montag, 01 Juli 2013 21:48)

    SAIGON

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