Guatemala

Die Einreise nach Guatemala erliechterte zuerst einmal unseren Geldbeutel. Die Zöllner verlangten einen kleinen Obolus, mit dem sie angeblich sicherstellen, dass man problemlos einresen kann. Eine schöne Umschreibung fuer Schmiergeld.

Guatemalteken koennen von einer bewegten Geschichte berichten. Das Land ist bereits seit 1821 unabhaengig, wurde in der darauffolgenden Zeit von Militaerdiktaturen beherrscht und in den letzten Jahrzehnten von einem Buergerkrieg erschuettert, dem 160 000 Ureinwohner zum Opfer fielen. Seit 1996 herrscht einigermaszen Frieden. Die gröszte Gefahr geht momentan von den Drogenkartellen aus, die ihre Waren u.a. ueber Guatemala nach Amerika verschieben. Dies haben wir hautnah miterlebt, dazu spaeter mehr.

Die ersten Kilometer fuehrten ueber teilweise nicht existente Straszen, sprich Schotterpisten voller Loecher, die nur im Schritttempo befahren werden konnten, sowie Maennern mit ihren Kindern, die vollbeladene Maissaecke oder Holzbuenbel auf ihrem Ruecken die Berge hinabtrugen. Den ersten Stopp machten wir in der Stadt Flores. Dort schauten wir uns am naechsten Tag die Tempelruinen von Tikal an. Diese lagen fast 1000 Jahre versteckt im Urwald, bis sie 1848 zufaellig gefunden wurden.

Weiter gings nach Zentralguatemala in die Naehe des Ortes Lanquin, noch viel weiter im Urwald gelegen. Dort schliefen wir in einer Bretterhuette, die Bilder zeigen dies sicherlich ganz gut. Der Weg dorthin bedeutete eine 1,5 stuendige Holperpistenfahrt, welche aber letztendlich jedes Loch wert war. Es gab dort einen riesigen Abenteuerspielplatz fuer grosze Jungs. Wir wanderten, teilweise schwammen wir auch, durch eine Höhle und hielten eine Kerze in der Hand, die uns Licht spendete, kletterten an Seilen kleine Wasserfaelle hoch oder sprangen durch dunkle Löcher ins Wasser. Wieder drauszen gab es eine riesige Schaukel, von der man ins Wasser springen konnte. Desweiteren noch mit einem Reifen durch den Flusz treiben lassen und von einer Bruecke in diesen springen.

Die naechste Fahrt nach Antigua sollte es in sich haben. Zuerst verlief alles normal. Kurz vor Guatemala-Stadt (in der jeden Tag 16 Menschen im Zusammenhang mit den Drogenkartellen sterben) stand ploetzlich ein Lkw quer auf dem Highway. Wir dachten zuerst an einen Unfall. Als unser Kleinbus noch langsam in Richtung des Lkw´s rollte, kam ein Gelaendewagen an uns vorbeigeschossen und schehrte in abenteuerlicher Fahrweise vor uns ein. Er schien es eilig zu haben. Innerhalb der naechsten 4 Minuten sammelten sich ca. 10 Polizeiautos um den Gelaendewagen und zingelten ihn ein. Die Polizisten standen mit gezogenen Pistolen vor dem Fahrzeug und richteten sie auf den Fahrer. Dieser weigerte sich aber auszusteigen. Der Fahrer des Lkw hielt ebenfalls eine Pumpgun bereit, fuer den Fall der Faelle. Wir waren ca. 15 Meter entfernt und zu perplex, um ein Foto zu machen. Die naechsten Minuten passierte nichts, bis die Polizei schlieszlich den Verkehr an dem Gelaendewagen vorbeileitete, die Waffen weiterhin auf den Fahrer gerichtet. Er hatte die Unterschenkel aufs Lenkrad gelegt und sah weiterhin keine Notwendigkeit auszusteigen. Die gesamte Aktion war also offensichtlich von der Polizei inszeniert wurden. Der Rest der Fahrt verlief zum Glueck problemlos.

In Antigua wanderten wir auf einen noch aktiven Vulkan, von wo aus wir 3 weitere Vulkane sehen konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem shoppen von Souvenirs.

Da wir nun nur noch 1 Woche Restzeit hatten, fuhren wir schnellstmöglich zurueck auf die von uns liebgewonnene Insel Caye Caulker in Belize. Dort sitzen wir jetzt, vor uns die Haengematte und ein paar Meter weiter das Meer. Hier erholen wir uns von den Eindruecken, bevor es wieder nach Haus geht.

 

 

Rechtschreibung bitte ignorieren, die Tastatur hat sich teilweise verabschiedet. 

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Kommentare: 4
  • #1

    jens (ich) (Sonntag, 12 Oktober 2014 01:27)

    man man man.
    klingt gut, aber gefährlich.
    und die bilder sind echt klasse.
    hab ne schöne zeit.

    jens

  • #2

    M+P (Sonntag, 12 Oktober 2014 10:59)

    man man man, dem können wir nur zustimmen!!! Und die Bilder sind wirklich unglaublich schön..... bis bald M+P

  • #3

    benno (Sonntag, 12 Oktober 2014 11:05)

    <3 wunderschön! <3

  • #4

    SRev (Sonntag, 26 Oktober 2014 16:48)

    Wow, ich bin beeindruckt. Ihr seid ja echt mutig. mir wäre das zu gefährlich da unten - schon das ding mit der einreise, da weiß man leich wo der hase langläuft. viel glück!!!